„Die Welt war nie gesünder, reicher und gebildeter“, sagt Obama


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Die Welt sei heute trotz aller Herausforderungen „gesünder, reicher und gebildeter“ als jemals zuvor, frohlockte der frühere US-Präsident Obama letzte Woche in New York.

Obama
Obama, Bild: Latuff (editiert)

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama sagte, es sei jetzt trotz „außergewöhnlicher Herausforderungen“ an der Zeit, viel optimistischer zu werden. „Wenn du einen Zeitpunkt in der Geschichte wählen müsstest, an dem du geboren wirst, würdest du den heutigen wählen“, sagte Barack Obama am 20. September während einer Konferenz für die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung in New York.

„Die Welt war niemals gesünder, reicher und gebildeter oder in vieler Hinsicht toleranter und weniger brutal als heute“, sagte er vor seinem Publikum.  „In fast jeder Hinsicht ist die Welt heute besser als vor 50 Jahren, vor 30 Jahren und sogar vor 10 Jahren“, sagte er.

„Ich weiß, dass diese Aussage nicht mit dem stetigen Strom von schlechten Nachrichten und dem Zynismus im Fernsehen und über Twitter übereinstimmt. Aber seit den 1950er Jahren ist die Lebenserwartung um mehr als 20 Jahre gestiegen. Seit 1990 haben wir extreme Armut und Kindersterblichkeit auf die Hälfte reduziert. Seit 2000 haben wir uns aus einer Welt ohne Gleichheit der Ehe weiterentwickelt, sodass dies heute in mehr als zwei Dutzend Ländern Realität ist.“

Die großen Reden des Barack H.

Obama trug seine Rede übrigens nur einen Tag nach Trumps angedrohter „totalen Vernichtung“ Nordkoreas vor. Obama selbst erhielt im Jahr 2009 den Friedensnobelpreis für sein Versprechen, die Welt von Atomwaffen zu befreien. Im selben Jahr versprach er auch ein Ende der Kriege im Irak und in Afghanistan.

Während seiner beiden Amtszeiten von 2009 bis 2017 warf er über 100.000 „Bomben“ über sieben verschiedenen Ländern ab, fast die Hälfte davon allein in den Jahren 2015 und 2016 in Syrien und im Irak.

Heute kassiert der frühere US-Präsident rund 400.000 Dollar pro Rede. Desweiteren hat er laut New York Times mit seiner Ehefrau Michelle einen Buchvertrag über 60 Millionen Dollar abgeschlossen.

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positivenews



14 Kommentare

  1. Mein Schlagwort könnte provokativ heißen:
    Die Armen leben wie früher die Fürsten in Deutschland.
    Jeder Deutsche kann maximal auf eine Lebensqualität
    absinken, die im 17. U. 18. Jahrhundert auch nur *ansatzweise* Fürsten und Königen hatten.
    Nur die Fürsten lebten in beheizten Räumen und hatten, wenn überhaupt, fließendes Wasser, kalt und warm; sie brauchten nie hungern, wurden aber (gegenüber den heutigen Armen) nur recht dürftig medizinisch versorgt.
    Kein TV, keine Computer, kein Smarti, kein Strom, usw.
    Eine Reise in das nächste Land war eine beschwerliche Tortur über viel Tage.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Der Mann redet ausschließlich von den USA.
    Geht mich nix an.
    Wenn ich eine Zeitreise machen könnte, dann etwa 25 Jahre vor Beginn des 1. WK in Deutschland.
    Allein die Aufbruchstimmung wirtschaftlicher und kultureller Art, das muss schon erhebend gewesen sein.

  3. @Markus
    Volle Zustimmung, ich würde das Zeitfenster aber noch ein wenig vergrößern. Sagen wir mal im Jahre 1871 nach dem Krieg 15 Jahre alt sein.

    Und nein, der Obama redete NICHT ausschließlich von den USA, das geht doch klar aus obiger Übersetzung hervor. Ist mir ein Rätsel, wie du zu so einer Aussage kommst.

    Unter dem Artikel immer mal auf die Quellenangabe klicken, auf welche sich der Text hier bezieht. Und da dort ja auch nur ne Zusammenfassung ist, im Zweifelsfall den VOLLTEXT der Rede im Original einlesen. Habe ich schon gemacht, als der Obama erstmalig antrat im Wahlkampf, zeitgleich diverse Reden eingelesen, aus der Zeit als er noch Senator im Bundesstaat Illinois war.

    http://edition.cnn.com/2017/09/20/politics/obama-speech-gates-foundation/index.html

    Diese Rede dauerte 3 Minuten, und wenn er dafür 400.000 US$ bekam, dann ist das ein super Stundenlohn, selbst nach Steuerabzug. Für die Hälfte der Summe würde ich 60 Minuten lang noch ganz anderen Scheiß von mir geben.

