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Für Hiroo Onoda dauerte der Zweite Weltkrieg bis 1974


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Für den japanischen Offizier Onoda dauerte der Zweite Weltkrieg bis 1974, da er nicht wusste, dass Japan 29 Jahre zuvor kapituliert hatte.

Hiroo Onoda
Hiroo Onoda

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 gab ein japanischer Offizier namens Hiroo Onoda nicht auf und setzte den Krieg für weitere 29 Jahre fort, weil er nicht wusste, dass Japan kapituliert hatte und der Krieg zu Ende war.

Hiroo Onoda war im Jahr 1944 auf der Insel Lubang stationiert. Seine Befehle lauteten: Alles tun, um feindliche Angriffe auf die Insel abzuwehren, niemals aufgeben. Onoda, der mit drei anderen Soldaten dort ausharrte, befolgte seine Befehle. Ganze 29 Jahre nach der Kapitulation Japans war er noch immer bereit für das Gefecht gegen den Feind.



Der Grund war, dass er nichts von der Situation außerhalb der Insel mitbekam. Während dieser Zeit töteten Onoda und seine Gruppe etwa 30 philippinische Bewohner der Insel und hatten Feuergefechte mit der Polizei.

Einziger Überlebender

Am Ende war Onoda der einzige Überlebende seiner Gruppe. Im Jahr 1974 wurde er von einem japanischen Reisenden namens Norio Suzuki angetroffen. Onoda sagte ihm während des Gesprächs, dass er sich nur ergeben würde, wenn er einen Befehl von einem Vorgesetzten erhalten würde.

Erst als die japanische Regierung einen Kommandeur aus dem Zweiten Weltkrieg entsandte, Major Yoshimi Taniguchi, um sich mit ihm zu treffen und ihm den Befehl zu erteilen, alle Kampfhandlungen „im Einklang mit dem kaiserlichen Befehl“ einzustellen, zeigte sich Onoda dazu bereit.

Diese Geschichte sorgte in Japan für großes Aufsehen und Onoda kehrte als Held in sein Land zurück. Er starb am 16. Januar 2014 an Herzversagen.

2 Kommentare

  1. 1922 geboren, sollte der gute Onada über 90 Jahre alt werden.

    Ich will nicht so weit gehen zu behaupten, da sieht man mal, wie alt man ohne Arzt wird. (Schließlich verbrachte er seine letzten 40 Jahre in der Zivilisation.) Aber das karge Leben schien einen guten Einfluß auf seine Gesundheit gehabt zu haben. (Tatsächlich gründete er auch später in Japan eine Naturschule)

  2. Die Geschichte um diesen „Helden“ ist sehr skurril. Die Insel ist ca. 30 km lang und 10 km breit und hat um sich noch 3 kleinere Nebeninseln. Alles ist auch ausreichend besiedelt.

    Der Mann hat sich in seiner krankhaften Nibelungentreue in einem Teil des dichten Urwaldes verkrochen. Aber er hat die 29 Jahre seines Daseins dort nicht als Eremit gefristet.

    Die Story über ihn eignet sich jedoch gut zur Mystifizierung, denn das ist wie Balsam auf die Seelen von Kriegslosern.

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