Chinesischer Zerstörer dockt in Straße von Hormuz an


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Ein chinesischer Zerstörer hat in unmittelbarer Nähe der Straße von Hormuz angedockt, um mit der iranischen Marine Informationen auszutauschen und eine gemeinsame Militärübung durchzuführen. Dies meldeten iranische Medien am Sonntag.

Iranische Marine
Bildquelle: Wikipedia, gemeinfrei

Ein chinesischer Zerstörer hat im südlichen iranischen Hafen in Bandar Abbas in unmittelbarer Nähe der Straße von Hormuz angedockt, wie iranische Medien am Sonntag meldeten. Dabei handelt es sich um einen viertägigen Besuch, bei dem die Seestreitkräfte beider Nationen ihr Know-How austauschen möchten.

Laut Admiral Hossein Azad, Chef der Marine in Bandar Abbas, sollen neben technische Informationen auch Rettungseinsätze koordiniert sowie eine gemeinsame Militärübung durchgeführt werden. Der Zerstörer wird von einem Logistikschiff begleitet und war zuvor auf dem Weg in den Golf von Aden als Teil einer internationalen Mission zur Bekämpfung der Piraterie. Auch Irans Marine und andere Länder beteiligen sich am Kampf gegen die Piraterie in der Region. In den vergangenen Monaten hat der Iran bereits zwei mal chinesische Handelsschiffe vor Piraten geschützt, heißt es.

Der Besuch der chinesischen Marine ist strategisch im Sinne Irans, möglicherweise um künftig ein besseres Gleichgewicht in der Region zu schaffen. Auch die 5. Marineflotte der USA ist nicht weit an der Küste von Bahrain stationiert. Die Vereinigten Staaten bedrohen den Iran seit dem Sturz der pro-amerikanischen Diktatur im Jahr 1979 immer wieder mit Militärschlägen. Durch die Straße von Hormuz werden knapp ein Fünftel allen weltweiten Öls verschifft.

Nach vergangenen Kriegsdrohungen durch die USA und Israel hat der Iran mehrfach angekündigt, die Straße von Hormuz zu sperren. Dies könnte problemlos etwa durch das Versenken einiger Großtanker durchgeführt werden (interessanter Leserkommentar dazu hier).

9 Kommentare

  1. Ich denk, der Iran will damit indirekt der USA zeigen, dass sie eben auch gute Freunde haben, die sie unterstützen täten, wenn die USA aufmuckt 🙂

  2. Anders, als Einzelakteure wie die Ermordeten Kennedy, Hussein oder Gaddafi werden „BRICS“ und viele andere Völker sich von der talmudischen FED befreien!

  3. @ Katy Tess , ich glaube das ist kein guter Vorschlag, denn der Preis ist doch längst entweiht, weil er auch an miese Typen wie Obama und Henry Kissinger und Al Gore vergeben wurde.

    Unser Kriegsprediger wäre vielleicht ein dankbarer Anwärter. Der würde dann sogar zur Höchstform auflaufen und zum Krieg gegen den bösen Iran aufrufen.

  4. Interessant zu wissen in diesem Zusammenhang vielleicht:
    China baut in Gwadar / Pakistan, nur ca. 75 km von der Grenze zu Iran entfernt, einen Riesen-Hafen – nur 600 km östlich der Straße von Hormuz.
    Von diesem Hafen aus soll dann ein „Wirtschafts-Korridor“ durch West-Pakistan nach Nordosten bis nach Südwest-China gebaut werden: Pipelines, Nachrichten-Leitungen usw.
    Man sieht, welch großes strategisches Interesse China an dieser Region hat.
    Ob das nur wirtschaftliche Interessen sind, wird man gelegentlich erfahren …

  5. Kurz zum Link auf den „interessanten Kommentar“:

    1. Als der Iran Raketenübungen verkündete, ohne sie wirklich zu beginnen, stieg der Rohölpreis um sechs Prozent. Eine militärische Auseinandersetzung in der Nähe der Straße von Hormuz würde zum sofortigen Erliegen des Tankerverkehrs führen, weil niemand die Versicherungsprämien bezahlen könnte.

    2. Nein, der Iran hat kein Recht auf Atomwaffen. Er ist Mitgliedsstaat des NPT, also darf er sie nicht haben. Was er als Staat hat, ist ein unveräußerliches Recht auf das komplette zivile Programm, also auch auf die Anreicherung. Der NPT, Art. IV, sagt:

    „1. Nothing in this Treaty shall be interpreted as affecting the inalienable right of all the Parties to the Treaty to develop research, production and use of nuclear energy for peaceful purposes without discrimination and in conformity with articles I and II of this Treaty.

    2. All the Parties to the Treaty undertake to facilitate, and have the right to participate in, the fullest possible exchange of equipment, materials and scientific and technological information for the peaceful uses of nuclear energy. Parties to the Treaty in a position to do so shall also cooperate in contributing alone or together with other States or international organizations to the further development of the applications of nuclear energy for peaceful purposes, especially in the territories of non-nuclear-weapon States Party to the Treaty, with due consideration for the needs of the developing areas of the world.“

    Ich denke, das ist eindeutig.

    3. Nein, die Artikel I bis III bilden keine Bedingung, die den Artikel IV Einschränkungen unterwerfen. Der Lektüretipp dazu:

    http://www.barnesandnoble.com/w/interpreting-the-nuclear-non-proliferation-treaty-daniel-joyner/1102120695?ean=9780199669943

  6. @ g_h
    Ich kenne keine internationalen Regeln und Vereinbarungen, an die sich die USA je gehalten hätten. Warum sollen es andere beachten ?

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