  4. @H.J.Weber
    Deine obige Aussage ist keinesfalls provokativ sondern nach meiner Meinung absolut korrekt, lassen wir mal die Zeile mit TV & Smarti raus, denn weit reichende Kommunikation brauchten Normalos früher nicht, gereist sind sie auch nicht. Gemeint ist eben im Vergleich zur Vergangenheit, insofern ist die Aussage des Obama nicht unrichtig. Vergleicht man heutzutage gewisse Länder mit anderen Ländern weltweit sieht die Sache anders aus, nennt sich ja Lebensstandard. Aber Obama irrt sich in einem Punkt : In den USA war das Leben in den 50er und 60er Jahren sicher schöner und erstrebenswerter als heute. Beispiele dafür bzw. Vergleiche dazu gibt es satt. Anzumerken ist auch, dass seit 1945 Frieden herrscht, mit Ausnahme der Gebiete auf denen sich der Ami dem Kampf gegen den Terrorismus widmet.

    Wer oder was Armut ist wird ja wohl heutzutage von EXPERTEN definiert. Man kann sich vor der Geburt seine Eltern nicht aussuchen, damit fängt es an. Und in der heutigen Konsumgesellschaft nach dem Motto -must have- kommt natürlich Neid auf. Reich und arm gab es schon immer, gewisse Parteien haben seit ewigen Zeiten im Programm dies zu ändern. Kinderarmut fängt in Merkeltanien wohl schon dann an, wenn das Smartphone von Chantal (11 Jahre alt) älter als 3 Jahre ist. Und der kleine Kevin, dessen versoffene Eltern schon nicht im Arbeitsprozess waren und alimentiert wurden, wird sicher nie im Leben einen eigenen Ferrari besitzen, es sei denn er wird irgendwie Ehrenmitglied eines bekannten Araber-Clans in Hamburg, oder gewinnt im Lotto.

    Was es früher überhaupt nicht gab : Unterkunft und Bargeld zum Lebensunterhalt zu bekommen, genug um auch mal ins Flugzeug hüpfen zu können, plus medizinische Versorgung und weitere Wohltaten, ohne dafür irgendeine Leistung erbringen zu müssen. Ob diese christlichen Wohltaten nun ein Fortschritt sind, weil sie ja von anderen Bürgern bezahlt werden müssen, mag jeder für sich selbst beurteilen.

    Was Deutschland betrifft in Bezug auf meine Generation, so konnte es zu meiner Zeit auch ein Volksschüler nach Schulabgang zu erheblichem Wohlstand gelangen, eine Familie gründen und als Alleinverdiener durchbringen sofern er wollte. Das sogar als Kind von Eltern, (oder gar vaterlos) die nach 45 bei total Null wieder angefangen sind und die nach 45 nicht einmal eine eigene Wohnung hatten, und das für mehr als 10 Jahre nicht. Die Chance ist heute sicher nicht eher selten, und das ist ein Rückschritt, also nix besser als früher.

    Und wenn unsere Reichskanzlerin auch meint UNS geht es doch so gut wie nie, und ggf. damit UNS ALLE meint, dann vergleicht sie das auf sicher in Bezug zur Lage im zerbombten Hamburg damals, oder auf die ehemalige DDR, oder besser noch mit den Hungerzonen in Afrika. Aber auch in Merkeltanien gilt die Regel : OHNE MOOS NIX LOS! und die ist auch gültig für Bürger, die beim Discounter ne Packung Backpulver per Kreditkarte zahlen.

  5. Berichtigung
    Die Chance ist heute sicher eher selten, und das ist ein Rückschritt, also nix besser als früher.

  6. Hallo Markus und Kaiser Wilhelm,
    wie würde wohl die Antwort der Menschen ausfallen, die in der vor Euch beschriebenen Zeitzone gelebt haben, wenn man sie gefragt hätte:
    Hier habt Ihr eine Menge Informationen über das Jahr 2017; wollt Ihr dort unter diesen Verhältnissen leben?
    Ich denke, Eure genannten Zeitzonen wären schlagartig entvölkert.
    In der damaligen Zeit, bei der gesundheitlichen Versorgung, wäre meine Tochter schon als Säugling gestorben, mein Sohn wäre mit etwa 6 Jahren gestorben und ich wäre spätestens vor 12 Jahren an Leukämie gestorben.
    Wenn die Zahlen richtig sind die ich habe, kamen in der damaligen Zeit jeder 6. Mensch durch Gewalt ums Leben.
    So sitze ich in Andalusien in der Sonne , meine Kinder leben noch und meine liebe Frau hat gerade Frühstück gemacht.
    Mich würde es nicht wundern, wenn ich von der spanischen Krankenkasse zu Weihnachten das Buch „Hunde wollt ihr ewig leben“ geschenkt bekommen würde, denn ich koste den Leuten sein Jahren hunderttausende an Medikamenten.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  7. @ H.J. Weber und Kaiser Wilhelm

