Ex-Präsident Jimmy Carter: Die Demokratie ist tot


von

Ein hartes Urteil über die Politik fällte der frühere US-Präsident Jimmy Carter in einem Interview: „Die Demokratie ist tot.“ Das politische System in den USA sei eine Oligarchie und er selbst habe heute in Ermangelung von 200-300 Millionen Dollar überhaupt nicht mehr die Möglichkeit zu kandidieren, selbst wenn er dies beabsichtige.

„Four U.S. presidents in 2013“ von Pete Souza - White House (P042513PS-0658). Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
Carter links, „Four U.S. presidents in 2013“ von Pete SouzaWhite House (P042513PS-0658). Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Die Tatsache, dass alle US-Präsidentschaftskandidaten mindestens über 200 Millionen verfügen müssen, zeigt die Verwandlung des Landes von einer Demokratie zu einer Oligarchie. Dies untergräbt unwiederbringlich moralische und ethische Grundlagen des Landes, sagte der Friedensnobelpreisträger und 39. US-Präsident Jimmy Carter in einem Interview mit Oprah Winfrey.

Carter sagte, er selbst hätte heute nicht mehr die Möglichkeit für das Amt des Präsidenten zu kandidieren, da man dafür steinreich sein muss. „Es gibt keine Möglichkeit für die Demokraten oder Republikaner zu kandidieren, ohne 200 oder 300 Millionen Dollar oder mehr aufzubringen“, sagte er während der Show. „Ich habe diese Absicht nicht, doch wäre ich dazu auch überhaupt nicht in der Lage.“

Die Politik in den Vereinigten Staaten habe sich durch die hohen Summen, die bei den Wahlen eine Rolle spielen, von einer Demokratie zu einer Oligarchie verwandelt, sagte der Ex-Präsident. Seit 1976 habe sich auch die Kluft zwischen Demokraten und Republikanern vergrößert, fügte der 90-jährige hinzu. Mehr als die Hälfte aller Senatoren und Abgeordneten in den Vereinigten Staaten sind Millionäre, wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt.

Jimmy Carter war zwischen 1977 und 1981 Präsident der Vereinigten Staaten. Zuvor war er Gouverneur von Georgia. Nach seiner Amtszeit als Präsident gründete er das international renommierte Carter Center, spezialisiert auf Gesundheitsversorgung und Demokratiefragen auf der ganzen Welt. Carter ist seit Ende des Zweiten Weltkrieges der einzige US-Präsident, unter dessen Regierung die US-Armee kein anderes Land überfallen hat.

Im Jahr 2002 erhielt Carter den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, „friedliche Lösungen für internationale Konflikte zu finden, um Demokratie und Menschenrechte zu fördern, und für die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.“ Im August wurden ein Melanom und Metastasen in Leber und Gehirn festgestellt. Er befindet sich derzeit in Behandlung.

4 Kommentare

  1. Wenn ich sehe, wie der Obama auf dem Bild oben dem Bush blöd grinsend die Hand auf die Schulter legt, kommt mir die kalte Kotze hoch. Und der Blick vom Bush selber ist noch Augenkrebs-erregender widerlich.
    Verlogenes Dreckspack alle miteinanander!

  2. @ pierre,
    deswegen wird der fnp ja auch demnächst in Pengbumm-Nobelpreis umbenannt. Schließlich kommt das Preisgeld ja von Pengbumm.

  3. Es hat in den USA nie eine Demokratie gegeben.
    Auch unter Erdnuss-Jim nicht.
    Dieser Staat war immer eine Oligarchie.
    Er wurde schon so gegründet.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.