Chinas Öl-Importe aus Iran steigen um 19 Prozent


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Trotz der Sanktionen seitens der USA und der Europäischen Union sind Chinas Rohölimporte aus dem Iran auf ein Viermonatshoch gestiegen. Pro Tag hat China im Oktober 458’000 Barrel aus der Islamischen Republik eingeführt. Auch nach Japan und Südkorea wurde mehr Öl exportiert.

Wird nicht so ohne weiteres von den USA überfallen:
China, die größte Volkswirtschaft Asiens

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt importierte im Oktober 458’000 Barrel Rohöl pro Tag aus dem Iran. Trotz der US- und EU-Sanktionen konnten die Einfuhren aus der Islamischen Republik ein Viermonatshoch erreichen, wie die kanadische Zeitung Financial Post am Freitag meldete. Ganze 8,2 Prozent aller Rohölexporte des Iran gehen an das Reich der Mitte.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Hong Lei sagte am 29. Juni, dass Käufe iranischen Rohöls trotz der Sanktionen „völlig gerechtfertigt und legitim“ seien. Im Oktober dementierte der iranische Ölminister Rostam Qasemi Berichte, nach denen die Ölproduktion des Landes auf etwa 2,7 Millionen Barrel pro Tag gefallen sei. „Der Iran produziert 4 Millionen Barrel täglich“, unterstrich er. Auch Lieferungen nach Japan und Südkorea steigen wieder – trotz der Sanktionen.

Iran ist derzeit Chinas drittgrößter Rohöl-Lieferant und liefert rund 12 Prozent des gesamten jährlichen Ölverbrauchs der größten asiatischen Volkswirtschaft. Allein im Oktober sind die Rohöl-Exporte nach China um 19 Prozent zum Vormonat gestiegen.