Chávez verurteilt Grausamkeiten im Gaza-Streifen


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Hugo Chávez bedauerte während einer Kabinettssitzung die Tatsache, dass der Gazastreifen schon wieder von Israels Streitkräften bombardiert wird. Tony Blair fordert ein Ende der Angriffe „von Gaza auf Israel“ und der israelische Premier versteckt sich in einem Bunker.

Bombardieren Städte im Gazastreifen:
Israelische Kampfjets

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat die neue Welle der „grausamen“ Luftangriffe auf den Gazastreifen durch Israel scharf kritisiert.  „Es hat eine weitere grausame Aggression gegen den Gazastreifen begonnen. Wieder einmal bombardiert Israel den Gazastreifen“, sagte Chávez während einer Kabinettssitzung am Donnerstag. Chávez ist ein großer Kritiker der Regierung in Tel Aviv und hatte bei den letzten Angriffen Israels auf Gaza im Jahr 2009 den israelischen Botschafter aus Venezuela ausgewiesen und alle diplomatische Beziehungen abgebrochen.

22 Menschen wurden bei den jüngsten Gefechten getötet und mehr als 160 weitere verletzt. Am Donnerstag wurden mindestens 20 Luftangriffe auf das belagerte palästinensische Gebiet durchgeführt. Bombardiert wurde laut Meldungen der mittlere Teil von Gaza sowie die Städte Rafah und Beit Hanun. Die israelische Regierung plant laut Berichten eine Bodenoffensive und möchte dafür 30’000 Soldaten und Reservisten einsetzen. Der britische Ex-Premier und verurteilte Kriegsverbrecher Tony Blair rief die Palästinenser indes dazu auf, dass sie aufhören sollen „Israel anzugreifen“.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu drohte und geiferte, dass er seine Streitkräfte „deutlich ausweiten“ werde. Während seine Truppen mit Luftangriffen Angst und Schrecken bei der Zivilbevölkerung in Gaza verbreiten, sitzt er – wie man es von einem Staatsmann heute irgendwie nicht mehr anders erwartet – selbst in einem sicheren Bunker in Tel Aviv, wie der israelische Sender Channel 10 meldete, um sich vor ein paar selbst gebastelten Raketen aus Gaza zu schützen. Der ägyptische Premier Hesham Kandil hingegen scheint durchaus heldenhafterer Natur zu sein als sein israelischer Amtskollege und besucht heute das Kriegsgebiet. Vorab stellte er klar, dass er in diesem Konflikt auf Seite der Palästinenser stehe.

Bisherige Todesopfer: 19 Palästinenser, 3 Israeli. Verletzt wurden 160 Menschen.