China kritisiert Währungspolitik der USA


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China hat seine Skepsis gegenüber der Asset-Käufe durch die US-Notenbank Federal Reserve betont. Diese Maßnahmen, besser bekannt unter der Bezeichnung „Quantitative Easing“ (QE) würden Währungsschwankungen in den Schwellenländern deutlich erhöhen.

Treten sich immer wieder auf die Füße:
Der US-Dollar und der Yuan Renminbi

Die größte asiatische Volkswirtschaft kritisierte die „unverantwortliche Pump-deinen-Nachbar-an-Politik“ der Vereinigten Staaten, da dies erhebliche und anhaltende Auswirkungen insbesondere auf die Schwellenländer habe. Dies sagte Zhu Hong, Chinas zweiter Vertreter bei der World Trade Organization während eines Treffens in Genf am Montag.

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte im September angekündigt, in der dritten Runde des QE-Programms pro Monat Anleihen für 40 Milliarden Dollar aufzukaufen. Dies halte die Zinsen für Staatsanleihen auf niedrigem Niveau und fördere gleichzeitig das Wachstum der US-Wirtschaft, so die offizielle Begründung für diese Maßnahmen. Ähnliche Aktionen wurden seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 von den Zentralbanken in Japan und dem Vereinigten Königreich durchgeführt. Das Ergebnis dieser QE-Geldpolitik seien enorme Währungsschwankungen auf den internationalen Märkten, bemängelte Zhu.

Während der Präsidentschaftswahlen in den USA hatte Mitt Romney den Chinesen die Manipulation des Yuan Renminbi vorgeworfen. China hatte diese Vorwürfe bestritten und beschuldigt nun die USA der Manipulation des Dollars. Im vergangenen Jahr erreichte das US-Handelsdefizit mit China einen neuen Rekord von 295 Milliarden US-Dollar. Allein im April betrug das Defizit 24,5 Milliarden US-Dollar, fast eine Milliarde pro Tag.