Neues Finanzprodukt:
Goldman Sachs, JPMorgan lassen Kunden auf Euro-Crash wetten


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Die Wallstreet-Giganten Goldman Sachs und JPMorgan bieten ein neues Finanzprodukt an, mit dem Anleger von einem Zusammenbruch des europäischen Bankensektors profitieren können.

Goldman Sachs, JPMorgan, Additional Tier 1 Notes AT1
Goldman Sachs, JPMorgan, Additional Tier 1 Notes AT1, Bild: Gegenfrage.com

Goldman Sachs und JPMorgan bieten ihren Kunden ein neues Anlageprodukt an, mit dem sie auf die nächste Bankenkrise wetten können. Die beiden Wallstreet-Giganten werden einen Markt für Derivate schaffen, mit denen Anleger auf Bankschuldverschreibungen wetten können, welche als „Additional Tier 1 Notes“ (AT1) bezeichnet werden.

Dabei handelt es sich um Wertpapiere, die von wichtigen Kreditgebern nach der Schuldenkrise in der Eurozone emittiert wurden, um die Steuerzahler im Falle einer erneuten Krise vor teuren Rettungsaktionen zu schützen. Laut Bloomberg beläuft sich die Rendite dieser Papiere durchschnittlich auf 4,7 Prozent.



Im Allgemeinen liegt die Rendite bei normalen, langfristigen Schuldtiteln großer Banken derzeit bei weniger als 1 Prozent. AT1s sind daher ein Weg, um in Zeiten niedriger Zinsen eine hohe Rendite zu erzielen. „Infolgedessen haben AT1s enorme Investitionssummen mit einem globalen Markt von rund 150 Milliarden US-Dollar angezogen“, meldet der Business Insider.

Dies hat Goldman und JPMorgan dazu veranlasst, ein neues Derivat in Form eines „Total Return Swaps“ auf den Markt zu bringen. Dadurch können Anleger von den Schwankungen der AT1 profitieren.

Da die Papiere direkt an die Gesundheit europäischer Banken gebunden sind, könnten Anleger im Falle eines Zusammenbruchs des europäischen Bankensektors enorm profitieren, schreibt der Business Insider weiter. Auch andere Banken wollen diese neuen Derivate in den kommenden Wochen anbieten.

Quellenangaben anzeigen
bloomberg, businessinsider

2 Kommentare

  1. Die Commerzbank bot vor zwei Jahren Papiere an (Verkaufs-
    optionen) mit denen man auf den weiteren Kursverlust der Commerzbank (also der eigenen Bank) wetten konnte.
    Wer damals darauf einging, hat Geld verloren.

    Da systemwichtige Banken nicht bankrott gehen können, sondern vorher vom Steuerzahler gerettet werden, sind die oben angebotenen Papiere mehr als hochspekulativ.

  2. Das sind die Banken, die dann gegen die Papiere wetten, die sie ihren Kunden verkauft haben.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

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