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28.12.1861: USA setzen Gold- und Silberstandard aus


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Am 28. Dezember 1861 setzte die US-Regierung aufgrund der hohen Ausgaben im Bürgerkrieg den Gold- und Silberstandard aus. Die neuen „Greenbacks“ ohne jegliche Deckung verloren darum rasch an Wert.

Goldstandard USA 1861
Goldstandard USA 1861, Bild: Gegenfrage.com

Im Jahr 1861 suchte die US-Regierung nach Möglichkeiten, die durch den Bürgerkrieg hohen Einnahmen zu erhöhen, ohne die Gold- und Silberreserven zu erschöpfen. Aus diesem Grund setzte Washington die Zahlungen von Gold und Silber bei der Einlösung von Banknoten aus.

Aus diesem Grund gaben die Vereinigten Staaten Geldscheine aus, die Greenbacks genannt wurden. Bis zum Ende des Krieges waren insgesamt 431 Millionen Dollar in Greenbacks ausgegeben worden. Weitere 50 Millionen Dollar wurden in kleinen Stückelungen emittiert, bekannt als „fractional currency“ (Bruchwährung) oder „shin plasters“ (Schienbeinpflaster).

Der Abkoppelung des Dollars von Gold und Silber folgte eine heftige Inflation in den kommenden Jahren. Unmittelbar nach dem Bürgerkrieg während des Wiederaufbaus gab es hohe Kapitalzuflüsse in die Vereinigten Staaten und eine allgemeine Verbesserung des Export-Import-Verhältnisses, da der exportdominante Süden wieder in den Norden integriert wurde.

Das US-Finanzministerium hatte jedoch im Sommer 1873 seine Bargeldreserven durch den Verkauf von Gold für 14 Millionen Dollar erhöht. Nationale Banken erhöhten auch die Ausgabe von Banknoten um 44 Millionen Dollar.

Kapitalabflüsse

Die Pleite mehrerer Eisenbahnunternehmen, darunter Jay Cooke & Company, trieb die Kapitalabflüsse aus den Vereinigten Staaten nach Europa an und schwächte die Dollarnachfrage, was zur Panik von 1873 führte. Dies wiederum führte zu einer weiteren Verringerung der Währungsreserven.

Die von den Banken gehaltenen Reserven reichten nicht aus, um im Herbst 1873 saisonbedingte Forderungen erfüllen zu können, da die US-Dollar-Reserven von 34 Millionen Dollar im September 1873 auf fünf Millionen Dollar im Oktober 1873 zurückgingen.

Zwei Ansichten dominierten diese Debatte. Die Konservativen und die Gläubigerklasse favorisierten „hartes Geld“, also die Wiederaufnahme des Goldstandards. Die Schuldner bevorzugten „weiches Geld“, den Greenback, der mangels Deckung rasant an Wert verlor und damit auch die Schulden entwertete.

Schlechte Währungspolitik

Beide Gruppen betrachteten die Panik von 1873 als das Ergebnis einer schlechten Währungspolitik, die ursprünglich das Wachstum der Produktion im Süden und Westen anzukurbeln. Man setzte auf „billiges Geld“ und damit auf niedrige Zinsen, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Weitere Befürworter des weichen Geldes waren Goldspekulanten und die Eisenbahnindustrie. Collis P. Huntington und andere Bahnunternehmer forderten angesichts der harten Geschäftsbedingungen, die die Rückzahlung der Schuldenlast erschwerten, eine weitere Ausgabe von Greenbacks.

Für die US-Wirtschaft führte der „steigende“ Goldpreis zu einer Verringerung der Inlandspreise gegenüber den Einfuhrpreisen, da viele europäische Währungen einschließlich des englischen Pfunds an den Goldpreis gekoppelt waren.

Daher unterstützten anhaltende inflationäre Maßnahmen wie die weitere Ausgabe von Greenbacks die heimische Industrie nur künstlich. Durch die verschiedenen Interessen innerhalb der USA entstanden verschiedene politische Strömungen.

