Fidel Castro: Euro und Dollar bald "nutzloses Papier"


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In einem neuen Artikel prophezeit der frühere kubanische Präsident Fidel Castro das Ende von Euro und Dollar. Die Zukunft sieht er in China und Russland. Zudem kritisiert er die NATO scharf und vergleicht diese mit der deutschen Waffen-SS.

Fidel Castro Foto: Agência Brasil, CC-BY-3.0-br
Fidel Castro
Foto: Agência Brasil, CC-BY-3.0-br

Die westliche Politik wird den Euro und den Dollar abhängig machen vom chinesischen Yuan und dem russischen Rubel. Dies schrieb Kubas ehemaliger Präsident Fidel Castro in einem Artikel, welcher auf der Website Cubadebate veröffentlicht wurde.

Der am Montag veröffentliche Beitrag kritisiert die Politik Washingtons und seiner europäischen Verbündeten, welche zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft führen und aus Euro sowie Dollar „nutzloses Papier“ machen wird. „Die wachsende chinesische Wirtschaft und deren Interaktion mit der russischen Wirtschaft mit seinen riesigen wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten, werden zur Abhängigkeit der europäischen und amerikanischen Währungen von Rubel und Yuan führen“, argumentierte der kommunistische Politiker. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft stehe „unter der unerbittlichen und bedingungslosen Herrschaft der USA“ und dank der „beiden großen von Marx‘ Ideen inspirierten Nationen“ nahe nun das „Ende der kolonialen und imperialistischen Weltordnung“, schrieb Castro.

In einer anderen Kolumne verglich der 88-jährige die NATO mit der deutschen Waffen-SS und beschuldigte die USA und deren Verbündete des Schürens von Konflikten im Ausland. Er bezeichnete den US-Politiker John McCain als „Israels bedingungslosesten Verbündeten“ und nannte beide als Verantwortliche für die Schaffung der ISIS-Kampftruppen.