US-Analyst E. Michael Jones:
Deutschland wendet sich von USA ab, hin zu Russland


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Deutschland wendet sich von den USA ab und Russland zu, glaubt ein politischer Analyst aus den Indiana. Ein Bündnis, das Washington und London seit 100 Jahren blockieren.

Deutschland Russland
Deutschland Russland, Bild: Gegenfrage.com

Deutschland verliert das Vertrauen in die Vereinigten Staaten und gründet eine Allianz mit Russland, da Berlin und Moskau natürliche Sympathien füreinander haben. Dies sagte E. Michael Jones, ein amerikanischer Wissenschaftler und politischer Analyst aus Indiana.

Jones ist ein Schriftsteller, ehemaliger Professor, Medienkommentator und der aktuelle Herausgeber des Culture Wars-Magazins. Er äußerte sich am Freitag in einem Telefoninterview mit Press TV und kommentierte eine Erklärung des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel.

Gabriel erklärte kürzlich, dass die Beziehung zu den USA nie wieder die gleichen sein würden, sobald US-Präsident Donald Trump das Weiße Haus wieder verlässt. Am Dienstag äußerte er in einer Rede vor Außenpolitikexperten kritische Worte über Trumps Außenpolitik. Laut Jones eine deutliche Warnung an die USA.

Die USA sähen die Welt nicht länger als eine globale Gemeinschaft, sondern als eine Arena, in der jeder um seinen eigenen Vorteil ringt, so Gabriel. Washington verhalte sich wie ein Kombattant „auf dem Sandplatz“, fügte er hinzu.

Deutschland könne nicht mehr nur auf die Entscheidungen Washingtons warten und reagieren. Berlin müsse auch gegenüber seinen „Verbündeten klarmachen, wo Grenzen unserer Solidarität erreicht sind“.

Gewaltige Verschiebung der Geopolitik

Jones sagte gegenüber Press TV, dass Gabriel damit Recht habe. „Ich denke, was wir sehen, ist eine gewaltige Verschiebung der diplomatischen und geopolitischen tektonischen Platten … Die Grundlage für die angloamerikanische Außenpolitik in den letzten 100 Jahren war die Mackinder-Theorie.“

Diese besagt im Grunde, dass Großbritannien und die Vereinigten Staaten bedeutungsvolle Bündnisse auf der eurasischen Landmasse unbedingt verhindern müssen. Mackinder (1861 – 1947) war ein englischer Geograph, Akademiker, Politiker, der als einer der Gründungsväter sowohl der Geopolitik als auch der Geostrategie gilt.

„Jetzt, da Deutschland das Vertrauen in die Vereinigten Staaten als Teil seiner Ideale verliert, werden sie sich dazu gedrängt fühlen, sich Russland anzuschließen. Dies ist die Allianz, die zum Ersten Weltkrieg führte.“

„Das ist die natürliche Nähe, die diese beiden Länder verbindet. Denn Deutschland hat das technologische Know-how, aber keine Rohstoffe. Und Russland hat viele Rohstoffe und braucht deutsche Technologie“, sagte der Analyst.

„Ich denke, der Minister hat Recht. Was Sie da sehen, ist meines Erachtens eine gewaltige Veränderung der geopolitischen Landschaft“, fügte er hinzu.

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presstv, auswärtiges amt

6 Kommentare

  1. Das wäre der Alptraum der Angloamerikaner, eine Achse Peking, Moskau, Berlin und Paris. Direkte Handelwege über den
    eurasischen Kontinent, außerhalb ihrer Kontrolle der Seewege.
    Spätestens seit Gründung des Deutschen Reiches 1871 ging um nicht anderes als Russland aus Europa raus und Deutschland in
    Europa unten zuhalten.

  2. @Dummichel
    Ja, ein Alptraum für die Anglos. Ihre wirtschaftlichen Sanktionen könnten sie sich dann nämlich genauso hinten reinschieben wie ihre Gewaltandrohungen.

