Wie wahrscheinlich ist ein Goldverbot?


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Ein Goldverbot ist heute zwar weniger wahrscheinlich als noch vor einigen Jahrzehnten, doch bleibt ein Restrisiko. Im Folgenden einige Goldverbote aus der jüngeren Geschichte.

Goldverbot
Kommt das Goldverbot?

Eine Sorge der meisten Edelmetall-Investoren ist ein mögliches Goldverbot. Man kauft beispielsweise Gold, um sich vor Misswirtschaft und Inflation zu schützen. Und dann kommt die Regierung und nimmt es einfach weg. Dies ist in der Vergangenheit bereits vorgekommen.

Meistens wurden zwar Sparguthaben, Aktien oder Anleihen konfisziert. Auch die Besteuerung von Immobilien oder die einfache Abwertung der Währung sind beliebte Instrumente zur Bewältigung einer Krise.

Kam es in der Geschichte jedoch hart auf hart, wurde in einigen Fällen auch schon der Goldbesitz verboten. Gold ist die einzige Anlage, die Regierungen nicht kontrollieren können und die für niemanden haftet. Ist das Goldverbot erst einmal in Kraft, gibt es wenige sinnvolle Lösungen.

Für den Fall, dass der Besitz für illegal erklärt wird und man mehr besitzt, als die erlaubte Menge, wird es schwierig. Oder man versteckt das Gold gut und hofft, nicht ins Gefängnis geworfen oder anders bestraft zu werden.

Gold ist heute nicht mehr Teil des Finanzsystems, wie es etwa im Jahr 1933 in den USA der Fall war. Damals hatte die Roosevelt-Regierung den Goldbesitz verboten. Heute gibt keinen Goldstandard mehr, weshalb das Risiko eines Goldverbots viel geringer ist als dereinst.

Aufgrund der extrem hohen Schulden in westlichen Staaten ist eine plötzliche Einführung eines Goldstandards aktuell auch kaum vorstellbar.

Silber & andere Alternativen

Dennoch bleibt eine restliche Gefahr. Im Internet gibt es zahlreiche Lösungen für den Fall eines Golsverbots, leider aber wird die Macht der Regierung dabei häufig unterschätzt. Man sollte sich von dümmlich wirkenden Politikern bei irgendwelchen TV-Auftritten nicht täuschen lassen.

Einige Investoren gehen davon aus, dass Silber von einem Verbot nicht betroffen wäre. Am Beispiel USA in 1933 war Silber in der Praxis nicht wirklich betroffen, da es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Teil des US-Finanzsystems war.

Doch unterzeichnete Roosevelt auch die Executive Order 6814. Darin hieß es, dass „die Lieferung allen Silbers in die Vereinigten Staaten für die Prägung erforderlich“ sei. So waren Anleger per Gesetz dazu verpflichtet, ihr Anlagesilber an den Staat zu verkaufen.

Und das trotz der starken Verfassung der USA, die die Bürger u.a. vor einer Diktatur, die ihnen alles wegnimmt, schützen soll. Das deutsche Grundgesetz hat in Deutschland sicherlich keinen so hohen Stellenwert wie die US-Verfassung in den USA.

Häufig vorgeschlagen wird, in Sammlermünzen zu investieren, da diese von früheren Goldverboten oft ausgenommen waren. Doch galt man ab einer bestimmten Menge an Sammlermünzen automatisch als Anleger. Die unbequeme Wahrheit ist: Niemand kann genau sagen, wie so ein Goldverbot ablaufen könnte und in welcher Form die Regierungen entsprechende Gesetze geltend machen würden.

Diese Gesetze können dabei alles andere als fair oder moralisch sein. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, müssen wir uns frühere Goldverbote ansehen. Im Folgenden einige Goldverbote aus den vergangenen 80 Jahren.

USA 1933

Am 05. April 1933 unterzeichnete US-Präsident Franklin Roosevelt die Executive Order 6102. Diese verbot das „Horten von Goldmünzen, Goldbarren und Goldzertifikaten innerhalb der kontinentalen Vereinigten Staaten.“ Grundsätzlich bedeutete dies, dass private Eigentümer verpflichtet waren, ihre Münzen, Barren oder Goldzertifikate für die gesetzlich festgelegten 20,67 Dollar an eine Bank zu verkaufen. Warum?

