Greenspan warnt vor Kollaps am US-Anleihenmarkt


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Der frühere Vorsitzende der Federal Reserve, Alan Greenspan, warnt vor einer riesigen Blase am US-Anleihenmarkt. Die Zinsen könnten plötzlich nach oben schießen und „die Wirtschaft entgleisen lassen.“

„Alan Greenspan, IMF 116greenspan2lg“ von International Monetary Fund Photograph/Stephen Jaffe - Photographs of the IMF 2007 Annual Meetings, IMF, 116greenspan2lg.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
Alan Greenspan, IMF 116greenspan2lg“ von International Monetary Fund Photograph/Stephen Jaffe – Photographs of the IMF 2007 Annual Meetings, IMF, 116greenspan2lg.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Der ehemalige Chef der sogenannten US-Notenbank, Alan Greenspan, schlägt Alarm. Grund ist die riesige Blase, die sich seiner Aussage nach auf dem Anleihenmarkt bildet. In zwei Fernsehinterviews in den letzten Tagen sagte Greenspan, die Zinsen könnten plötzlich nach oben schießen und „die Wirtschaft entgleisen lassen“, wenn die Blase platzt. Der ehemalige Vorsitzende der Fed fügte hinzu, die aktuelle Situation auf dem Anleihemarkt sei vergleichbar mit einer klassischen Aktienblase.

Aktienmarktblasen seien typischerweise durch extreme Kurs-Gewinn-Verhältnisse gekennzeichnet, die extrem niedrigen Renditen am Anleihenmarkt seien ein sehr ähnliches Indiz. „Wir sollten besorgt sein“, so Greenspan in seinem Interview mit Fox Business Network. In einem anderen Interview mit Bloomberg Television gab er an, dass es zum aktuellen Zeitpunkt „angemessen“ sei, große Angst vor einer Blase zu haben. Das KGV am Rentenmarkt sei in einer „außergewöhnlich instabilen Position.“

„Normale“ Zinssätze hätten in der Vergangenheit immer im Bereich von 4% bis 5% gelegen. 10-jährige Staatsanleihen liegen jedoch seit Sommer 2008 unter 4%, aktuell bei rund 2,2%. „Wir haben die Zinsen für einen längeren Zeitraum deutlich unter normales Niveau gedrückt. Nun besteht die Gefahr, dass die Zinsen auf den üblichen Satz zurückgehen“, so Greenspan. „Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir kehren langsam wieder zu normalen Niveaus zurück, oder wir tun es auf aggressive Weise. Die Geschichte lehrt uns, dass Letzteres weiter verbreitet ist als Ersteres.“

„Die Auswirkungen auf den Markt werden keine guten sein“, fügte er hinzu. In einem Interview mit Marketwatch aus dem vergangenen Jahr sagte Greenspan, dass Blasen ab einem unbestimmten Punkt „ein Eigenleben“ entwickeln.

12 Kommentare

  1. Dieser Ober-Manipulator sollte die Klappe halten. Was er hier verkündet, ist eh schon allen klar, und dies seit langem. Am besten, er macht ’ne Fliege.

  2. Heut treten solche Knilche als die Wisser auf, weil sie angeblich schon immer wußten wie es geht. Warum hat diese Fratze nicht vorher darauf verwiesen, nein da hat er das Spiel angefacht. Nun hat er wohl Angst, daß man ihm vorzeitig den Garaus macht Hoffentlich bekommt der noch nen Hanforden verpasst.

  3. Nichts, absolut nichts in der Finanz-und Weltpolitik geschieht zufällig. Alles wurde von langer Hand geplant. Man sollte einfach mal ein paar Schritte zurück treten und das globale Gesamtbild betrachten.
    Hunger, Tod, Chaos, Terror, Gewalt und Krieg wohin das Auge blickt. Dazu Flüchtlingsströme, die sehr bald Ausmaße annehmen werden, wie wir sie uns nicht vorstellen können. Dagegen wird das, was wir derzeit erleben, ein Kindergeburtstag sein.

    Wie sagte doch einer dieser NWO-Psychopathentruppe namens David Rothschild (sinngemäß): Wir brauchen nur noch die eine, große und weltweite Superkrise und danach werden alle die neue Weltordnung akzeptieren.

    Momentan sieht es ganz so aus, als ob da mit Hochdruck dran gearbeitet wird.

  4. es wäre wünschenswert um den Hegemon endlich dazu zu bewegen, sich mehr mit und um sich selbst zu kümmern, statt chaos in der Welt zu spenden.

    Ami go home
    Fuck the US
    Fuck the Nato

  5. immer und ewig sollt ihr daran denken: Der Ami war´s, der DE in Schutt und Asche gelegt hat und dafür Mio. tote Zivilisten ermordete.

    Das sind angeblich heute unsere Freunde – wer die Not über einen bringt, kann niemals Freund sein!

    Die USA sind Massenmörder.

  6. @ Werner
    In Norddeutschland waren es hauptsächlich die Briten, die den Massenmord an deutschen Zivilisten zu verantworten hatten.

    Aber Grünspan sollte wirklich die Fresse halten und nicht so tun als habe er das schon immer gewusst. In 2007 hat der US-Ökonom Lyndon LaRouche den Kollaps des Systems treffend analysiert und Zentralbanker wie Grünspan oder auch seine europäischen Pendants haben es ignoriert um sich die Sause nicht verderben zu lassen. Woher sonst kommt die sich immer weiter öffnende Einkommensungleichheit wenn nicht aus der schamklosen Selbstbedienung der sog. Eliten und Finanzakrobaten.
    http://www.bueso.de/material

  7. Es gibt keine Blase in der Finanzgeschichte, die nicht irgendwann geplatzt wäre. Grünspan hat selbst genug Blasen verursacht. Er muss es wissen. Aber nicht die Anleihen, sondern die Derivate darauf und die Wechselkursmanipulateure (Großbanken) sind nach wie vor das Problem. Offenbar wollen ein paar große Zocker aussteigen. Sie finden zu diesen Preisen nicht genügend Käufer. Deshalb fallen die Aktienkurse, Rohstoffpreise, Wechselkurse und steigen die Anleihenrenditen. Sieht so aus, wie die Krisen 1997, 1998 und 2000. Bei derartig überbewerteten „Assets“ ist, unter Schwankungen, noch viel Luft nach unten. Wo soll das Problem sein ? Ein Markt findet einen angemessenen Preis. Auch wenn er zeitweilig sehr tief ist. Bisher gibt es wegen der Zinsmanipulationen durch die Zentralbanken keine zu tief bewerteten Anleihen, Aktien oder Rohstoffe. Die Wechselkurse spielen Ramba Zamba, die stimmen hinten und vorne nicht mit der wirtschaftlichen Realität überein. Kommt Zeit, kommt Rat. 🙂

  8. >Nichts, absolut nichts in der Finanz-und Weltpolitik geschieht zufällig. Alles wurde von langer Hand geplant. Man sollte einfach mal ein paar Schritte zurück treten und das globale Gesamtbild betrachten.>

    Stimmt ! Viele verkennen es, da sie nur im Hier und Jetzt denken. Das ist aber Taktik / Psychologie alles zeitverzögert und scheinbar unabhängig voneinander abzuwickeln. Wer aber klar sieht und 1 und 1 zusammen zählt, wird leider die hässlichen / tödlichen Fratzen erkennen 🙁

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