An diesem Tag
30.06.1990: Wirtschaftliche Vereinigung von BRD und DDR


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Am 30. Juni 1990 vereinten sich die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wirtschaftlich. Dies führte zu jahrelangen Problemen, enormen Staatsausgaben und einem extremen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Profitiert haben hauptsächlich westdeutsche Großunternehmen.

DDR BRD Wirtschaft
DDR BRD Wirtschaft, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1990 wurden die westdeutsche und die ostdeutsche Wirtschaft vereinigt. Dabei handelte es sich um das erste Mal in der Geschichte, dass eine kapitalistische und eine sozialistische Wirtschaft eins wurden. Es existierten keinerlei Richtlinien dafür, wie dieser Schritt umgesetzt werden sollte.

Stattdessen entstanden eine Reihe von Problemen, von denen die vergleichsweise schlechte Produktivität der ehemaligen ostdeutschen Wirtschaft und ihre Verbindung zu den kollabierenden Planwirtschaften der Sowjetunion und Osteuropas am stärksten betroffen waren.

Treuhandanstalt

Schon vor der wirtschaftlichen Vereinigung hatte die westdeutsche Regierung beschlossen, als eine ihrer ersten Aufgaben die Privatisierung der ostdeutschen Wirtschaft voranzutreiben. Aus diesem Grunde gründete man im Juni  die Treuhandanstalt.

Die Organisation übernahm die Aktiva und Passiva von rund 8.000 ostdeutschen Unternehmen, um diese an deutsche und andere Höchstbietende zu verkaufen. Als die Treuhandanstalt Ende 1994 aufgelöst wurde, hatte sie rund 14.000 Unternehmen privatisiert.

Die Politik der Treuhandanstalt stieß allgemein auf Ablehnung. Die allgemeine Empörung gipfelte in der Ermordung des Geschäftsführers Detlev Karsten Rohwedder in Düsseldorf im Jahr 1991.

Sozialausgaben

Die extremen Kosten der wirtschaftlichen Vereinigung setzten die Reform der Sozialausgaben unter Druck. Immer weniger Beitragszahler mussten für immer mehr Sozialleistungsempfänger aufkommen. Im Jahr 1992 erreichte die Gesamtzahl der Arbeitslosen eine Rekordzahl von vier Millionen.

Die Wirtschaft brach ein und die deutsche Wirtschaft rutschte in eine Depression. Mitte der Neunziger Jahre war die Arbeitslosenquote in den neuen Bundesländern etwa doppelt so hoch wie im Westen und die Zahl der Sozialhilfeempfänger hatte die Zahl der Lohnempfänger landesweit sogar überstiegen.

In den frühen 2000er Jahren war die Sozialhilfe der teuerste Posten der öffentlichen Ausgaben und belief sich auf etwa 32 Prozent des nationalen BIP und 50 Prozent des BIP in den neuen Bundesländern.

Diese verheerende Entwicklung trug dazu bei, dass Deutschland den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt aufgab. Letztendlich bezahlten alle Deutschen – im Osten wie im Westen – einen hohen Preis für die Wiedervereinigung.

Ausverkauf der DDR

Nach allgemeiner Auffassung war die DDR wirtschaftlich in einem desolaten Zustand und musste teuer saniert werden. Diese These wird jedoch von einigen Seiten angezweifelt. Die DDR stand im Vergleich zu anderen osteuropäischen Staaten vergleichsweise gut da. Die Verschuldung von 85 Prozent des BIP war zwar hoch, aber ein Kollaps stand deshalb nicht bevor.

Zwar führte die wirtschaftliche Vereinigung von BRD und DDR zu extrem steigenden staatlichen Ausgaben. Profitiert haben vom Kahlschlag auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt aber insbesondere Wirtschaftsriesen und Investoren.

Später waren nur noch fünf Prozent der Unternehmen in der Hand von DDR-Bürgern, 90 Prozent gehörte Westdeutschen, weshalb die Vereinigung der Industrien der beiden deutschen Staaten auch als „Plünderung“ durch die Wirtschaftsgiganten auf Kosten der deutschen Steuerzahler und Arbeitnehmer beurteilt wird.