Die USA hatten damals einen Goldstandard, das Horten von Gold (also Geld) galt als Bedrohung für die Stabilität des Finanzsystems der Vereinigten Staaten. Nach dem Crash von 1929 stieg die Arbeitslosigkeit, Banken blieben geschlossen, Unruhen wuchsen und die Regierung stand vor der Pleite. Neun Monate, nachdem die Bürger ihr Gold für 20,67 Dollar an die Regierung verkauft hatten, wurde der Goldpreis auf 35 Dollar festgeschrieben.

Die Papier-Dollars, die man also zuvor für sein Gold erhalten hatte, werteten über Nacht um 40 Prozent ab. Es handelte sich also nicht direkt um ein Verbot, sondern um eine Verstaatlichung des Goldes mit anschließendem Diebstahl durch Abwertung der Währung.

Ein Verstoß gegen das Gesetz wurde mit Geldstrafen von bis zu ​​10.000 Dollar oder zehn Jahren Gefängnis oder beidem bestraft. Das „Goldverbot“ blieb bis zum 1. Januar 1975 in Kraft.

Australien 1959

Die australische Regierung erlaubte im Zuge des Bankengesetzes von 1959 die Beschlagnahmung des Goldes von Privatpersonen. Der Schatzmeister des Landes erklärte in einer Pressemitteilung, dass sämtliches Gold an die Reserve Bank of Australia ausgehändigt werden musste. Es war auch nicht erlaubt Gold zu verkaufen, mit Ausnahme der Reserve Bank of Australia.

Es durfte ohne die Zustimmung der Bank auch kein Gold exportiert werden. Zwar ist unklar, ob das Gesetz überhaupt eingehalten und wie mit Verstößen umgegangen wurde. Doch zerstörte die Order den privaten Goldmarkt des Landes über Nacht. Das Verbot blieb bis 1976, also 17 Jahre lang, in Kraft.

Großbritannien 1966

Seit sich Großbritannien im Jahre 1931 vom Goldstandard verabschiedet hatte, wertete die Währung ununterbrochen ab. Viele Investoren begannen Gold zu kaufen. Um den Wertverlust des Britischen Pfunds zu stoppen, verbot die Regierung ihren Bürgern im Jahr 1966 den Besitz von mehr als vier Münzen.

Auch der Import von Goldmünzen wurde verboten, um einen Export der Währung zu verhindern. Münzsammler waren von diesem Gesetz ausgenommen. Allerdings musste eine Sammler-Lizenz beantragt werden und die Bank of England entschied dann, ob man wirklich ein Sammler war, oder nicht. Falls nicht, wurden die Münzen beschlagnahmt.

Bemerkenswert ist an dieser Stelle, dass Großbritannien keinen Goldstandard hatte. Erst im Jahr 1979 wurde das Gesetz wieder abgeschafft.

Gemeinsamkeiten dieser drei Goldverbote

  • Sie wurden von westlichen Demokratien auferlegt. In fortschrittlichen Gesellschaften, die zu den reichsten Ländern der Welt zählen.
  • Jedem Goldverbot ging eine Wirtschaftskrise voraus. Erst wurde das Finanzsystem zerstört, danach bediente man sich am Privatbesitz der Bürger.
  • Goldverbote halten sich in der Regel sehr lange, das kürzeste dauerte in diesen Beispielen 13 Jahre.
  • Anlagegold wurde fast oder komplett verboten. Nur echte Sammler waren davon ausgenommen.
  • Interessanterweise wurde Goldschmuck nicht konfisziert.

Goldkonfiskationen in anderen Ländern

Italiens Premierminister Benito Mussolini versuchte die tobende Krise u.a. mit seiner „Gold für das Vaterland“-Initiative zu bekämpfen. Er ermutigte die Öffentlichkeit, ihre Goldringe, Halsketten und anderes Gold freiwillig an die Regierung zu spenden. Im Gegenzug erhielten die Bürger ein Stahl-Armband, auf das die Worte (übersetzt) „Gold für das Vaterland“ aufgraviert waren.

