OPCW-Vertreter:
Syrische Streitkräfte entdecken deutsches Chemiewaffen-Lager


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Laut Ghassan Obaid, Syriens stellvertretendem OPCW-Vertreter in Den Haag, hat die Syrische Armee deutsche und britische Chemiewaffen in Douma entdeckt.

Deutsche Chemiewaffen Syrien
Deutsche Chemiewaffen Syrien, Bild: Gegenfrage.com

Syriens Regierungstruppen haben ein Lager mit deutschen und britischen Chemiewaffen entdeckt, die von Terroristen in der Stadt Douma zurückgelassen wurden. Dies sagte Ghassan Obaid, stellvertretender Botschafter Syriens bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) am Donnerstag in Den Haag.

Obaid forderte die OPCW-Inspektoren auf, die Stelle zu besuchen und äußerte die Hoffnung, dass durch eine Inspektion die Vorwürfe gegen Damaskus fallen gelassen werden. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, hatte zuvor gesagt, dass Container mit Chlor- und Rauchbomben aus deutscher und britischer Herstellung im Osten der Region Ghouta im Vorort der Hauptstadt Damaskus entdeckt worden seien. Die Syrische Armee hatte die Region zuvor von regierungsfeindlichen Kämpfern gesäubert.

Die Erkundungsmission der OPCW, die nach dem 14. April nach Syrien entsandt wurde, um den Vorfall in Douma zu untersuchen, besuchte am Mittwoch einen zweiten Ort in der Stadt und nahm dort Proben. Diese werden zusammen mit anderen Proben zur weiteren Untersuchung in das OPCW-Labor in den Niederlanden gebracht.

Informations-Wirrwarr

Die Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs behaupten, dass die Regierung in Damaskus kürzlich einen Chemiewaffenangriff in Douma durchführen ließ. Dabei stützen sie sich auf eine Information der sogenannten Weißhelme, einer von den USA und den Briten bezahlte Zivilschutzorganisation, die bereits in der Vergangenheit anti-syrische Propaganda produzierte.

Andere Beteiligte, darunter die syrische Regierung und Russland, glauben, dass es entweder nie einen Angriff gab oder ein solcher Angriff unter falscher Flagge inszeniert wurde.

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presstv

 

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