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7 Kommentare

  1. Vor allen Dingen wurden die Kassen der gesetzlichen Rentenversicherungen geplündert.
    Von den nur ca. 28% der Westdeutschen gesetzlich Versicherten wurde verlangt, dass die die Kosten tragen, die entstehen , als wenn die Bürger der ehemaligen DDR immer in das westdeutsche Rentensystem eingezahlt hätten.
    Wer also (als ehemaliger DDR-Bürger) zufällig einen Monat nach der Wende Altersrentner wurde, bekam (mit geringen Abschlägen) eine Rente, als wenn er 45 Jahre in Deutschland in die Rentenkassen eingezahlt hätte, die ihm dann die Altersrente gezahlt hätte.
    Und das bekomme wir noch so lange zu spüren, bis der letzte ehemalige DDR-Bürger, in etwa 19 Jahren, eine Rente nur aus den Beiträgen erhält, die er selbst erarbeitet und eingezahlt hat.
    Ergebnis war der Kahlschlag in dem dann gemeinsamen Rentensystem, bis hin auf 43% von dem Nettoverdienst als Altersrenten, was für Millionen Rentner das Abrutschen unter den Sozialhilfesatz bedeutet.
    Es muss also erst privates Vermögen verlebt werden, bis die Aufstockung der Minirenten durch die Grundsicherung im Alter beantragt werden kann.
    Natürlich mussten nach der Wiedervereinigung auch ehemalige DDR-Bürger eine übliche Altersrenten erhalten, aber bitte durch alle Bürger finanziert und nicht nur durch 28% der westdeutschen Beitragszahler.

  2. Hallo Helmut,

    ja, da ist einiges verkehrt gelaufen, auch bei dem Verkauf wurde nicht in nationalen Dimensionen gedacht.
    Einige Filetstücke der DDR Industrie gingen an ausländische Bieter zum Billigpreis, obwohl deren Regierungen noch zuvor die Wiedervereinigung bekämpft hatten.

  3. Wenn man es aber genauer betrachtet, so hat es keine Wiedervereinigung gegeben. Diese hat es nach amerikanischen Willen auch nicht geben dürfen.
    Deshalb musste die DDR 1990 der BRD auch nur beitreten, womit die Vormachtstellung der USA weiter gelten konnte.
    Man vergesse doch keinen Augenblick die berüchtigte Kanzlerakte. Diese besagt, dass jeder Kanzler der BRD noch bevor er sein Amt antritt, eine Art Unterwerfungsurkunde (eben die „Kanzlerakte“) unterzeichnen muss. Angeblich sind etliche bis 1990 geltende Vorbehaltsrechte (Vorrangrechte) der westlichen Alliierten weggefallen. Wirklich?
    Warum spionieren dann die USA weiterhin nicht nur die BRD aus, sondern nutzen auch unser Territorium um andere Länder auszuspionieren?
    Hätte 1990 eine Wiedervereinigung stattgefunden, dann hätte „Deutschland“ wieder erstehen müssen.
    Doch genau das wollten weder die Sieger von 1945, noch die Parteien in der Bundesrepublik.
    Und deshalb hatte sich im Grunde genommen nichts geändert.

  4. Aber– Millionen von US-Bürgern wären heute froh, wenn sie den Lebensstandard einschließlich mediz. Versorgung hätten, wie er vor 30 Jahren in der DDR üblich war.

  5. Nein, Helmut, klarer Widerspruch.
    Wenn Du Recht hättest, warum sind dann zweieinhalb Millionen DDR Bürger von 1949 bis 1989 in die BRD gegangen? Warum wohl?

    Die medizinische Versorgung wurde nur propagandistisch hochgehalten. Es gab kein Hausarztsystem, sondern die Kranken mussten in die Krankenhäuser („Polykliniken“)
    Das bedeutet: der Arzt war im weit entfernt; es sei denn man wohnte gerade in dem Stadtteil wo eine solche Polyklinik stand. Und auf den Dörfern war es noch schlimmer. Und dann die Irrtümer! Manfred von Ardenne und sein Team arbeitete lange Jahre in Dresden an der Mehrschritt- Sauerstoff Therapie. Damit sollte die Krebserkrankung besiegt werden.
    Nach dem Untergang der DDR wurde es dann still mit diesem anscheinenden Irrweg. Weltweit arbeitet meines Wissens keine einzige Klinik mit diesem Verfahren.