Ende des Bimetallismus

Im Jahr 1873 wurde ganz nebenbei der „Coinage Act 1873“ verabschiedet, der das Ende des Bimetallismus und damit des Silbergeldes in den USA einläutete. Dieser Schritt ging auch als „Verbrechen von 1873“ in die US-Geschichte ein.

Dahinter steckte die Entmonetisierung von Silber als Geld, was für einige wenige eine große Chance darstellte, sich die Arbeitskraft der breiten Masse einzuverleiben. Mit dem Ende des Bimetallismus verschwand ein etwa die Hälfte der Geldmenge schlagartig aus dem Markt. Dies führte zu einer 23 Jahre dauernden Deflation mit durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr.

Zahlreiche Unternehmenspleiten und steigende Arbeitslosigkeit waren die Folge, die im Jahr 1896 als Folge der Panik von 1893 ihren Höhepunkt bei 19 Prozent erreichte. Silber stürzte im Verhältnis zu Gold ab, zunächst auf 18,4:1 im Jahr 1879 bis auf 30:1 im Jahr 1896. Gold stieg gleichzeitig im Wert gegenüber Waren.

Specie Payment Resumption Act

Nach der Verabschiedung des sogenannten Specie Payment Resumption Act fiel die Umlaufmenge des Greenbacks von Ende 1874 bis Januar 1875 von 382 Millionen auf 300 Millionen Dollar. Während der Präsidentschaftswahlen von 1880 diskutierten die verschiedenen politischen Lager das Gesetz heftig.

Durch die Rückkehr des Wohlstands im Jahr 1877 sammelte Schatzmeister John Sherman eine Goldreserve an. Diese sollte für bestehende Greenbacks, hauptsächlich aus dem Handel mit Europa, eingelöst werden.

Sherman stellte bis zum 1. Januar 1879 einen Tilgungsfonds vor. Dieser belief sich durch den Verkauf von Anleihen nach Europa und den Überschuss des US-Schatzamtes auf 133 Millionen Dollar. Als die Leute jedoch herausfanden, dass die Greenbacks mit Gold gedeckt waren, bestand nur geringes Interesse an einer Einlösung.

Es war ein Jahrzehnte dauerndes Hin und Her. Schließlich verankerte die Regierung den Goldstandard im Jahr 1900 gesetzlich und legte den Goldwert des Dollars auf 1,50463 Gramm fest.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia


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2 Kommentare

  1. Vorausgesetzt die USA besitzen noch ihre etwa 8.000 Tonnen Gold, dann könnten sie damit nur etwa *9 Monate* die laufenden Zinszahlungen für ihren Staatshaushalt leisten.
    Silber haben sie, soweit ich informiert bin, überhaut nicht mehr in Staatsbesitz gelagert.
    Die abertausende Tonnen Silber, die früher als Münzgeld zirkulierten, sind alle auf den Mülldeponien gelandet.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Jedenfalls sehen wir den Goldstandard in keiner Währung wieder. Sollte die dämliche Idee mit dem „Gold-Dinar“ nämlich realisiert werden, dann wäre dieser Dinar dann die Fluchtwährung per excelence. Der Schweizer Franken würde dann weit abgeschlagen werden.
    Daraus folgt, dass diese mit Gold unterlegte Währung deutlich aufwerten würde und alle anderen Währungen fallen parallel dazu. Daraus folgt, dass die Produkte dieser Länder; Öl, Gas, Datteln, Schokolade aus Stutenmilch, sich stark verteuern und Länder wie Russland oder Venezuela das ganz große Geschäft machen. Nein, Gold wird niemals mehr ein Währungsanker sein.
    Man erklärt einfach alle öffentlichen Grundstücke, Wälder etc. zur Sicherheit der Geldproduktion.

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