'EU-Zusammenbruch, Bankfeiertage und Krieg'


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Gerald Celente sagte im Interview mit dem Nachrichtensender ABCNews Australia, dass die EU binnen 90 Tagen zusammenbrechen und Bankfeiertage und Krieg die Folge sein könnten. „Ich würde sagen, dass ich seit Beginn meiner Tätigkeit vor 30 Jahren niemals besorgter war als heute“, so Celente.

In seiner jüngsten Prognose mit dem Titel „The First Great War of the 21st Century-Prepare, Survive, Prevail“ malt er ein düsteres Bild für das Jahr 2012. Die Proteste, die in Tunesien, Ägypten, Jemen, Syrien, Bahrain und Katar ihren Anfang nahmen und sich auf das Vereinigte Königreich, Griechenland, Italien, Osteuropa und Zentralasien ausbreiteten, würden auch auf die Vereinigten Staaten überschlagen. Was die Welt bisher gesehen habe sei nur ein Symptom der Finanzkrise, welche ihre Anfänge mit dem Zusammenbruch von Bear Stearns im Jahr 2008 genommen hatte. Trotz Billionen von Dollars, die die Volkswirtschaften in die Krisenbekämpfung investiert hätten, stehe die Welt vor einer Depression, so Celente weiter.

Die großen Volkswirtschaften müssten in diesem Jahr 7,3 Billionen Dollar refinanzieren, was nur durch die Aufnahme neuer Schulden möglich sei. Vor diesem Hintergrund würden die Länder der Europäischen Union wie Dominosteine fallen. „Wenn Sie in Griechenland leben, sehen Sie eine Depression, wenn Sie in Spanien leben, sehen Sie eine Depression, wenn Sie in Portugal oder Irland leben, sehen Sie eine Depression“, sagte Celente. „Wenn Sie in Litauen leben, dann rennen Sie auf die Bank, um ihr Geld abzuheben, weil es gerade einen Bank Run gibt – das ist eine Depression.“ Auch Ungarn, Rumänien, Bulgarien und weitere Teile Osteuropas befänden sich in einer Depression.

Auch China könne die betroffenen Länder nicht retten, da man „auch dort kein Geld zum Herumwerfen“ habe. „China hat 1,3 Milliarden Menschen mit einer Million Probleme.“ China werde nicht mehr den Kredithai spielen und Geld an jemanden verleihen, der alte Schulden nur mit neuen Schulden begleichen kann. „China hat eigene Probleme zu bewältigen.“

Celente verglich die Situation mit der der 1930er Jahre. „Sie können sogar einfach nur Christine Lagarde zuhören, der Leiterin des Internationalen Währungsfonds, oder liebevoll ausgedrückt, der Internationalen Mafia Föderation, die bereits Parallelen zog zum Crash von 1929, der Weltwirtschaftskrise, der Währungskriege, der Handelskriege und dem Weltkrieg.“ Mit der Panik von 2008 sei eine Große Depression losgetreten, die die Immobilienpreise in den USA stärker zusammensacken ließ als während der Großen Depression, so Celente. „Zwangsvollstreckungen nehmen weiter zu und Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, benötigen durchschnittlich über 40 Wochen, um einen anderen Job zu finden, der ihnen nur ein Bruchteil des alten Einkommens bietet.“

Die Geschichte habe gezeigt, dass Menschen nach radikalen Lösungen suchen und sich aus der wütenden Menge ein „nationaler Chauvinismus“ bilde. Die Suche nach politischer Sicherheit ende in der Regel mit Krieg, führte er weiter aus. „Und wenn man alles addiert, sehen wir bereits die Anfänge eines großen Krieges.“

Celente riet dazu, Vorbereitungen für eine schnelle Flucht aus den Vereinigten Staaten zu treffen, für den Fall dass ein Bankfeiertag verkündet wird. Da die Auswirkungen einer Dollar-Abwertung nicht klar seien, habe die Regierung NDAA-Gesetze verabschiedet und FEMA Camps eingerichtet. „Die Folge könnte ein amerikanischer Bürgerkrieg im Stil des amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 sein“ sagte Celente abschließend.

