Die wahre Bedeutung des Begriffs „Dschihad“


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In westlichen Massenmedien taucht häufig der Begriff „Dschihad“ auf, meist im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Terror, und wird mit „heiliger Krieg“ übersetzt. Dies ist aber die wahrscheinlich falschste Interpretation.

Dschihad Bedeutung
Dschihad Bedeutung, Bild: Gegenfrage.com

„Dschihad“ ist ein islamischer Begriff, der heute sehr unterschiedlich interpretiert wird. In westlichen Massenmedien steht dieses Wort, insbesondere seit den Ereignissen des 11. September 2001, beispielsweise häufig für den „heiligen Krieg“ von Muslimen gegen Ungläubige, oder auch den Zwang, Ungläubige dazu zu bringen, zum Islam zu konvertieren.

Heute findet der Begriff im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Terror erneut Verwendung. Aus diesem Grund verstehen es viele Menschen heute als Synonym für Terrorismus und sehen den Islam als eine militante Religion an. Viele islamische Gelehrte lehnen dies jedoch vehement ab.

Viel mehr stehe der Begriff für den „Weg Gottes“ bzw. dafür, „zu Gott finden“ oder auch „sich Mühe zu geben“, was laut islamischen Geistlichen keineswegs für Gewalt und Blutvergießen steht. Im Arabischen gibt es zwei andere Wörter für kriegerische Auseinandersetzungen:

Kital und Harb

„Kital“, was „Verteidigung gegen Angreifer“ bedeutet, und „Harb“, was ein allgemeiner Überbegriff für alle Varianten des Krieges ist. Der Koran erlaubt allein „Kital“, also die Verteidigung gegen Angreifer.

Melden westliche Medien also, dass islamische Führer zum „Dschihad“ aufrufen, ist das jedoch nicht zwingend unwahr. Es bedeutet lediglich, dass dazu aufgerufen wird, sich „islamkonform“ zu verhalten, wie auch immer dies ausgelegt wird.

Die Übersetzung „heiliger Krieg“ erschien erstmals gegen Ende es 19. Jahrhunderts und wurde bereits damals verwendet, um den islamischen Glauben zu diskreditieren. Es gibt zahlreiche verschiedene Interpretationen dieses Begriffs, aber ein Aufruf zum Krieg ist wahrscheinlich die falscheste.

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presstv

10 Kommentare

  1. … und was bringt es? Es liest eh keiner, verarbeiten tuen es noch weinger und begreifen tut es kaum jemand!
    Der Islam ( so wie er im Koran definiert wird) ist eine Kriegsreligion. Auch wenn man dies zu bemänteln versucht!
    Mohammed befand sich in der Auseinandersetzung mit benachbarten Stämmen, musste seinen Stamm schützen und gab Lebens- und Verhaltensregeln über den Koran aus.
    … warum wurden Frauen verschleiert, warum durfte kein Schweinefleisch gegessen werden – um nur die bekanntestetn Fragen aufzuwerfen – aus Schutz vor „rassischer Reinheit“ wurde der Umgang mit Fremden reglementiert und vor „Lebensmittelvergiftung“ weil halt Schweinefleisch schnell verdirbt – daraus wurde die stringenteste Religion ( manchmal auch „Staatsreligion“) – die Heute mehrere Millionen, wenn nicht gar 1 Mrd. Menschen bindet frei mit anderen Menschen umzugehen.
    … und unsere „Schwachmaten“Politiker bekommen es nicht hin, eine vernünftige Brücke zu schlagen – aber was soll man von Neokolonialisten und in naher Zukunft von Faschisten erwarten? Die denken nur an den Auftrag den sie haben: Aus dem „einfachen“ Menschen so viel als Möglich an Profit herauszuquetschen!
    –> Alles andere, insbesondere wie es weiter gehen soll mit den Menschen, ist ihnen so etwas von egal – egal ob das Merkel, das Obimbo, oder wie sie alle genannt werden – es sind nur Marionetten des Finanzkapitals (daraus erwächst auch ihr Bezug zum Faschismus!) Gute Nacht Michel, Gute Nacht Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher!
    Ihr werdet erst aufwachen in einer faschistischen Diktatur und dann erschrecken, da man euch eingeredet hat, dies wären die „freiheitlich-demokratische“ Unordnung und die „westlichen“ Unwerte! Guten Tag in der Gegenwart!!! vG Ralf

  2. @Ralle
    Mit dem Artikel soll weder der Islam bewertet, noch ergründet werden, warum man in Arabien kein Schweinefleisch isst oder vor 1400 Jahren Kriege geführt wurden. Hier geht es darum, auf die Berichterstattung in den Massenmedien hinzuweisen. Gelesen wurde der Beitrag seit Veröffentlichung vor drei Stunden ca. alle 26 Sekunden.