    Nein, Helmut, auch in den USA (ohne medizinische Zwangsversicherung) hatte und hat es jeder Bürger selbst in der Hand wie und ob er sich versichert.
    Das Problem sind die Bürger, vor allem die Neger.
    Ich verwende mal den Begriff „Schwarze“ nicht, weil das diskriminierender wirkt wie der althergebrachte Begriff „Neger“. Das die Leute schwarz sind, sieht und weiß doch ohnehin jeder; warum dann noch in der Umgangssprache extra darauf hinweisen?
    Und genau in dieser Bevölkerungsgruppe ist die Zahl derer mit ungesunder Lebensführung und Verzicht auf Krankenversicherung überproportional. Diskriminiert wird in den USA schon seit Jahrzehnten niemand mehr. Es liegt daher an den Leuten selbst und nicht an der Hautfarbe, wenn diese falsche oder schlecht bezahlte Berufe ergreifen.
    Und dann glauben, ein schönes Auto wäre wichtiger wie eine gute Krankenversicherung.

  6. Volle Unterstützung Markus!
    Die Sache mit den Polykliniken kenne ich zwar nicht,
    aber die in den USA oft fehlende Krankenversicherung hat denke ich mehr mit den Menschen zu tun und nicht mit dem „System“.
    Übrigens ist die Fratze des internationalen Marxismus längst wieder da und führt in den USA zu typischen oder merkwürdigen Handlungen. je nach Einstellung.
    Siehe hier:
    https://deutsch.rt.com/newsticker/71912-us-restaurant-weist-donald-trumps-sprecherin-hinaus/

  7. Danke ELCID, genauso ist es.
    In erster Linie beginnt und endet der Sozialismus immer mit Rechtsbrüchen.
    Zu Beginn werden die rechtmäßigen Eigentümer entschädigungslos enteignet und dann dem Gesamtvolk das Märchen vom „Volkseigentum“ erzählt.
    In Wahrheit ging die Verfügungsgewalt über Produktionsmittel, Häuser und Wälder an eine Clique von Funktionären über, die diese dann nach Gutdünken schalteten und walteten. Doch so „paradiesisch“ lief es nur in der DDR nach 1949! In der Sowjetunion der Zwanziger Jahre hatten die verlogenen Bolschewisten mit Lenin an der Spitze das Land den Eigentümern weggenommen und zunächst den Bauern übereignet. Nach wenigen Jahren sollten die Bauern dann das Land wieder hergeben und staatliche Kolchosen daraus machen. Als sehr viele Bauern diesen Betrug nicht mitmachten, erklärten die Kommunisten die Bauern zu „Kulaken“ (das war ein diskriminierender Begriff) und liesen diese töten oder in sibirischen Straflagern verschwinden.
    Solschenizyn hatte darüber genau Buch geführt.
    Dieses Wissen bemühen sich heute die Neokommunisten in der BRD vergessen zu machen. Das Ziel der Zerstörung von Land und Leuten, nein einer ganzen Zivilisation, aber bleibt weiterhin bestehen.
    Die theoretische Begründung für Enteignung und Diebstahl lieferte der umtriebige Karl Mardochai Marx.
    Der Grund für das Entwickeln der Mehrwerttheorie lag nicht in der Aufklärung, sondern darin, einen Grund für die Revolution zu finden. In der Tat muss jedes wirtschaftende Unternehmen einen Gewinn erwirtschaften, ansonsten ist es pleite. Diesen Gewinn erwirtschaften Unternehmer und Arbeitnehmer in gleichen Maßen. In reinen Handelsunternehmen ist der Anteil des Unternehmers daran weit größer, weil nur er über die Einkaufspreise entscheidet. Daraus schmiedet Marx dann, dass die Arbeiter „enteignet“ würden und folgert, dass deshalb jetzt die Unternehmer zu enteignen seien.
    Dabei „übersah“ er aber, dass auch die enteigneten und verstaatlichten Unternehmen einen Gewinn erzielen müssen: das Mehrwertgesetz ist ein ökonomisches Gesetz und gilt folglich für Alle! Somit war diese marxsche Begründung für den gewaltigen Diebstahl an hunderttausenden Unternehmen wieder obsolet geworden.
    Dennoch schrieben Marx und Engels fortwährend den Satz:
    „Expropriation der Expropiateure!“ Enteignung der Enteigner. Obwohl doch Marx intelligent genug gewesen sein sollte, den eigenen Satz als Lüge und Stuss zu erkennen.

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