China wirft US-Staatsanleihen auf den Markt


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Nach der Abwertung des Yuan hat China damit begonnen, US-Staatsanleihen im großen Stil auf den Markt zu kippen. Dabei handelt es sich um die größte Verkaufswelle seit 1978. Auch Russland, Brasilien und andere Länder ziehen nach. Ist das der Beginn eines globalen „Dollar-Abverkaufs“?

China und Russland, Bild: Latuff Cartoons
China und Russland, Bild: Latuff Cartoons

Jahrelang haben die Zentralbanken der sogenannten Schwellenländer US-Anleihen aufgekauft, um ihre Devisenreserven zu erhöhen. Doch scheint sich diese Bereitschaft allmählich dem Ende zu neigen, schreibt das Wall Street Journal (kostenpflichtiger Artikel, über Google kommt man aber trotzdem rein).

Insbesondere China verabschiedet sich in letzter Zeit im großem Umfang von amerikanischen Staatsanleihen. Nachdem die chinesische Regierung den Yuan im August abwertete, erlebt die Währung einen massiven Abverkauf von Investoren, die weitere Abwertungen befürchten. Um dies zu kompensieren, kauft die chinesische Zentralbank ihre eigene Währung auf und kippt gleichzeitig ihre Dollarreserven auf den Markt.

China wechselt damit die Seiten: Einst war das Land der größte Käufer von US-Staatsanleihen, nun ist es der größte Verkäufer. Und China ist nicht allein. Im Juli hat Russland US-Staatsanleihen im Wert von 32,8 Milliarden US-Dollar verkauft, auch Brasilien und Taiwan beteiligen sich am sogenannten „Dollar-Dumping.“ Insgesamt handelt es sich um den größten Abverkauf seit 1978.

Ein neuer Trend, der möglicherweise darauf hindeutet, dass eine globale Dollarverkaufswelle begonnen hat, schreibt Sott.net.