Goldpreis stieg dieses Jahr um 80 Prozent – in Rubel


von

Der Russische Rubel verliert rasant an Wert, weshalb Bürger in Moskau am Freitag vor dem Gebäude der Zentralbank demonstrierten. Der Goldpreis erhöhte sich im Jahr 2014 in Rubel um knapp 80 Prozent, Silber um knapp 60 Prozent.

Gold und Silber sind wahrscheinlich die beständigsten und ältesten Zwischentauschmittel der Menschheitsgeschichte und erfreuen sich seit jeher einer hohen Akzeptanz und einer verhältnismäßig stabilen Kaufkraft gegenüber Waren des täglichen Gebrauchs.

Geraten Staaten in wirtschaftliche Turbulenzen und werten darum die den Bürgern per Gesetz aufgezwungene Währung ab, wie es derzeit etwa in Russland der Fall ist, schützt Gold vor hohen Teuerungsraten. Allein in diesem Jahr stieg der Goldpreis um 79,31 Prozent (Quelle: Goldseiten.de, Stand heute), in den vergangenen vier Wochen um 27,27 Prozent. Am 24. November stand der Kurs noch bei knapp 55.000 Rubel je Unze Gold, heute sind wir bereits bei über 70.000 Rubel. Silber konnte in diesem Jahr um 56,76 Prozent zulegen.

Die in Russland lebenden Bürger ächzen derzeit unter den hohen Teuerungsraten, wie die Moscow Times meldet. Insbesondere Fremdwährungskredite sind ein riesiges Problem, da sich die Löhne nicht oder nur mit Verzögerung erhöhen. Am Freitag demonstrierten Bürger in Moskau vor der Zentralbank und hielten Plakate hoch mit der Aufschrift „Rettet den Rubelkurs“ oder „Die Zentralbank raubt unsere Zukunft“.

Eine Demonstrantin gab an, dass sie für ihre Arbeit in einem Büro 70.000 Rubel monatlich verdient, die Rate für ihre Fremdwährungshypothek jedoch auf 85.000 Rubel monatlich in die Höhe geschnellt ist. Die Zentralbank sagte in einem Statement am Freitag, dass sie sich nicht in Vereinbarungen zwischen Geschäftsbanken und ihren Kunden einmischen werde. Zwei Prozent aller Hypotheken in Russland werden in ausländischen Währungen abgerechnet.

1 Kommentar

  1. Selber schuld wenn man Kedite aufnimmt und dann noch in Fremdwährung. Da kann sich immer mal was verändern. Ersteres sollte man so gut wie es geht vermeiden und zweiteres sowieso

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.