Ein Volk am Tropf: US-Bürger ertrinken in Schulden


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Spricht man über die Schulden der USA, dann denkt man in der Regel zuerst an die Staatsschulden. Doch handelt es sich dabei nur um einen kleinen Teil einer traurigen Geschichte: Millionen amerikanische Familien sitzen in der Schuldenfalle. Gleichzeitig sind die mittleren Haushaltseinkommen rückläufig und es fällt somit immer schwerer, die Schulden zu bedienen. Kaum vorstellbar, dass diese Misere noch in den Griff zu bekommen sein soll.

Uncle Sam auf dem Sterbebett

„Erst werden mit viel Geld die Menschen dazu gebracht sich zu verschulden und ihr Eigentum zu verpfänden,  dann wird mit wenig Geld die Schuld aufgewertet und unbedienbar gemacht und das verpfändete Eigentum requiriert.“ (Reinhard Deutsch, Das Silberkomplott, S.130).

Fast schon eine prophetische Aussage: 43% aller amerikanischen Familien geben mehr aus, als sie einnehmen. Gleichzeitig sind die mittleren Haushaltseinkommen dank Lohndumping und Sparmaßnahmen weiter rückläufig, wodurch die durchschnittliche US-Familie nur noch weniger als 50’000 Dollar pro Jahr einnimmt. Nach Angaben der Federal Reserve hat sich die mittlere Verschuldung privater US-Haushalte auf 75’600 Dollar erhöht, wie CNN berichtet. Seit dem Jahr 1971 hat sich die Privatverschuldung sogar um satte 1’700% erhöht.

Viele Amerikaner stecken somit in der Schuldenfalle fest und schaffen es überhaupt nie, ihre Schulden zurückzuzahlen. Es ist höchste Zeit für einen Weckruf in den USA, denn immer mehr Bürger stürzen sich dort für Spaß und Konsum ins Unglück. Alle Quellen sind direkt im Beitrag verlinkt und wirken authentisch. Erschreckend!

Allein im vergangenen Dezember haben die US-Bürger erneut Konsumkredite in Höhe von 19,3 Milliarden Dollar aufgenommen, womit die Amerikaner laut Bloomberg nun insgesamt Konsumkredite in Höhe von 2,5 Billionen Dollar abstottern. Insgesamt 798 Milliarden Dollar Kreditkartenschulden lasten auf den Schultern der US-Bürger und 46% aller Kreditkarteninhaber schaffen es laut Forbes mit Müh und Not, ihren Schuldenstand zu halten, anstatt ihn zu verringern. Insgesamt gibt es momentan rund 600 Millionen Kreditkarten in den USA. Zur Veranschaulichung: Hätte Jesus von seiner Geburt an vor gut 2000 Jahren bis heute pro Tag eine Million Dollar zurückgelegt, dann hätte er noch immer keine 798 Milliarden Dollar zusammen. Doch damit nicht genug: Jeder siebte Amerikaner hat mindestens 10 Kreditkarten und der durchschnittliche Zinssatz beträgt 13,10%. Das Kreditkarten-Unternehmen First Premier hat 2,6 Millionen Kunden und verlangt laut einem CNN-Bericht sogar bis zu 49,9% Zinsen.

Dies war nur der Kreditkarten-Sektor, dessen Zustand man gut und gerne als katastrophal bezeichnen könnte. Doch nicht nur Kreditkartenschulden sind ein Problem, sondern auch Kredite für Autos, Hypotheken, medizinische Versorgung und auch Studienkredite. So laufen etwa heute 45% aller Autokredite in den USA länger als 6 Jahre. Oft stehen die Autos somit längst auf dem Schrottplatz, bevor der Kredit dafür überhaupt abgestottert wurde. 70% aller Autos werden auf Kredit gekauft und davon wiederum 45% ohne Anzahlung, also „Subprime“.

