Glyphosat: EU-Grenzwert 200 Mal höher als in Taiwan!


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In Taiwan wurden 62.000 kg Haferflocken aus den USA abgelehnt. Grund: Behörden stellten Glyphosat darin fest. Die maximal zulässige Menge Glyphosat in Nahrungsmitteln beträgt in Taiwan 0,1 ppm, in der EU sind es 20 ppm, in den USA sogar 30 ppm.

Monsanto, Bild von einer Demo in Berlin, eigene Fotografie
Monsanto, Bild von einer Demo in Berlin, eigene Fotografie

Nachdem taiwanische Behörden Glyphosat-Rückstände in aus den USA importierte Haferflocken festgestellt haben, wurden mindestens 62.000 kg der Ware aus dem Handel genommen. Zusätzlich droht dem US-Unternehmen Quaker Oats eine Geldstrafe in Höhe von sechs Millionen Dollar.

Glyphosat ist der Wirkstoff in Monsantos umstrittenem Herbizid Roundup, welches von der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wurde. Es ist das am weitesten verbreitete Herbizid der Geschichte und wird in Verbindung mit Monsantos „Roundup Ready“-GVO-Kulturen verwendet, die im Labor gegen Glyphosat resistent gemacht wurden.

Abgesehen von Krebs wird Glyphosat auch mit anderen schwere Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht, wie Geburtsfehler, Herzerkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit und Alzheimer. Im Gegensatz zur EU und den USA existieren in Taiwan strenge Grenzwerte für Glyphosat.

Grundsätzlich ist der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Taiwan verboten, zudem werden alle Produkte im Einzelhandel gekennzeichnet, in denen gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten sind. Die maximal zulässige Menge Glyphosat in Nahrungsmitteln beträgt in Taiwan 0,1 ppm, in der EU sind es 20 ppm, die 200-fache Menge. In den USA sind es sogar 30 ppm, 300 Mal so viel.

10 Kommentare

  1. Taiwan hat gesunde Grenzwerte, aber Russland auch.
    Westeuropäische Politiker scheinen durch die Bank bestochen zu sein.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. Oder die nehmen die Interessen der Bevölkerungen nicht ernst.
    Das trifft hundertprozentig für das Merkelregime zu.
    Gabriel und Maasen hatten doch die Katze aus dem Sack gelassen:
    Das (deutsche) Pack stört nur noch und deshalb brauchen wir die Umvolkung, gemäß dem Hooton Plan aus den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges.

  3. Was mich als Garten-und Landschaftsbauer an der ganzen Glyphosat-Diskussion stört, ist die Tatsache, dass man dabei immer das Kind mit dem Bad ausschüttet. Was die Gefährlichkeit der Anreicherung in den Lebensmitteln betrifft, da habe ich schon meine erheblichen Bedenken, hinsichtlich Krebsrisiko usw. Doch ich frage mich, was das mit meiner Tätigkeit zu tun hat.

    Ich habe überhaupt kein Interesse daran, das geschnittene Gras aus der Rasenpflege zu essen. Oder die Sommerblumen, oder die Koniferen, oder irgendwelche Sträucher.

    Genauso ist es nicht möglich, dass bei fachgerechter Anwendung dieses Mittel beim Abspritzen von Wegen und Plätzen (z.B. Round up) in das Grundwasser gelangt. Der Film, der hier genebelt wird, betrifft die grünen Pflanzenbestandteile, die werden benetzt, dann trocknet das Zeug darauf ein und zieht sich bis in die Wurzel rein. Daraufhin geht das Unkraut kaputt.

    Was will ich damit sagen: Man soll doch nicht alles in einen Topf werfen. Dort, wo die Kulturpflanze dazu dient, in eine Form des Lebensmittels einzufließen, dort soll das Zeug für die Anwendung verboten werden, solange nicht erwiesen ist, dass es keine gesundheitlichen Schäden verursacht.

    Dort, wo kein Mensch oder Tier in der Nahrungskette steht, kann man diese Substanzen doch ruhig anwenden, – natürlich streng nach Anweisung, um keine Kollateralschäden zu verursachen. Dazu gehts letztlich um den gesunden Hausverstand, wo ein erfahrener Gärtner die Entscheidung trifft, wann er zur Unkrauthacke greift, und wann er ein chemisches Herbizid verwendet. Man sollte die grüne Zunft nicht unterschätzen. Die denken oft weiter als sonst jemand.