10 Kommentare

  1. Wenn du eine sehr mächtige Position und auch sehr mächtige Freunde in hohen Positionen hast und sich auf einmal ein Gegenpol zu deiner Machtbasis bildet, der zudem noch wirtschaftlich sehr stark und ehrgeizig ist, was würdest du tun? Ich denke du würdest mit allen Mitteln deine Position zu halten versuchen und Zwietracht am Gegenpol säen. Sicher, die EU ist ein sehr wackliges Konstrukt. Jedoch ist uns dieses Gebilde nur ein Klotz am Bein, weil wir uns damit nicht identifizieren können und weil wir sehen, wie viel Korruption innerhalb der EU Regierung herrscht UND weil diese EU ohne unsere Zustimmung gebildet wurde, mit einer Verfassung, die wir nicht verabschiedet haben und Gesetzen, die uns einschränken. Ich denke, der Feind sitzt in den eigenen Reihen, interveniert gegen das Gute und wartet nur auf den günstigen Augenblick der Wehrlosigkeit.

  2. Das Jahr 2012 wird in der Tat zu einem grossen Umbruch unserer westlichen – auf Pump lebenden Gesellschaft werden. Nicht etwa weil der Maya Kalender endet sondern weil genau dieses Jahr für den unvermeindlichen Zusammenbruch ausgesucht wurde. Das diese unglaublich hohen Schulden nie – und nimmer zurück gezahlt werden können, sollte in der Zwischenzeit jeder verstanden haben der nicht den Lügen unserer Politiker aufgesessen ist. Man versucht einen sanften Reset der jedoch nicht gelingen wird da die Schuldlen einfach zu hoch sind. Dieser Reset wird aber so oder so kommen und er wird für uns alle Schmerzhaft sein. Ohne Volksenteignung wird der nicht zu bewerkstelligen sein. Irgend etwas grosses wird in diesem Jahr passieren weil es auf dieses Jahr geplant wurde. Maya Kalender hin oder her.

  3. nur ein (politisches) totes Murksel ist ein gutes Murksel für D
    und nur eine USA, die ausschließlich mit sich selbst beschäftigt sind um den Fäulnisprozess von innen aufzuhalten, sind eine gute USA.

  4. Den Zusammenbruch der Verenigten Staaten und Bürgerkrieg sagte schon 2008 der russische Experte Igor Panarin vorher.

    Zitat: Als Ursachen für den möglichen Zerfall der Vereinigten Staaten nannte er erstens die zunehmenden Finanzprobleme. „Diese werden zunehmen. Millionen von Bürgern haben ihre Ersparnisse eingebüßt. Die Preise und die Arbeitslosigkeit werden steigen. General Motors und Ford stehen am Rande des Zusammenbruchs. Das bedeutet, dass ganze Städte arbeitslos werden.“

    „Bisher wurde die Unzufriedenheit von den Wahlen und der Hoffnung darauf gebremst, dass Obama ein Wunder vollbringen wird. Gegen Frühjahr wird aber klar, dass es kein Wunder gibt“, so Panarin.

    Ein weiterer Faktor ist die verletzbare politische Struktur der USA, äußerte der Experte. Das Land hat kein einheitliches Recht. Es gibt nicht einmal einheitliche Straßenverkehrsregeln. Außerdem sind auch die Eliten unter den Bedingungen der Krise gespalten.

    Laut seiner Prognose wird das Land in sechs Teile zerfallen: die Pazifikküste mit der wachsenden chinesischen Bevölkerung; den Süden mit den mehrheitlich Spanisch sprechenden Einwohnern, Texas, wo die Unabhängigkeitsbewegung wächst, die Atlantikküste, die völlig andere Völkerschaften und eine andere Mentalität vertritt und eventuell in zwei Teile zerfällt, die fünf ärmeren zentralen Bundesstaaten und den Norden, wo der kanadische Einfluss stark ist.