Sogar Musollinis eigene Frau Rachele spendete ihren Ehering. Das Gold wurde eingeschmolzen, zu Barren verarbeitet und unter den Banken des Landes verteilt. Die Regierung nahm auf diese Weise 35 Tonnen (1,23 Millionen Unzen) ein.

Nach der Niederlage der Tschechoslowakei gegen Deutschland wies die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, welche vom Bank of England-Direktor Otto Niemeyer geleitet wurde, die Bank of England an, Gold im Gegenwert von 5,6 Millionen Pfund von der tschechoslowakischen Zentralbank an die deutsche Reichsbank zu übertragen.

Privater Handel in Russland untersagt

Im Irak unter Saddam Hussein und auf Kuba unter Fidel Castro wurden Kunst, Schmuck, Gold und zahlreiche andere Wertgegenstände konfisziert und der private Besitz verboten. Die Bürger wurden nicht entschädigt.

In der früheren Sowjetunion galten Gold und Silber sogar als Angelegenheit der nationalen Sicherheit. Privatbesitz war in jeder Form untersagt, Ausnahmen stellten auch hier Schmuck und Numismatik dar.

Auf den Besitz von Goldbarren drohten Haftstrafen. Und obwohl die russische Zentralbank seit 2008 einer der größten Goldkäufer der Welt ist, stehen die alten Gesetze immer noch in den Büchern. Goldhandel darf nur mit speziell lizenzierten Banken betrieben werden.

Der Handel mit Privatpersonen ist illegal und kann mit Gefängnis bestraft werden. Auch mit Händlern aus dem Ausland darf nicht gehandelt werden.

Diese bis heute bestehenden Gesetze werden zwar nicht mehr streng verfolgt, doch könnte sich dies rasch ändern. Der physische Goldmarkt ist in Russland allerdings nicht sehr üppig. Zwar sind Goldmünzen erhältlich, doch gibt es davon nicht sehr viele und oftmals sind sie von schlechter Qualität. Auch Indien versucht seit Jahrzehnten an das Gold der Bürger heranzukommen.

Fazit

Während die Verbote in westlichen Staaten stets nach einem genauen Schema abliefen, konfiszierten Diktaturen sehr wahllos und wesentlich brutaler. Vielleicht bekommen wir einen Mix aus beidem. Oder nichts dergleichen.

Man weiß es nicht. Festgehalten werden kann jedoch, dass in fortschrittlichen Staaten niemals Schmuck beschlagnahmt wurde, außer in Zeiten der Verfolgung. Jedenfalls sahen die Gesetze dies nicht vor.

Der Goldmarkt ist heute allerdings so frei und offen wie nie zuvor. Die EU ist sogar bemerkenswert „goldfreundlich“, schließlich wurde mit der „Richtlinie 98/80/EG“ mit dem Titel „Sonderregelung für Gold“ die USt. abgeschafft, „um die Verwendung von Gold als Finanzinstrument zu fördern“.

Amerikanische und europäische Zentralbanken halten die höchsten Goldanteile der Welt als Reserve. Mit welcher Begründung sollten diese also den Goldmarkt zerstören? Zudem sind die privaten Reserven heute ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu anderen, aufgeblähten Anlageklassen, die gelegentlich „verstaatlicht“ werden.

Anlagegold hat inzwischen nur noch einen Anteil von ca. 1,3 Prozent an den deutschen Vermögen (Stand 2015). Immobilien hingegen 51 Prozent, Bankeinlagen 18 Prozent, Versicherungen 13 Prozent und Investmentfonds fünf Prozent.

Weltweit entspricht der Wert der privaten Goldinvestments laut BIZ-Daten nicht einmal einem Prozent der Marktkapitalisierung von Aktien und Anleihen. Ein Goldverbot dürfte zum aktuellen Zeitpunkt darum eher unwahrscheinlich sein.

