Detroit könnte im Mai das Geld ausgehen


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Der ehemals blühenden Industriemetropole Detroit könnte im Mai das Geld ausgehen. Grund dafür sind ausufernde Kosten für Sozialprogramme und hohe Zinszahlungen auf Fremdkapital, wie der Schatzmeister von Michigan Andy Dillon am Dienstag sagte.

Dillon betonte, dass die Stadt Detroit unbedingt herausfinden müsse, wie man explodierende Kosten im Gesundheitswesen in den Griff bekommen und die Bilanzen auf Vordermann bringen könne. Große Sorge bereiten ihm offenbar die hohen Kosten für Zinsen auf Fremdkapital, wie das Wirtschaftsmagazin Economic Times heute berichtet. Ein zehnköpfiges Expertenteam wurde darauf angesetzt, die finanzielle Situation Detroits unter die Lupe zu nehmen und man sei wütend über die Ergebnisse gewesen. „Wie kommt es, dass wir nicht wussten, dass die Zahlen so schlecht sind?“, sagte Dillon verärgert während einer zweieinhalbstündigen Sitzung mit dem Team. Angeblich droht der Stadt im Mai das Geld auszugehen.

Detroit hat rund 714’000 Einwohner und sieht sich mit harten Zeiten konfrontiert, seit die Automobilindustrie im Zuge der Krise einen starken Einbruch erlitten hat, was zu einem Bevölkerungsrückgang und erheblich geringen Umsätzen geführt hat. Laut dem US Census Bureau leben mindestens 36% der Einwohner Detroits unterhalb der Armutsgrenze. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 ging die Bevölkerung um 25% zurück, wie USA Today berichtet. Die Stadt verlor demnach über zehn Jahre hinweg alle 22 Minuten einen Einwohner.

Detroit hat nach dem Niedergang der Automobilindustrie heute vor allem mit großflächigem Leerstand von Wohnhäusern zu kämpfen. Zahlreiche große und kleinere innenstadtnahe Grundstücke liegen verwaist und leergeräumt da. Den Hauptindustriezweig bildet trotz aller Diversifikationsbemühungen nach wie vor die Automobilindustrie. Ein Lichtblick für die Industrie der Stadt könnten Luft- und Raumfahrtunternehmen sowie die Erdöl- und Erdgaskonzerne sein, die sich zunehmend in der Stadt niederlassen.

1 Kommentar

  1. Der Mittelstand/“die weissen“ sind geflohen, da sie – zu Recht – um ihre sicherheit fürchteten. Die schwarze Bevölkerung hat übernommen. Den Rest sieht man wie in Südafrika und Simbabwe – das ist jetzt deren Problem. Jedem das seine – sie haben es doch so gewollt.

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