    Liebe Grüße
    Bürgender / Gegenfrage

  3. @ralle:
    Vom Essen von Schweinefleisch wird übrigens auch in der Bibel abgeraten. Dort weden vereinfacht gesagt alle Tiere zum Verzehr empfohlen, welche reine Pflanzenfresser sind. Die in Fleisch- und Allesfressern enthaltenen Stoffwechselprodukte bekommen dem Menschen nicht besondes gut, wie die zahlreichen Zivilisationskrankheiten in „schweinefressenden“ Kulturen zeigen. Erstaunlich, dass diese Erkenntnisse bereits in uralte religiöse Schriften Eingang fanden!

  4. Nicht die westlichen Menschen verstehen den Begriff falsch, sondern der Begriff wird von den Islamen mißbräulich als Mittel der Machtergreifung verwendet. Die Islamen müssen an ihren Handlungsmaximen gemessen werden, und nicht an theologisch theoretischer korrekter Interpretation des Begriffes. Und die Mehrheit der Islamen hat das öffentlich zu korregieren und nicht stillschweigend zu übergehen. Das wäre so, wie wenn islamische Länder damals die Bergpredigt alleine als Bewertung der Kreuzritter angewendet hätten. Und ihre Verbrechen ignoriert hätten.. Es ist nicht unsere Aufgabe, den Begriff zu seiner wirklichen Bedeutung hin zun ändern, sondern die des Islames.

  5. Es ist ein Krieg zwischen gut und böse. Dieser Krieg ist der älteste Krieg.
    Der Krieg der Selbstbeherrschung. Der Kampf gegen seinen eigenen Ego und Hochmut. Das ist ein Thema was nur durch Fleiß, Anstrengung und Willenskraft erreicht werden kann.
    Wenn man das geschafft hat ist es möglich sein wahren Feind zu erkennen. Ab dann darf man sein Feind bekämpfen zu vor nicht.

    Und lässt bitte eure Vorurteile im Dorf…

  6. @ Loop

    Eben sehe ich Deinen Beitrag mit dem Stichwort Kreuzzug.
    Hier müssen wir Ursache und Wirkung in der richtigen Reihenfolge sehen. Der erste Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems lag zeitlich nach dem Wegnahme Spaniens durch moslemische Mauren. Das ist wichtig, weil man das nämlich als geopolitische Retourkutsche bezeichnen kann.
    Ich hoffe Du weißt, dass die Mauren aus Nordafrika fast ganz Spanien erobert hatten und sich anschickten, auch Frankreich dem „Propheten Mohammed“ untertan zu machen.
    In dieser Situation einigten sich die Oberhirten der katholischen Kirche und bildeten auf Wunsch des Papstes in Rom ein christliches Heer, die meisten unter ihnen übrigens deutscher Herkunft (Deutschland gab es noch nicht) und trieben die Mauren aus Spanien wieder hinaus.
    Nach diesem geopolitischen Sieg (der Begriff war noch unbekannt) dauerte es noch länger- aber dann war das Befreiungsheer für Jerusalem fertig.
    Hätten die Mohammedaner Jerusalem freiwillig verlassen, hätte es auch keine Toten gegeben.

  7. Kuno@ Korrekt. Wollte es nur als Beispiel anbringen, daß man sie den Taten messen muß, nicht an einer Definition eines religiösen Begriffes. Wollte nur reziprok argumentieren.

  8. Danke!!! Vielmals für diese Klarstellung. Ich hoffe die gesamte Welt wird begreifen dass der Islam zum Zwecke dieser geisteskranken Elite böswillig benutzt wird um ihre perverse agenda zu verwirklichen. Anmeekung zu ihrem text: Der Islam bezieht sich im eigentlichen Sinne immer nur auf den ausübenden. D.h. wenn von Dshihad gesprochen wird, geht es im einfachsten Sinne um der Auseinandersetzung des Engels und Teufels die ihren Krieg auf unseren Schultern neben unserem Hirn ausführen. 🙂

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