    Genau, das stimmt. Früher sind die Leute an nicht erkannten Krankheiten verstorben. Die Diagnostik etc. und der Fortschritt der „Apparatemedizin“ ist wirklich gewaltig.
    Und diesen Punkt hatte ich mit meiner Zeitwahl völlig außer Acht gelassen. Und KW sollte daran denken, dass es um 1880 aus unserer Sicht völlig unmögliches Schuhwerk gab.
    Einlegesohlen waren noch lange nicht erfunden. Man lief auf einer völlig ebenen Schuhsole, die auch noch hart war.
    Denn auch Gummi war noch nicht erfunden, abgesehen vom Naturkautschuk. Aber er meint und da hat er Recht, die allgemeine Aufbruchstimmung im Deutschen Reich, nach der Wiedereingliederung der beiden Reichsländer Elsass und Lothringen 1972.
    Leider kam dann, nachdem Bismarck nicht mehr Kanzler war, die unfertige und nicht durchdachte Außenpolitik von Wilhelm II. Anstatt, nachdem schon sehr frühzeitig die Einkreisungspolitik Englands und Frankreichs gesehen wurde, die Aufrüstung zu betreiben, setzte Wilhelm darauf, dass die Aufrüsterei der Gegner (z.B. Russlands) zum finanziellen Bankrott führen müsste.
    Niemand ging bankrott. Als dann die Krise im Juli mit der Ermordung des österreichischen Thronnachfolgers und seiner Frau war, behielt er seinen Reiseplan mit seiner alljährlichen Nordlandreise bei und war in den entscheidenden Wochen nicht in Berlin.
    Er kam erst zwei Tage vor Kriegsbeginn in Berlin an und arbeitete die ganze Nacht durch, um die Kriegsgefahr zu bannen. Aber dafür war es mittlerweile zu spät. Frankreich wollte Elsass und Lothringen wieder haben, Russland wollte die Vorherrschaft auf dem Balkan mit Österreich ausfechten und England wollte das aufstrebende Reich wieder zurückstutzen.
    Aber können wir deshalb wirklich unsere heutige Zeit als die Beste sehen? Mit Sicherheit nicht! Die Kriegsgefahr ist heute sogar noch größer wie zu Zeiten des Kalten Krieges und unsere Währungen sind fast ausnahmslos weltweit zerrüttet und werden nur durch „frisches Geld“ am Laufen gehalten.
    Wir wissen nicht was morgen ist und diesen Punkt „vergisst“ Obama zu erwähnen.

  8. Mir wurde diese Frage auch mal von einem regionalen TV-Sender auf der Straße gestellt. Meine Antwort war ebenfalls nach kurzer Bedenkzeit „irgendwas zwischen Industrialisierung und WK1“.

    Ok, es gab weniger soziale, medizinische und technische Annehmlichkeiten. Nicht zu vergessen ist meines Erachtens aber auch der gesellschaftliche Aspekt.

    Vermutlich suchte man damals vergeblich nach ganzkörper-epilierten Männern, die mit über 30 Jahren noch keinen Tag ihres Lebens gearbeitet aber anscheinend genug Energie übrig haben, um sich daneben zu benehmen. Oder nach Frauen, die tätowiert sind wie ein Hells Angel und auch so auftreten. Oder nach 12-jährigen Kindern, die Erwachsene doof von der Seite anquatschen.

    Man hatte außerdem eine Regierung, die einem nicht bei jeder Gelegenheit auf den Kopf kackte, sondern von der man weitestgehend in Ruhe gelassen wurde. Ich denke so 1871 als 15-jähriger passt.

  9. Hallo Bürgender,
    damals hatten die Jundendlichen auch mit 15 fasst das halbe leben schon gelebt und hatten oft keine Eltern und Großerltern mehr, die sie dumm anquatschen konnten, denn die waren auch oft schon tot.
    http://www.flegel-g.de/vert-demographie.html
    Ich wünsche mir „die alte Zeit“ nicht zurück.
    Wenn ich das ewige Leben bekommen könnte, dann würde ich gerne so weiter leben.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  10. @Helmut Josef Weber
    Uih, das ist ja eine dramatische Veränderung der Lebenserwartung. Allerdings gab es damals auch eine sehr hohe Sterblichkeit unter Neugeborenen, was den Durchschnitt natürlich massiv senkt. Ein 75-Jähriger hatte laut dieser Statistik im Jahr 1871 noch 5 Jahre vor sich, 2001 waren es 10. So gewaltig ist der Unterschied dann letztendlich doch nicht. Oder verstehe ich etwas falsch?

