Griechenland: Syriza-Minister schlägt 600€ Schulgebühr vor


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Ein Minister der regierenden Syriza-Partei in Griechenland hat vorgeschlagen, eine Schulgebühr in Höhe von durchschnittlich 600 Euro pro Jahr und Schüler einzuführen. Damit sollen Lehrergehälter und Schulmaterialien bezahlt werden.

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Das Parlamentsmitglied Alexandros Trantafyllidis von der griechischen Syriza-Partei hat eine neue Idee vorgeschlagen, die mehr Geld in die von internationalen Großbanken geplünderten Staatskassen spülen soll: Gebühren an öffentlichen Schulen. 600 Euro pro Jahr soll es von nun an Kosten, sein schulpflichtiges Kind am Unterricht teilnehmen zu lassen.

Mit den Erträgen sollen Lehrergehälter und die Materialversorgung bezahlt werden, heißt es in dem Entwurf. Im Gegenzug sollen den Schülern neue Lehrprogramme angeboten werden, damit diese nicht in private Schulen abwandern. In einer Erklärung schrieb Triantafyllidis: „Die öffentlichen Schulgebühren werden die finanzielle Situation der Eltern berücksichtigen, doch die durchschnittliche Gebühr wird 600 € betragen.“

Der Minister spricht von einer „neuen, vielseitigen und effektiven öffentlichen Schule“, die auch zu einem höheren Ehrgeiz des Bildungspersonals beitragen soll. Das Schulprogramm wird Trantafyllidis‘ Plan zufolge zudem auf 40 Stunden pro Woche erhöht.



Quellen: Δίδακτρα στα δημόσια σχολεία προτείνει βουλευτής του ΣΥΡΙΖΑ!SYRIZA MP proposes to charge each pupil of public school with €600/year

3 Kommentare

  1. 40 Std. pro Woche? Da bleibt Kindern keine Freizeit mehr, wenn diese noch Hausaufgaben erledigen müssen. Wer solch einen Humbug als Vorschlag einreicht und genehmigt gehört nach meiner Ansicht nicht in den bezahlten Saatsdienst. Diese Personen wollen Kinder von den Eltern los lösen aus verschiedensten Gründen.

  2. Und wenn die Eltern nicht zahlen können oder wollen, wird dann das Kind vom Unterricht ausgeschlossen?
    Hier in Spanien gehen die Kinder in der Regel von 9 Uhr bis 16 Uhr zur Schule.
    Trotzdem ist der Bildungsstand nicht gerade berauschend.
    Selbst Verkäuferinnen an der Kasse beherrschen oft nicht das kleine Einmaleins und müssen bei 8 Paketen Mineralwasser x 6 Flaschen die Rechenmaschine hinzuziehen.
    Auch Bauunternehmer kommen in Spanien mit einem überdimensionalen Winkeldreieck auf die Baustelle, wenn sie ein Gebäude auswickeln wollen, anstatt über den Pythagoras zu rechnen.
    Ich bin der Meinung, dass gerade Grundschulen viel Wissen vermitteln, dass die Kinder im Leben nicht brauchen.
    Mir hat es im Leben nichts genutzt, dass ich in der Grundschule Schillers Glocke auswendig lernen musste, sondern dass ich eine Kugel oder deren Teilschnitte berechnen konnte.
    Und wenn die Schulen dieser Welt, mehr bei den Kindern die Rechtschreibung und die Mathematik im Auge haben würden, als das Gebetsmühlenartige erlernen von geistige Dinge wie Religion und Abhandlungen von Dichtern und Denkern, dann hätten die Kinder dieser Welt auch den Grundstock dafür, eine Berufsschule zu besuchen oder eine technische Hochschule.
    Wer dann seinen Lebensausbildung in Richtung Religion oder geistige Dinge machen will, kann es ja dann auch machen.
    Als Beispiel.
    Fragen Sie doch einmal einen Monteur in Spanien oder Griechenland, worin der Unterschied zwischen Schweißen und Löten besteht.
    Oder er soll einmal den Unterschied zwischen Ventilen und Hähnen erklären.
    Das habe wir in Deutschland in dem ersten Berufsschuljahr gelernt.
    Zusammenfassend:
    Wenn 40 Stunden, dann aber auch massives Grundwissen über Rechtschreibung, Mathematik, Geometrie und Physik.
    Auch einen 8 jährigen interessiert es, warum Eis oben schwimmt und was passieren würde, wenn es nicht so wäre.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. das die syrizapartei keine linke sondern eine populistische partei ist wird durch die forderung einer schulgebühr von 600 euro untermauert-

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