Engdahl: "Der Westen kämpft um libysche Ölfelder"


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Libyen hat Monate des Chaos hinter sich, gleichzeitig stehen dem Land chaotische Monate bevor. Der Politologe William Engdahl sagte in einem Interview mit dem Nachrichtensender RT, dass der Sturz der libyschen Regierung lediglich westlichen Öl-Interessen diene. „Libyen steht vor einem großen Chaos, das sich noch lange hinziehen kann und niemand weiß, was am Ende dabei herauskommt.“ Das Ziel sei eine totalitäre Demokratie und eine neue Weltordnung, so Engdahl weiter. Der Krieg sei ein von den USA und der NATO konzertierter Aufstand gegen die libysche Regierung gewesen, um die Ölfelder des Landes untereinander aufzuteilen. Engdahl ist als Wirtschaftsjournalist tätig mit dem Schwerpunkt auf Öl-, Energie- und Wirtschaftspolitik. Seine Beiträge erscheinen in einer Reihe von Tageszeitungen und Wirtschaftspublikationen wie in Asia Times, FinancialSense.com, Asia Inc., GlobalResearch (Michel Chossudovsky), 321Gold.com, Nihon Keizai Shimbun und Foresight Magazine.

David Maimela von der Initiative South Africans for Peace in Africa teilt Engdahls Pessimismus zur Zukunft Libyens. „Die NATO hat in Wahrheit noch nichts in Libyen erreicht“, sagte er. „Auch wenn sich Gaddafi und seine Regierung momentan zurückziehen, so wie es geplant war, droht dem Land nun eine massive politische Instabilität und der Ausbruch eines weiteren Bürgerkriegs“, fügte er hinzu. Drohen dem Land nun also politische und gesellschaftliche Verwerfungen? Mehr als das…

Zusätzlich steht eine gewaltige Wirtschaftskrise vor der Tür. Der ehemalige Öl-Minister Libyens Shokri Ghanem sagte am Montag laut einem Bericht der Tripoli Post, dass es ca. 18 Monate dauern werde, bis die Ölförderung des Landes das Vorkriegsniveau wieder erreichen könne. Er hoffe, dass die libyschen Menschen in der Lage seien, eine neue westliche Regierung zu respektieren. Libyen produzierte mehr als 1,5 Millionen Barrel Öl pro Tag vor Beginn des Konflikts. Eni SpA (ENI) aus Italien, der größte ausländische Ölkonzern in Libyen, evakuierte seit Ausbruch des Krieges mehr als 90 Prozent seiner Mitarbeiter. Das in Rom ansässige Unternehmen sagte, dass es ein Jahr dauern könnte, bis seine Felder wieder mit voller Kapazität produzieren.

2 Kommentare

  1. Die NATO Länder sind und bleiben eben eine billige kriminelle Gangster Bande,die unschuldige Kinder,Frauen und Männer aus Gier nach Erdöl feige aus der Luft in Libyen ermorden.In warheit müßten alle Regierungschefs der NATO wegen Kriegsverbrechen,Mord;Terror ,üble Nachrede,Lügen,Hetze ,Räuberei,Zerstörung von Staats und Privateigentum gegen das Libysche Volk in Den Haag vor das Kriegsverbrechetribunal zur Verantwortung gezogen werden, zur Aussöhnung und Rehabilitation der Kriegsopfer des Libyschen Volkes durch die NATO Staaten.

  2. Bislang sieht es nicht so aus, als wäre die NATO am Ziel. Gaddafis angeblich gefangen genommener Sohn Saif Al Islam Gaddafi ist wohlbehalten und euphorisch gefeiert auf den Straßen von Tripolis unterwegs. Seinem Vater soll es ebenfalls gut gehen. Die NATO als auch die Rebellen haben versagt, Gott sei Dank. Weitergehende Infos finden sich unter:

    http://hinter-der-fichte.blogspot.com/
    http://urs1798.wordpress.com/ und
    http://julius-hensel.com/

    Auch Harald Pflüger hat einiges zu diesem Thema bereit.

    Fazit: Weder der extreme Propagandakrieg unserer Lügenmedien noch der Bombenterror der NATO haben es geschafft, einen kleinen, verbrecherischen Haufen marodierender Rebellen in Libyen an die Macht zu bringen. Soo’n Shiet aber auch, schließlich haben die Libyer das qualitativ hochwertigste Öl weltweit. Exon, BP, Shell, State Oil und wie die Verbrecherkonzerne alle heißen, sind nicht einen Schritt weiter gekommen, was mich wirklich sehr freut.

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