  11. Sorry, ich sehe das etwas anders, was aber auf die Familienhistorie zurückzuführen ist. Bezieht sich auch auf das Alter was sie erreichten. Bis 1871 starben damals viele Bürger, dann war erst einmal Frieden.

  12. Hallo Bürgender,
    das war damals so und das ist auch heute noch so, denn wer erst einmal über 60 Jahre alt geworden ist, hat eine gute Chance über 85 zu werden.
    Vielleicht sehe ich das auch zu extrem, denn bei mir hatte nicht nur schon 2x der Tod am Bett gestanden, er hatte mir auch schon 2 x die Hand gegeben.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  13. Fasse ich mal zusammen. Vor die Frage gestellt, ob man 200 Jahre werden möchte, oder nur 100 Jahre, ist die Antwort einfach: 100 Jahre.
    Denn nach 200 Jahren hat sich unser Umfeld extrem verändert. Da passen wir nicht mehr hin. Wenn wenigstens die anderen Rentner auch 200 Jahre alt würden!
    Aber nein, die Frage ist auf uns und mich explizit gemünzt.
    Keine Bekannten mehr, der letzte Enkel auch schon gestorben und das Lebensumfeld völlig verändert.
    Die letzte christliche Kirche wurde vor 10 Jahren abgerissen und dafür eine riesige Moschee und ein Minarett errichtet.
    Eingeborene sehe ich auch nur noch selten, braune oder blonde Haare immer seltener. Die mit den grünen und blauen Haaren sind meistens Eingeborene, die mit schwarzen Haaren und Vollbart sind die Herren dieses europäischen Gebietes, welches früher einmal Deutschland geheißen haben soll.
    Geschichte kann man nicht voraussagen und deshalb ist auch diese Zukunftsaussicht mit Vorsicht zu genießen.
    Die Grünen, Linken, umgemerkelte Konservative arbeiten genau an dieser bunten Umgestaltung und freuen sich darauf. Ich freue mich nur, wenn ich auf dem Lande noch eine deutsche Gastwirtschaft finde, wo ich Rinderroulade mit Salzkartoffeln und Rotkraut, oder Sauerbraten mit Knödeln bekommen kann. Denn das wird auch immer seltener. So fängt das nämlich an, oder geht seiner Vollendung entgegen.

  14. @Markus
    Sehr schöne Zusammenfassung, traurig aber wahr.
    Die von dir geschilderten Gerichte und noch mehr als 20 bekannte deutsche Gerichte aus allen Regionen Deutschlands finden sich hier bei mir immer öfter und erfreuen sich großer Beliebtheit. Es werden immer mehr, gelernte Köche überwiegend aus Bayern. Da hängt dann auch schon mal ein Bild des Franz Josef Strauß an der Wand, Stammtisch inklusive. Im Ausland weltweit, überall wo Deutsche sich fest ansiedeln ist das so. Dort geht es deutscher zu, als in der Reichshauptstadt, was aber auch nicht so mein Ding ist.
    Aber weit und breit in der ganzen Umgebung keine Neger oder Araber, keine bettelnden Roma, keine Drogendealer, keine „Hasse mal n Euro, Alder?“ Typen (Liste beliebig verlängerbar)
    Es gibt keinen Hass, obwohl man selbst der Ausländer ist, es sei denn man ist ein absolutes Arschloch und macht sich unbeliebt. Dann ist man aber ggf. auch ratz fatz außer Landes für immer, was noch die harmloseste Alternative ist für welche die Einheimischen in der Kommune sorgen könnten.
    Da wir hier davon nicht betroffen sind und dieses Auswüchse in D auch nicht mehr mitfinanzieren geht uns das Thema überwiegend am Arsch vorbei, zumindest den Deutschen und den zahlreichen Schweizern mit denen ich manchmal zusammenhocke. Als Gesprächsthema völlig tabu. Jedoch die hier auf der Kurve überwinternden Urlauber aus Norwegen, oder aus den USA sprechen das Thema gern an, sofern sie erkennen, dass man Deutscher ist. Die hohe Anzahl der hier auf meiner Kurve dauerhaft lebenden Schweden haben das Problem zuhause ja auch, ist bei vielen auch der Hauptgrund der Ausreise.
    Du hast Recht Markus, das Lebensumfeld im Geburtsland total verändert, und das bereits, wenn man in Rente geht.

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