  3. ja dann wäre für die englischsprechenden importweltmeister arbeiten statt wegnehmen angesagt. produkt gegen produkt, leistung gegen leistung. nicht mehr wertloser papiermüll gegen realwert. das werden die amis aber niemals zulassen. und mit dieser bundesregierung wird das eh nichts egal was der vollgefressene gabriel sagt. bevor dieses land die ketten sprengt haben wir hier nochmal einen weltkrieg.

  4. Na Ja Deadsailor

    Einen Weltkrieg wird es wohl nicht geben, alleine schon desshalb weil die Amis dann nicht mehr ungeschoren
    davon kommen. Muß es ja auch nicht. Man kann Länder
    auch auch auf andere Art und Weise zerstöhren, wie Wir
    das ja zur Zeit in unseren Lande in zunehmenden Maße
    erleben.
    Wenn die Achse Berlin, Paris ,Moskau und Peking je zu
    Stande kommen sollte,dann haben die USA fertig. Das Wissen Sie Deshalb werden Sie einen Großen Krieg scheuen,
    weil Sie wissen das Das auch Ihr Ende ist.Ihr Ende ist ja schon in Sicht
    mit den immer Wertloseren Papierfetzen Namens
    Dollar. Das ist die Einzig richtige Antwort auf Ihr Agressives
    Verhalten der Welt gegenüber!
    Diese Nation ist genauso Agressiv aufgebaut worden, wie Sie
    Sich der Restlichen Welt gegenüber verhält und genau
    daran werden Sie zu Grunde gehen.

  5. Die Achse Moskau – Peking existiert propagandistisch schon länger.
    Defakto aber nimmt Peking auf Russland keine Rücksicht, wenn wir an die schleichende Landnahme russischer grenznaher Gebiete zu China denken.
    Der bei mir unvergessene Peter Scholl Latour war noch im hohen Alter in dieses Gebiet gefahren und hatte festgestellt, dass sich kein Chinese dort „integriert „.
    Zumal es in diesen grenznahen Gebieten nur wenige Russen gibt. Die Chinesen schaffen dort vollendete Tatsachen und es entstehen auf russischem Boden chinesische Städte, mit chinesischer Reklame für chinesische Produkte. Russen kommen sich dort, schrieb Scholl Latour, fremd im eigenen Land vor. Fast so ähnlich wie in Deutschland.
    Wer in Deutschland lebt und dessen Augen und Ohren nicht zugekleistert sind, der weiß was ich meine. Jedes Jahr werden weitere deutsche Wörter in Funk und Fernsehen durch englische Begriffe ersetzt. Auch wenn die Tatsache einem Herrn hier, der aber in Thailand lebt, nicht passt: es ist Fakt! All das kann kein Zufall sein, denn in anderen Ländern läuft das gleiche, wenn auch immer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
    Alles das hat mit Selbstbestimmung eines Volkes, wie das im Völkerrecht sich finden lässt, nichts zu tun.
    Russland schweigt zu der Thematik an seiner Grenze zu China und wagt nicht, Peking gegen sich aufzubringen. Vor etwa 8 Jahren sickerten jährlich um die 200.000 Chinesen ungebeten nach Russland ein. Ich kenne die heutigen Zahlen nicht, aber wenn wir zehn Jahre rechnen, so sind das in 10 Jahren immerhin zwei Millionen.
    Desweiteren wird eine Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking nicht stattfinden.
    Jedenfalls nicht mit diesem politischen Personal in Paris und Berlin, wie jetzt dort vorhanden.

  6. der US Analyst E. Michael Jones ist ein naiver Hinterwäldler oder bewusster Desinformant. Die Eliten in Deutschland und USA sind miteinander unzertrennlich gekoppelt durch Machtstrukturen auf lokalen und globalen Ebene, durch zahlreiche Verbrechen, so dass ein Frontwechsel von irgendjemanden in diesen Machtstrukturen mindestens eine sofortige politische und finanzielle Vernichtung von demjenigen bedeutet hätte – das hat die US – Oligarchie fest im Griff.

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