Laut dem Business Insider haben sich die US-Hypothekenschulden in den vergangenen 20 Jahren verfünffacht. Laut verschiedenen Quellen haben etwa 8 Millionen Amerikaner Schwierigkeiten ihre Raten zu bedienen und hängen mit den Zahlungen bereits hinterher. In Florida sind angeblich 46% aller beliehenen Immobilien „unter Wasser“, so der Business Insider, in Arizona sind es sogar 50% und in Nevada stolze 63%. Im Klartext: Die Hypotheken auf die Häuser übersteigen bereits deren Wert.

49,9 Millionen Amerikaner sind nicht krankenversichert und rund 41% aller Amerikaner im erwerbsfähigen Alter haben Probleme, ihre Arztrechnungen zu bezahlen oder stottern Schulden für Arztrechnungen ab. Der Anteil krankenversicherter US-Bürger in der Bevölkerung fällt bereits das 11. Jahr in Folge. Arztrechnungen sind die Ursache für mehr als 60% aller Privatinsolvenzen in den USA.

Und zu guter letzt die Studenten: Rund zwei Drittel aller Absolventen verlassen die US-Universitäten mit Schulden, die durchschnittliche Verschuldung beträgt hier 25’000 Dollar. Inflationsbereinigt hat sich dieser Wert in den letzten 10 Jahren verdoppelt, gleichzeitig hat sich allein seit 2005 die Anzahl der nicht bedienten Studienkredite seit 2005 verdoppelt. Übrigens: 23% aller Studenten benutzen Kreditkarten, um ihre Studienkredite zu bedienen.

10 Kommentare

  1. Um einen großflächigen Bankrott der gesamten westlichen Welt werden wir wohl nicht herumkommen. Wäre interessant zu wissen, was die in ihren stillen Kämmerchen alles über uns beschließen bzw. schon beschlossen haben.

  2. Bezüglich schulden der Studenten: Ich bin ein schweizer Student und auch ich werde den Bachelor mit über 20k CHF Schulden abschliessen. Muss aber dazu auch erwähnen dass dies Schulden beim Staat sind, welche moderat verzinst werden (3-4% p.a.), und dies erst ab dem 3. Jahr nach Ausbildungsende.

  3. was für ein glück für die us bürger, daß sich ihre regierung um die notleidenden menschen überall auf der welt kümmert und nicht zu hause.
    ansonsten würden wohl schon morgen detroit,new york und los angeles von der air force bombardiert, um wall street vor den armen zu schützen.

  4. Auch wenn wir Europäer uns „die Köpfe einhauen“ und genauso wenig Ahnung haben wie die Amerikaner, wie wir aus den Schulden rauskommen, so haben wir hier in Deutschland doch zumindest ein anständiges Gesundheitssystem. Auch wenn Gesetzliche Kassenpatienten länger warten müssen als Privatpatienten wird wenigstens jeder behandelt, auch wenn er keine 500 Euro mal eben in der Tasche hat. Das wird das größte Problem der Amerikaner: die fehlende Sozialisierung des Staates und somit mit den Menschen.

  5. kein Mitleid!
    wer so blöd ist, dass er freiwillig in den Krieg ziehen will um sich hinterher darüber zu beschweren, dass man darin sterben kann, hat kein Mitleid verdient. Die ahc so armen Veteranen sind die ersten an der patriotischen Front um anschließend wieder in ihrem Trauma zu versinken und über Krieg und Kriegsherr zu lamentieren.

  6. @Werner: Sie haben den Sinn eines Krieges nicht verstanden, speziell den der letzten 10 Jahre nicht. Es geht um Bodenschätze und sonstigem Reichtum eines Landes. Ich möchte hier kein Land mit desssen Reichtürmern aufzählen. Darüber erfahren Sie reichlich beim akribischen rechachierenen. Dieser Reichtum wird erobert und kommt auch in einem kleinen Masse der eigenen Bevölkerung zu Gute. Wobei ich ledich anmerken möchte, dass die Existenz der Mittelschicht nur noch eine Frage der Zeit ist. In sehr naher Zukunft wird die Kluft einfach zu gross sein und auch wir werden uns den Mülltonen zuwerden müssen, um zu überleben.

  7. In den USIS heist es wenn du etwas willst bekommst du es nach meinen bedingungen,,, und dann wir man heutzutage fertig gemacht. Was für eine Seis poli ist das!!!?

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