Quellenangaben anzeigen
goldsilver, caseyresearchstatista

12 Kommentare

  1. Ich verstehe zwar nicht, warum der Goldstandard, also das Versprechen einer Notenbank Geld jederzeit in eine bestimmte Menge Gold umzutauschen, etwas mit Goldverboten zu tun haben könnte.
    Eher ist es umgekehrt: da die Abwesenheit eines Goldstandards, der bis 1914 weltweit die Regel war, die Verschuldung begünstigt, steigt auch der Wunsch aus der dann inflationierenden Währung in Gold umzuschichten.
    Die gewaltige weitere Aufschuldung erzwingt weltweit eine weitere Abkehr vom „Goldstandard“.
    Dazu muss man wissen, dass der Schweizer Franken immer noch goldgerändert ist. Allerdings nur noch hauchdünn!
    Hier hatte ein Namensvetter von mir „Jürgen“ kürzlich die wilde (wahrscheinlich abgelesene) Meinung vertreten, ein neuer Goldstandard werde weltweit derzeit vorbereitet.
    Wie soll das zusammengehen mit den Billionen neuer Schulden die weltweit erforderlich sind, um die industrielle Infastruktur aufrecht zu erhalten? Wie soll das neue Wettrüsten finanziert werden unter einem Goldstandard?
    Nein, es geht noch länger so weiter wie gehabt.
    Der 500 Euro Schein verschwindet jetzt bereits, danach kommt der 200 und der 100 Euro Schein dran. Ob der 50 Euroschein bleibt, weiß ich nicht. Könnte aber sein. Und der Dollar?
    Genauso, oder so ähnlich. Generell sind die USA besser dran wie der Rest der Welt. Warum? Ei, weil der Dollar die Weltleitwährung ist und alle US Schulden anteilsmäßig von allen anderen Währungen mitgetragen werden müssen.
    Zwar arbeiten China und Russland zum Ende dieser Leitwährungsrolle hin, aber China würde sich selbst enteignen, wenn seine Dollarguthaben plötzlich an Wert verlören.
    So sehe ich noch eine ganze reihe von Jahren vor uns, ohne gravierende Änderung. Sollte Erdöl und Erdgas deutlich im Preis anziehen, werden auch die USA zu den Gewinnern zählen und können sich entschulden. Und Deutschland, vollgestopft mit unzufriedenen Moslems, bleiben nur die Windmühlen.

  2. Einen Goldstandart kann es nicht geben, ohne dass sich das den Zentralbanken zur Verfügung stehende Gold mindestens verhundertfacht, oder hundert mal so teuer wird.
    Bei den heutigen Preisen könnten die USA mal gerade mit den 8.000 Tonnen (falls noch vorhanden) die sie haben, für 9 Monate ihre Zinsleistungen bediene oder etwa 10 Monate ihr Außenhandelsdefinit, dann sind die 8Tsd Tonnen weg..
    Wie will eine Regierung den Leuten, die ihnen etwa 20 Billionen geliehen haben, mit den 8000 Tonnen garantieren, wenn diese Tonnen nur etwa 320 Milliarden Dollar wert sind?
    Das sind nur etwa 1,6% durch Gold gedeckte Staatsschulden.
    Dazu kommen noch etwa 10 x so viele Verpflichtungen durch Rentenzahlungen, privaten Verschuldung usw.
    Wie sollten weltweit die etwa 1000 Billionen an Derivate mit Gold abgesichert werden können?
    Ich denke auch, dass mehr Menschen weltweit darunter gelitten haben, dass ihnen die Papierwerte zum Beispiel durch eine Währungsreform oder Schuldenschnitt enteignet wurden, als das Ihnen Gold enteignet wurde.
    Mit enteigneten Papieren kann ich weltweit nichts mehr anfangen; verbotenes Gold kann ich verstecken oder in ein anderes Land bringen.
    Es gibt Hunde die Papiergeld riechen können, aber kein Gold.
    Außerdem sollte man mindestens 1/3 seiner Edelmetalle in Silber besitzen, was noch nie verboten wurde.
    Allerdings geht das dann gleich in die hunderte von Kilos.
    Leute, die z. B. wie ich Ihre private Altersversorgung in Edelmetallen aufbauen, sind Exoten und werden auch Exoten bleiben müssen, denn ansonsten würden die weltweit gelagerten Goldvorkommen (etwa 170.000 Tonnen) nicht dazu ausreichen, Allianz, Riester und Co und auch das alte Sparbuch *alleine nur in Deutschland* zu ersetzen, denn diese 170.000 Tonnen kosten heute „nur“ etwa 6 Billionen Euro.
    Fasst 5 Billionen sind schon alleine an Sparguthaben auf *deutschen* Konten.
    Gut- ein Goldstandard mit dem nur 0.0000005% der Geldmenge und Schulden abgesichert werden sollen, ist natürlich möglich.
    Aber ist das ein Goldstandard?

