Federal Reserve macht die Armen noch ärmer, sagt ehemaliger Fed-Chef


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Der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve in Minneapolis räumte in einem Blog-Post ein, dass die Geldpolitik der Federal Reserve die Armen in den vergangenen Jahren noch ärmer gemacht hat.

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Marriner S. Eccles Federal Reserve Board Building“ von AgnosticPreachersKidEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Eine häufige Kritik an der Federal Reserve ist, dass ihre Geldpolitik der Wallstreet dient und nicht der normalen Bevölkerung. Sie drückt durch ihre unbegrenzten Geldmittel die Werte von Aktien und Anleihen nach oben, wodurch natürlich in erster Linie wohlhabende Investoren und Banken profitieren.

In einer neuen Bloomberg-Kolumne stimmt Narayana Kocherlakota, ehemaliger Vorsitzender der Fed in Minneapolis, diesem Argument zwar nur eingeschränkt zu, räumt jedoch ein, dass die Federal Reserve die Armen noch ärmer gemacht hat. Er zitierte Daten der Fed Survey of Consumer Finances und zeigte auf, dass durchschnittliche US-Familien heute aufgrund der Geldpolitik heute schlechter dastehen, als im Jahr 1989.

Die Fed habe seither nicht genügend Vermögenswerte aufgekauft, argumentierte Kocherlakota. Die Geldpolitik sei über die Jahre „zu eng“ gewesen. Die heutige Aufgabe der Federal Reserve sei es, fügte er hinzu, die Immobilienpreise besser zu stützen. Wie genau das aussehen soll, erwähnte er in seinem Beitrag jedoch leider nicht.

Kocherlakota ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Rochester, war von 2009 bis 2015 Präsident der Federal Reserve in Minneapolis und schreibt heute Kolumnen für Bloomberg. Zuletzt kritisierte er die Obama-Regierung für die „viel zu geringe Staatsverschuldung“ der USA.

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