    Monsanto als Hersteller ist ein Verbrecherklub, aber deshalb muss man doch nicht in eine blinde Hysterie verfallen. Vielleicht weiss es keiner, – aber z.B. mit Digitalis kann ich Patienten in verschiedenen Fällen helfen, aber ich kann sie auch damit umbringen. Soll man jetzt Digitalis verbieten?

  4. Ich selbst würde Monsanto nicht zum Verbrecherklub zählen, da gibt es noch andere Nummern.
    Monsanto tut das was andere auch tun.
    Und das ist: alles machen, was Geld bringt und gerade noch nicht verboten ist. Der Neoliberalismus und dessen extremer Auswuchs, der „Anarchokapitalismus“, lehnt jeden Staat und somit auch gesetzliche Regelungen ab.
    Doch wenn es um die Gesundheit geht, kommt man um gesetzliche Regelungen nicht herum.
    Hat das Merkel- Verwaltungsregime damit was zu tun?
    Natürlich nicht. Denn rund 75 % aller gesetzlichen Regelungen werden in Brüssel entschieden. Das war auch ein Grund für den Erfolg des Brexit. Und das wird auch einer der Gründe sein, warum die Politruks die Einheit Europas gegen die Wand fahren.

  5. Was bewirken die Chemikalien von Monsanto und Bayer usw.
    Bei tausenden von neu erfundenen Chemikalien werden nicht einmal die Produzenten eine Antwort darauf geben können und schon garnicht auf die Wechselwirkung der Chemie unter einander.
    Eines ist jedoch sicher, alles landet letztlich im Grundwasser !

    2014 war ich zwei Monate im Krankenhaus. Was ich da gesehen habe war mir bis dahin nicht bekannt, und vor allem nicht in dem Umfang.

    Jeder vierte Patient war zwischen 25 und vierzig Jahre alt und litt unter Multiple-Sklerose. Eine besonders grausame Nervenerkrankung, bei der der Betroffene mit zunehmenden Lähmungen zu kämpfen hat und das in jungen Jahren.

    Ich bin von 1950-1962 zur Schule gegangen und habe dabei eine große Anzahl junge Menschen kennen gelernt, mit denen ich auch später noch Kontakt hatte (keiner hatte MS).
    Nach meiner Krankenhausentlassung habe ich Stunde und Tage im Internet geforscht um zu erfahren, woher MS kommt. Das Resultat war gleich NULL.
    Es gibt einige Klugscheißer die behaupten zu wissen, wie man dieser Krankheit begegnen kann und ihren Verlauf verzögern kann, aber auf meine Frage : Woher diese Krankheit kommt, habe ich nie eine Antwort bekommen.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  6. @ Grillbert

    Dazu habe ich natürlich auch keine Lösung, aber eine Überlegung:
    stelle er sich vor, von heute auf morgen würde niemand mehr weltweit an Krebs erkranken.
    Was für eine Katastrophe, was für ein Drama!
    Da würden sofort weltweit hunderte Milliarden an Umsatz Dollar für die Pharmaindustrie wegbrechen.
    Dann arbeiten die Gehirne: es muss sofort ein Ersatz her, eine Ersatzkrankheit.

  7. Dieter Porten:
    Ich zähle Monsanto aus einem einfachen Grund zum Verbrecherklub:
    Sie ködern die Bauern in den Staaten, in denen einfach gestrickte Landwirte leben, die von Biologie keine theoretischen Kenntnisse haben, mit Billig-Saatgut. Vertraglich verpflichten sie die Bauern, nur noch das Saatgut von ihnen zukünftig zu kaufen.

    Was die Bauer nicht wissen, ist, dass diese Züchtungen mit Terminatorgenen versehen sind, und zwar der unterschiedlichsten Art. Das können T-Gurts, V-Gurts, und sonst was sein. Zweck dieser Methode ist es, die Samen aus den angebauten Produkten für eine nächste Aussaat unbenützbar zu machen. Das bringt die Bauern in die Abhängigkeit von Monsanto; – das Saatgut können sie dann nur mehr vom Konzern kaufen. Das erste Jahr sind es Dumping-Preise, das nächste Jahr gemäßigt, dann wird die Schraube langsam hochgedreht.