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. Das stimmt, das hätte ich doch schon früher gesagt, dass die Geldmenge schlichtweg nicht da ist.
    Hunde riechen kein Gold, das stimmt, aber am Körperscanner, der am Frankfurter Flughafen steht, kommt keiner mit Gold vorbei. Der Bürgende hatte das doch schön herausgearbeitet mit dem Goldverbot.
    Der einzige Irrtum bestand darin, dass er meinte unter dem Goldstandard gäbe es mehr Gründe für ein Goldverbot. Wenn aber der Goldstandard eine Kreditbremse ist, dann ist die Inflation niedriger und somit entfällt der Grund unverzinstes Gold zu kaufen und somit entfällt der Verbotsgrund.
    Wir sind uns einig, das die Wiederkunft des Goldstandard unrealistisch ist.
    D.h. nach einer Währungsreform beginnt die Aufschuldung wieder von vorn.

  4. Ne, das ist kein Irrtum. Gold ist momentan nicht „systemrelevant“, da das gesetzliche Zahlungsmittel Dollar nicht daran gebunden ist. Es gibt keinen Grund mehr, den Bürgern ihr Gold wegzunehmen, da die USA ihre Schulden nicht mehr in Gold begleichen, wie es bis 1971 der Fall war. Kein Land der Welt bezahlt meines Wissens heute irgendwas in Gold, man „druckt“ die fehlende Summe einfach. Dadurch verringert sich das Risiko eines Goldverbots nach meinem Verständnis erheblich.

  5. Jürgen Borowski,
    klar- es wird alles wieder von vorne losgehen, und auch das die Menschen dann wieder anfangen werden in ungedeckte Baumwolllappen zu sparen.
    Na klar- fliegen sollte man mit Goldmünzen natürlich nicht, wenn sie verboten sind; jedenfalls nicht mit größeren Mengen
    Hallo .Bürgender,
    wenn ich richtig informiert bin, hat Venezuela einige Milliarden verhökert, damit Lebensmittel gekauft werden können und der Iran hat eine ganze Menge in Gold bezahlt, als es vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten war.
    Mexiko zahlt eine Menge mit seinem Silber.
    Edelmetalle sind immer der letzte Rettungsanker.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  6. @ Bürgender

    Am besten wir klammern diesen Punkt aus und einigen uns darauf, dass ein Goldverbot aktuell nicht droht, weil es dafür keinen Grund gibt. Denn die Inflation ist niedrig und die Geldmenge (wenn richtig gerechnet wird) explodiert derzeit auch nicht. Aber diese Merkmale können sich in zwei Jahren ganz anders stellen und dann kann nicht nur, dann muss dieses Loch verstopft werden. Und das Stopfmittel ist nun mal das An- und Verkaufsverbot für Privatleute. Danke auch für Deine regelmäßige Fleißarbeit immer neue Beiträge zu recherchieren.
    Wenn auch manches wieder ausgegraben wird.

