Bill Clinton schuld an Cholera-Epidemie in Haiti?


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Die Vereinten Nationen räumten vor zwei Wochen erstmals eine Verantwortung für die Cholera-Epidemie in Haiti aus 2010 ein. UN-Truppen kippten angeblich medizinischen Abfall in die Wasserversorgung, wodurch sich der Erreger ausbreitete. Einsatzleiter war zu diesem Zeitpunkt der frühere US-Präsident Bill Clinton.

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Vereinte Nationen in Genf, Bild: Eigene Fotografie

Die Vereinten Nationen (UN) haben Bill Clinton für die Cholera-Epidemie im Jahr 2010 verantwortlich gemacht, der fast 10.000 Menschen zum Opfer fielen. Dies melden US-Medien (Quellen unten). Zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Epidemie war Bill Clinton Leiter der Hilfsmission der UN in Haiti. UN-Truppen kippten medizinischen Abfall in die lokale Wasserversorgung, wodurch das Wasser kontaminiert und Hunderttausende Menschen mit Cholera infiziert wurden.

Cholera wird durch Flüssigkeit übertragen, breitet sich in feuchten Umgebungen rasch aus und war bereits seit 100 Jahren vor Clintons Hilfsmission in Haiti praktisch ausgerottet, schreibt Breitbart. Die Krankheit verursacht so lange Erbrechen und Durchfall, bis die infizierte Person dehydriert und stirbt. Ein unbehandelter Cholera-Patient hat in der Regel nur 24 Stunden bis zum Exitus. Die Cholera-Epidemie löste in Haiti massive Proteste gegen die UN aus. Bill Clinton selbst gab im Jahr 2012 die Rolle der UN in der Epidemie zu und bestätigte zudem, dass sich der Erreger über das Wasser verbreitet haben muss.

Die UN spielten dies in einer Stellungnahme herunter und sagten, dass man an einer Verbesserung der Hygiene in Haiti hart arbeite. Erst Jahre später, am 17. August 2016, räumten die UN erstmals eine Verantwortung für den Ausbruch der Cholera offiziell ein. Nepalesische Blauhelme, welche in ihrem Land zuvor ebenfalls gegen eine Cholera-Epidemie kämpften, hätten das Virus ins Land getragen.



Bereits 2014 hatten 1.500 Bürger Haitis die UN eine Klage angekündigt mit der Forderung von Schadenersatz für den Tod von mindestens 8.000 Menschen und die Erkrankungen von mehr als 600.000 Menschen. Zudem wurden Mittel für eine saubere Wasserversorgung gefordert. Die UN sind jedoch diplomatisch immun, sodass es sehr schwer ist, die Organisation rechtlich zu belangen. In Port-au-Prince und anderen Städten Haitis wurden im Jahr 2010 durch ein schweres Erdbeben 1,5 Millionen Menschen obdachlos, über 300.000 starben. Bis heute leben viele der Opfer in Notlagern.

Quellen: yournewswire, breitbart, fox, thenewamerican

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