Ecuador erkennt Putsch-Regierung der Ukraine nicht an


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Ecuadors Präsident sagte in einer TV-Sendung, dass er die selbst ernannte Regierung der Ukraine nicht als solche anerkenne, da diese durch einen Staatsstreich und nicht durch den Willen der Bevölkerung an die Macht gekommen sei.

Rafael Correa, Ecuadors Präsident Bild: Gobernación Imbabura
Rafael Correa, Ecuadors Präsident
Bild: Gobernación Imbabura, CC BY 2.0

Ecuador erkennt die selbst ernannte Regierung in der Ukraine nicht als rechtmäßige Vertretung des Volkes an. Dies sagte Ecuadors Präsident Rafael Correa am Samstag in einer TV-Sendung. Das sei auch der Grund, warum man sich am vergangenen Donnerstag auf der UN-Generalversammlung bezüglich der Situation auf der Krim der Stimme enthalten habe.

„Wir werden mit einer legitimen ukrainischen Regierung Gespräche führen, die durch den Willen der Bevölkerung an die Macht gekommen ist, und nicht durch einen Staatsstreich“, so Correa. „Die derzeitige Regierung ist das Produkt hinterhältiger Machenschaften, um es milde auszudrücken, die durch heuchlerische Rhetorik aus dem Westen deutlich unterstützt wird“, fügte er hinzu. Die von den Bürgern gewählte Regierung unter Viktor Janukowitsch wurde Anfang des Jahres durch einen von den USA und der EU unterstützen Putsch gestürzt und gegen eine neue, anti-russische Regierung ausgetauscht.

Der Staatsstreich verlief nach dem üblichen Muster: Plötzlich erklangen bekannte PR-Schlagwörter wie „Diktator“, „Völkerrecht“, „Despot“ oder „Volksaufstand“, und im Stil der ebenfalls inszenierten Tulpen-, Rosen-, oder Orangen-Farbrevolutionen wurde der Präsident aus dem Land gejagt (sehenswerte Dokumentation dazu: Die Revolutionsprofis).

Russland erkennt die von den USA und der EU installierte Putsch-Regierung ebenfalls nicht an. Aufgrund der instabilen Situation entsandte Moskau nach der Revolte Soldaten auf die Krim, um die dort befindliche Flotte zu schützen. Ursache für das Chaos ist einigen Beobachtern zufolge die laufende Osterweiterung der NATO und die militärische Einkreisung Russlands. Im Jahr 1990 hatten die westlichen Besatzer Deutschlands in den Verhandlungen zur deutschen Einheit zugesagt, dass es keine NATO-Osterweiterung geben werde. Russland wirft dem Westen darum Wortbruch vor.

11 Kommentare

  1. Correa ist gegen Abtreibung, ignoriert diesen nervtötenden Schwulenhype, hat spannende Projekte mit China in Arbeit, sagt auch gegenüber dem mega agressiven Anabolika-Ami was er denkt und hat 80 % seiner Landsleute hinter sich. Ich mag ihn ja immer mehr auch wenn in Equador natürlich sehr viel schief läuft…

  2. @Natinato
    Ähm, ein Land in Südamerika. Flächenmäßig nahezu gleich groß wie Italien, fast so viele Einwohner wie die Schweiz und Österreich zusammen. Kaum nennenswert also, was der Präsident dort sagt. Ist ja schließlich nicht Obama.

  3. Das ist auch eine Retourkutsche für die miese Behandlung lateiamerikanischer Regierungschefs.
    Wer Flugzeuge samt den Präsidenten auf Befehl aus Washington durchsuchen lässt der bekommt dann auch eine Antwort. Lateinamerika hat eine Zukunft. wir leider nur Obama und die NSA.

  4. @60+
    Man stelle sich vor, Rechte, Linke, Türken, Araber, Rocker, Russen, Hooligans usw. wären sich darin einig, dass zuerst einmal die Merkel verschwinden muss. 100.000 Energiebündel voller Elan, wutschnaubend vor dem Bundestag… Wo kämen wir denn da hin?

    Eine der Hauptaufgaben der Bild ist meiner Meinung nach, die Bevölkerung zu spalten. So gut wie jede Headline verärgert mindestens ein Lager und hetzt es gegen ein anderes Lager. Wichtig ist, dass sich die breite Masse niemals einig wird und keinesfalls das echte Feindbild wahrnimmt. Die sollen sich möglichst bei jeder Gelegenheit gegenseitig auspowern. Und falls sich doch mal ein Lager gegen Frau Merkel auflehnen sollte, kann die Polizei alles niederprügeln, und alle anderen Lager applaudieren. So herrscht man über ein unzufriedenes Volk. Divide et impare!

  5. @Bürgender
    ist richtig, was Du schreibst!
    Die Strategie der Mainstreammedien im besetzten BRDDR-Gebiet sind wohl bekannt! Alles im Sinne der SIEGER und alles gegen das dt.Völkchen, soweit noch vorhanden. Du kennst ja auch die Mentalität der Menschen. Lesen, hören oder sehen sie einmal einen Bericht über paar kleine Mißstände, so freuen sie sich und geben wieder für eine halbe Ewigkeit Ruhe. Sie sind nicht mehr fähig zum denken, geschweige NACHDENKEN. Spricht man mit ihnen, dann kommt die Antwort… Wir können doch noch zufrieden sein, uns gehts noch gut, schau mal nach Russland, wo der schreckliche Putin diktiert…. oder nach Syrien, von Putin strategisch gebraucht…. z.B.! Da gibt es dann kaum noch Ansätze für Diskussionen.
    Nur die ständige, 24-stündige Hetze und Kriegspropaganda gegen Russland scheint inzwischen so einigen doch auf die Nüsse zu gehen.
    Und was die Merkel mit ihren Polizeieinsätzen betrifft, das wird doch schon fleißig geübt. Friedliche Demonstrationen (z.B. Stuttgart) werden mit aller Brutalität niedergemetzelt. Gleichzeitig werden Mörderattacken, wie auf dem Maidan, bejubelt im Namen der Demokratie!

  6. @Bürgender – Zu deiner Erläuterung oben am 31. März 13:23 Uhr gilt eigentlich die Regel : Don’t feed the troll…
    … ein Link zu Wikipedia reicht vollkommen.
    Interessant ist dort u.a. der Abschnitt ERDÖL. Die haben in Ecuador anscheinend sogar eine Verfassung (im Gegensatz zu Merkeltanien) – Währung ist der US Dollar! Auweia! Die Kombination Erdöl + Dollar hat schon so manchem demokratisch gewähltem Staatsoberhaupt den Kopf gekostet.
    Die Einwanderungsbestimmungen sind recht moderat. Also ich würde einigen deutschen Bürgern mit brauchbaren Englischkenntnissen raten, Spanisch zu lernen und dort mal anzutreten. Ist ggf. lukrativer, als wie der 1-Euro Job vom Jobcenter.

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