    @ H.J. Weber
    Das stimmt, das hat sogar schon der Lügen- „Spiegel“ gebracht,
    dass Venezuela, aber auch der Iran wichtige Importwaren mit Edelmetallen bezahlt haben. Im Verkehr mit Russland ist das meistens nicht notwendig, die wickeln das gern unbar, also Ware gegen Ware, ab. Aber wir sollten schon ehrlich mit den Gold- Adepten umgehen. Da sagt keiner, dass die vorhandene Geldmenge durch Gold gedeckt werden könnte.
    Sondern man geht selbstverständlich von einer Währungsreform zuvor aus und diese könnte vielleicht so aussehen, dass 80 % der Geldmenge abgeschrieben werden (vernichtet werden) und 20 % verbleiben als „Eurodollar“ bei den Bürgern.
    Aber auch dann müsste der Goldpreis verzehnfacht werden um die neue Geldumlaufsmenge mit nur 10 % Gold zu hinterlegen und was sind schon 10%!
    Hinzu kommt, dass mit Golddeckung automatisch eine Kreditbremse verbunden ist, weil die Geldmenge nur im Rahmen der verfügbaren Goldmenge steigen kann.
    Genau das geht in unserer unfriedlichen Zeit überhaupt nicht.
    Gerade jetzt droht China Donald Trump davor, die Zurückhaltung beim Inselstreit im Südchinesischen Meer aufzugeben.

  7. Hallo Jürgen Borowski
    ….Hinzu kommt, dass mit Golddeckung automatisch eine Kreditbremse verbunden ist, weil die Geldmenge nur im Rahmen der verfügbaren Goldmenge steigen kann…
    Ja- ganz klar, alleine nur Draghi hat bald seine 1,4 Billionen zusammen gedruckt, das sind wertmäßig zehntausende Tonnen an Gold; wo hätte er die hernehmen sollen.
    Über den Daumen sind in den letzten Jahren von den Nationalbanken etwa 4 x alle vorhandenen Goldvorräte in Baumwolllappen gedruckt worden; zumindestens elektronisch.
    Etwa 680.000 Tonnen Gold.
    Mal sehen wie lange das noch gutgeht.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  8. @Jürgen Borowski
    Die Inflation (Erhöhung der Geldmenge) ist gering? S. letzter Kommentar von Helmut Josef Weber, der etwas schneller war als ich. Die Geldmenge hat sich in der Eurozone seit der Einführung des Euro von 12,23 Billionen (M1+M2+M3) auf 29,18 Billionen Euro erhöht. Ich halte das für ganz schön viel!

  9. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241829/umfrage/entwicklung-der-geldmenge-m3-in-der-euro-zone/

    Die Geldmenge m3 (das ist das entscheidende Aggregat) hat sich in 19 Jahren fast verdreifacht. Die Preise (nach meinem Gefühl) etwas mehr als verdoppelt.
    Das ist alles andere als eine galoppierende Inflation.
    Zum Zeitpunkt der großen deutschen Inflation haben sich die Leute beim Bäcker um die letzten billigen Brote zu etwa 150 Millionen Reichsmark pro Stück geschlagen. Denn die wussten genau: 24 Std. später würde der Preis schon doppelt so hoch sein. Die Arbeiter erhielten zu Beginn einen Monatslohn, später eine wöchentliche Auszahlung. Auf dem Gipfel, unmittelbar vor Einführung der Deutschen Rentenmark welche die Inflation sofort beendete, wären die Beschäftigten bei wöchentlicher Auszahlung verhungert. Also ging man zur täglichen Auszahlung über, leider immer erst zum Feierabend- und da waren die Preise schon wieder deutlich höher wie am Morgen.
    Davon sind wir weit entfernt! Wir hatten in den letzten drei Jahren sogar temporär eine Deflation, also sinkende Preise.
    Natürlich weiß ich, dass bestimmte staatlich beeinflusste Preise deutlich gestiegen sind. So sind z.B. in Spanien, Helmut Josef wird das sicher bestätigen können, die Strompreise in drei Jahren um 25 % gestiegen. Allerdings habe ich ohnehin nie verstanden, warum ausgerechnet in Spanien Solardächer zur Stromerzeugung eine Seltenheit sind. Hätten die Leute Solar, wäre das alles uninteressant. Allerdings kenne ich die Einspeisungsvergütung nicht, wahrscheinlich gibt es keine.

