Erdogan bezeichnet Demonstranten als "Plünderer"


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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Demonstranten als „Plünderer“ bezeichnet und forderte die Bürger der Türkei dazu auf, als Reaktion auf die „wüsten Proteste“ bei den Wahlen im nächsten Jahr seine Partei zu wählen.

Premier der Türkei: Recep Tayyip Erdogan
Bild: Wikipedia

„Es bleiben nur noch sieben Monate bis zu den Wahlen und ich möchte, dass ihr ihnen eine Lektion mit demokratischen Mitteln an der Wahlurne erteilt“, sagte Erdogan während einer Rede vor Anhängern in der südtürkischen Stadt Adana am Sonntag.

Er fügte hinzu: „Wir werden nicht dasselbe tun wie die Plünderer, die brandstiften und zerstören.“ Weiter beschrieb er die Demonstranten als „Anarchisten“ und „Terroristen“, die in „niederträchtiger Weise“ die Regierung des Landes beleidigen. In Istanbul, Ankara, Izmir und so gut wie allen weiteren Städten der Türkei finden seit knapp zwei Wochen teils heftige Proteste gegen die AKP-Regierung unter Erdogan statt. Die türkische Polizei steht dabei aufgrund exzessiver Gewaltanwendung gegen Demonstranten in der Kritik. Am 7. Juni hatte der türkische Premier ein sofortiges Ende der Demonstrationen im Land gefordert.

Erdogan sieht sich in der Türkei mit Widerstand aus verschiedenen Richtungen konfrontiert. Umweltschützer und Regierungskritiker demonstrieren Seite an Seite, einige protestieren gegen die Polizeigewalt, hauptsächlich kochen jedoch alte Konflikte zwischen kemalistischen Anhängern des Türkei-Gründers Atatürk und der AKP-Regierung hoch. Die Kema­lis­ten sind verhältnismäßig west­lich aus­ge­rich­tet und haben die Tür­kei in den 1930er-Jahren in die Moderne geführt, zudem haben sie es geschafft Staat und Reli­gion zu tren­nen und die Scha­ria als Rechts­grund­lage abzu­schaf­fen. Sie werfen der AKP vor, gegen die Prinzipien des Türkei-Gründers zu stehen.



Zusätzlich verübeln der Regierung zahlreiche Bürger den Anschlag in Reyhanli, der Syriens Regierung angehängt werden sollte und bei dem 50 Menschen ums Leben kamen. Tatsächlich wurde das Attentat von den von Erdogan unterstützten Kampftruppen der FSA (Freie Syrische Armee) durchgeführt, die in Syrien gegen die Regierung kämpfen. Kurz vor dem Anschlag hatten sich aufgebrachte Bürger der Stadt versammelt und heftig gegen ein dort befindliches Camp der FSA protestiert. Grundsätzlich stehen viele Türken der aktuellen Syrien-Politik der AKP äußerst kritisch gegenüber.

Nicht zu vergleichen ist die Situation in der Türkei mit dem sogenannten „Arabischen Frühling“ in Tunesien, Ägypten, Libyen oder Syrien, welchem eine von westlichen Banken befeuerte Nahrungsmittelkrise vorausging.

5 Kommentare

  1. je mehr auf die Glocke, desto mehr arabischer Frühling und es tut gut zu wissen, dass ein Teil der nordatlantischen Terror-Org. den arabischen Frühling haben möchte…..

    also Erdu, hau drauf, auf dass dir die Fetzen um die Ohren fliegen und du dann in Amiland deinen Altersruhesitz finden wirst bevor sie dich in diner Heimat lynchen…..

    heia Safari, es geht ab, mit volldampf gegen die Wand! Dem Ami scheint echt alles egal. Wäre ja nicht verkeht, wenn yellowstone das land in Duneklheit hüllen würde…..

    Ami go home

  2. autsch, gar nicht gut für den imperialismus vom segelohr. in europa wohnen überall sehr viele türken und nun sieht man wie die bullen in einem NATO-staat die demonstranten niederprügeln. das versaut natürlich alles. vielen dank liebe türken, das ist wirklich ein weg um die verbrechen in syrien zu stoppen!! jeder sieht die paralelen sehr genau und die legitimation für einen einmarsch in syrien gibt es jetzt erstmal nicht mehr!

  3. Es ist die Prohibition,

    noch nie in der Geschichte der Menschheit ist es gelungen aus religiösen Motiven Alkohol als Genußmittel zu verbieten.Britische Wissenschaftler stellten die These auf, das der Vormensch Getreide mehr für die Erzeugung alkoholischer Getränke nutzte denn als Nahrungsmittel.
    Erdogan füllt sich sehr stark und kann nicht zwischen Mitläufern und echten Prostierern unterscheiden.
    Je mehr er Druck einsetzt, umso heftiger werden die Gegenreaktionen. Ich weiß aber nicht ob das auch wieder schon von irgendwelchen „Think Tanks“ ausbaldowert wurde.

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