    Der „Erfolg“: Viele Bauern können dann das teure Saatgut nicht mehr kaufen und werden in den Ruin getrieben. Wieviele Bauern sich bereits in verschiedenen Ländern deswegen umgebracht haben (Asien, Südamerika, etc.), wird verschwiegen.

    Um der Wahrheit die Ehre zu geben, – Monsanto steht nicht allein da, – ist aber in verschiedenen bereichen Marktführer. Es gibt noch Pioneer, Syngenta, usw. Auch sie sind Verbrecherklubs.

    Hab mich in Rumänien umgehört. Keiner der Bauern, der von diesen Verbrecherklubs geködert wurde, weiss, was auf ihn zukommt. Die Leute sind ungebildet und vertrauensselig, – es sticht ihnen der niedrige Anfangspreis für das Saatgut ins Auge, neben anderen Vorteilen.

    In diesem Zusammenhang ist es fast sekundär, dass von solchen Firmen auch Herbizide auf den Markt kommen, die gleichfalls bedenklich sind. Hier kann man sich als Verbraucher, insbesonders als Fachverbraucher, ja informieren (wenn man will). Das Negative dabei ist, dass Konzerne wie BASF, Bayer, etc., die eigentlich dasselbe machen (wollen) und auch Herbizide produzieren, strengeren Auflagen in Europa unterliegen als die Konzerne aus Übersee.

    Deshalb müssen diese Dinge wie TTIP und CETA vom Tisch, die den US-Konzernen in Europa den roten Teppich für alles und jedes ausrollen. Schnell und ein für alle Mal.

  8. Aktuell wieder veröffentlicht dieser Artikel aus 2013

    http://www.globalresearch.ca/the-seeds-of-suicide-how-monsanto-destroys-farming/5329947

    Deutsche Firmen sind schon seit dem Vietnamkrieg beteiligt gewesen in Sachen Herbizide & Pestizide und somit verbunden mit Monsanto in Sachen Agent Orange, Agent Blue und Agent White.

    http://recentr.com/2016/05/24/bayer-monsanto-agent-orange/

    Herbzide und Pestizide WOLLEN die NICHT JETZT ERST produzieren, wie oberhalb im Kommentar erwähnt wird. Welch eine unqualifizierte Aussage! (Kopfschüttel)
    Das macht die Bayer AG schon ewig!!! Vielleicht mal deren Produktpalette
    einlesen und nachprüfen was der Oberbegriff PLANZENSCHUTZMITTEL bedeutet.

    Als Pestizid im weiteren Sinne werden sämtliche Pflanzenschutzmittel sowie die Mittel zur Schädlingsbekämpfung bezeichnet. Herbizide sind Unkrautvernichtungsmittel. Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate, eine biologisch wirksame Hauptkomponente einiger Breitbandherbizide zur Unkrautbekämpfung. Beim Einsatz solcher Mittel kommt es wahrscheinlich auf die Dosis an. In Vietnam war es eine Überdosis, und bis heute zahlen die USA Entschädigung. Monsanto musste 2, 4 Millionen US$ an US Farmer zahlen, es ging um Saatgut. Und aktuell wollte die Bayer AG Monsanto kaufen, das ist wohl abgeblasen mittlerweile.

  9. Man achte dieses Jahr speziell auf Mittel Europa, Nördl. Peripherie. …wo sind Bienen Wespen etc.pp
    Der Countdown läuft. …….
    Komm mir bitte Niemand mit dem Wetter

  10. Der Helmut hat es leider nicht gerafft. Roundup ist eben leider nicht biologisch abbaubar, wie Monsanto behauptet. Ausserdem tötet es Bienen und andere Insekten. Honig wird verseucht. Spätestens mit dem nächsten Regen wird das Zeug verteilt und selbstverständlich gelangt es auch ins Trinkwasser. Es gelangt in die Flüsse, Seen, Meere. Wenn es biologisch abbaubar wäre, wäre es dort nicht drin.

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