  5. @moribundus, hunsrückbauer und ähnlich denkende…

    Das Problem ist nicht irgendein Staat. Es sind die Menschen HINTER den Kulissen – nicht du oder ich – die den Staat ausmachen. Staat als Einheit der darin wohnenden Bürger ist eine Fiktion, ein Traum. Es gibt keine Legitimation für einen Staat, nicht für einen in der Welt. Staat ist nichts weiter, als die wirtschaftliche, oder durch Krieg und Ausrottung errungene Macht eines ganz kleinen Häufchens von Menschen, die sich für wichtiger halten als den Rest der Welt. Und genau das ist das Problem. Ein paar durchgeknallte beschließen Krieg, Frieden, Embargo, was auch immer und schon soll es der Staat gewesen sein…

    Mitnichten! Wenn ich im obigen Kommentar die „Mächtigen“ angesprochen habe, so repräsentieren diese eben NICHT irgend einen Staat, in dem sie leben. Es sind ausnahmslos Globalisten und sie tun, was für sie wichtig ist nämlich, den Kuchen untereinander aufzuteilen. Dass es in diesen Kreisen nicht ohne Hauen und Stechen geht, erleben wir tagtäglich.

    Demokratie ist ebenfalls eine Illusion. Es kann und wird sie nicht geben! Punkt. Ein Volk kann nicht vom Volk regiert werden, schon gar nicht, wenn man sich selbst der Nächste ist. Was wir in Wahrheit wollen, können wir noch nicht einmal ansatzweise definieren. Wie auch? Wir kennen ja noch nicht einmal den Zustand von Zufriedenheit, Glücklichsein und Nächstenliebe. Schaut euch die Welt an, selbst hier, in unserem Lande ist die Spaltung bis in die kleinste Einheit Gang und Gäbe. Diese Spalung setzt sich fort über Ländergrenzen hinweg. Wie will man Einigung erziehlen, wenn man mit sich selbst nicht im (r)einen ist?

    Um nochmal einen Schwenk ins Topic zu bekommen, WIR sind für die Globalisten in aller Welt ein gefundenes Fessen, wenn Europa auseinander bricht. Die Idee einer europäischen Gemeinschaft ist nicht die Idee, der in Europa lebenden Menschen. Dafür ist es auch noch nicht reif. Europa wurde von Kriegen zefressen, unzwar durch jene, die jetzt ihre Krallen nach unserem Hab und Gut ausstrecken. Die Wunden sind noch nicht verheilt und Gott allein weiß was an diesen riegen Wahrheit und Lüge war. Bar dieser Tatsachen sollen wir uns VEREINEN? Wie soll das denn gehen?

    Nein und nochmals nein! Die Globalisten und Neocons wetzen schon die Messer. Sie wissen, das wir uneins sind und sie wissen auch, das sie dadurch leichtes Spiel haben. Auch ich bin gegen DIESES Europa, gegen DIESE Regierung, gegen DIESEN Kapitalismus – ABER – ich bin auch gegen die Kapitulation vo diesem Dreckspack.

    …ich habe fertig

  6. @Wanderer – Kennen Sie sowas wie Verhaltensregeln? Ihr Auftritt ist vor allem ein Beleg für eine schlechte Kinderstube.

  7. Das Problem aller großen Volkswirtschaften und ihrer Fiatgeldsysteme ist die zunehmend ungleiche Verteilung der Geldvermögen. Daraus resultiert eine zu hohe Sparquote, die dann ihrerseits nach rentablen Investitionen sucht. Da Investitionen und Sparquoten schon länger im Ungleichgewicht sind haben die Staaten versucht über Verschuldung mittels Investitionen und Umverteilung das System im Gleichgewicht zu halten. Dieses System hat eine Weile funktioniert und ist nun Grenzen angelangt und ein neues nicht in Sicht. Wie die Vermögensvernichtung und neue Umverteilung dann abläuft ist die große Zukunftsfrage.

    Wenn Staaten sparen sollen und gleichzeitig die Finanzoligarchen über Steuerzahler gerettet werden sollen, wie dies momentan passiert, dann steht aber mehr auf dem Spiel als „nur“ die Vermögensvernichtung. Insofern teile ich Celentes düastere Meinung, dass es dann zu „radikalen Lösungen“ kommen wird, wie immer die aussehen mögen.

  8. @moribundus

    Sag das denen, die die Welt in den Abgrund reiten. Mir eine magelnde Kenntnis von Verhaltensregeln vorzuwerfen ist angesichts der weltweiten Probleme ein Witz. Demnach müßtest du also ein Witzbold sein.

    @lidon
    Danke 🙂

  9. Dave Mustaine von Megadeth hat dieses Thema 2009 in dem Song Endgame behandelt. War wohl eine weise Vorahnung von ihm.

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