  10. Wenn ich richtig informiert bin, sind in der Geschichte des Papiergeldes tausende von Währungen den Bach abgegangen, keine Währung (die nicht Gold- oder Silbergedeckt war) hat lange überlebt oder wurde zu Spielgeld.
    So hat der Dollar seit 1913 98% seines Wertes verloren und das britische Pfund hat nur noch 0,7% seines Wertes.
    Auf Deutsch:
    Man bekommt für 1 Pfund nur noch 0,7% des Silbers, das man mal früher dafür bekommen hat, als das Pfund noch mit Silber gedeckt war.
    Daher denke ich, dass bei einem Goldverbot, Silber nicht verboten wird, und mir sind immer noch verbotene Sachen lieber, als entwertete oder enteignete.
    Wer will das auch durchsetzen?
    Wo wollen die Leute suchen?
    Steuerhinterziehung ist auch verboten und bei rot über die Ampel fahren auch.
    Ich wohne z. B. als Deutscher in Spanien, und ich habe mit Sicherheit den Hauptbatzen der Unzen weder in Deutschland noch in Spanien gelagert.
    Aber- mal zu den Strompreisen.
    Die Strompreise sind hier in Andalusien bei allen Anbietern gleich.
    Bei 0,155654€/kWh Tagstrom 10 Stunden und
    0,078913€/kWh Nachtstrom 14 Stunden
    kommen wir bei einem Verbrauch von 750 KW pro Monat (9.000 KW im Jahr)
    Plus MwSt. und aller anderen Aufschläge, auf 130,00 Euro im Monat.
    Geglättet sind das 17,3 Cent /KW Endpreis.
    Solar ist in Spanien gestorben, weil die Regierung nicht Vertragstreue ist und sogar rückwirkend die Konditionen ändert oder streicht.
    Ich denke auch, dass wir, wenn der große Knall gekommen ist, schlauer sind und alle ein bisschen Recht haben werden, mit dem was wir prophezeit haben.
    Und dann reicht es ja auch.
    Reich werde weder ich mit meinen Unzen, noch Andere mit ihren Papieren.
    Wer nur nach Bestätigung für die eigene Meinung sucht, wird blind für echte Probleme; damit fasse ich mir auch an die eigene Nase.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  11. Alles klar mein Lieber!
    Nur: so ein An- und Verkaufsverbot ist das einfachste auf der Welt.
    Dazu müssen lediglich die Banken entsprechend angewiesen werden. Es sollte doch auch bekannt sein, dass alle Geldgeschäfte (z.B. Kauf von Fremdwährungen) über € 1.000,00 über das Konto abgewickelt werden müssen und somit jederzeit nachvollziehbar sind. Früher, in demokratischen Zeiten konnte man zur Bank gehen und für einen beliebigen Betrag Schweizer Franken oder Dollar kaufen. Genau das geht seit einigen Jahren nicht mehr.
    Selbstverständlich geht das mit der fehlenden Kreditbremse via Golddeckung nicht mehr ewig gut. Das Thema war ja, ob diese Kreditbremse nach einer allfälligen Währungsreform wieder installiert werden könnte. Und da sind wir uns einig: nein.
    Und zwar sowohl aus technischen Gründen (Goldmenge versus Geldmenge) und eben auch aus politischen Gründen.
    Und deshalb wird das Goldverbot immer über den Besitzern von physischem Gold schweben. Dieses kommt dann, wenn dies aus der Sicht der Notenbanken erforderlich ist.
    Die Geldumlaufmenge m3 könnte durchaus in den nächsten Jahren apokalyptische Ausmaße annehmen. Bei 150 % jährlicher Inflation sind 0 % Zins nicht mehr machbar. Bei korrektem Marktverhalten müssten dann 180 % zu erzielen sein.
    Wer dann unverzinstes Gold hat geht aber leer aus.

  12. Nachtrag: Ich wohne nicht dauernd und auch nicht als Resident mit Schein in Spanien. Aber eine Verwandte von mir wohnt in Denia und diese klagt, dass die Strompreise in den letzten drei Jahren um 25 % gestiegen seien. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
    Allerdings vom niedrigeren Niveau aus, verglichen mit Deutschland. Wir in Deutschland zahlen infolge dem unsäglichen Ökostrom mit all den hässlichen und Vögel mordenden Windmühlen ohnehin in Europa so ziemlich Spitzenpreise. Übertroffen von nur ganz wenigen Staaten.
    Kosten- Nutzen Rechnung scheint die angebliche Physikerin auf dem Kanzlersessel jedenfalls nie gelernt zu haben.

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