Bush-Beraterin: "Deutschland wird aus dem Euro aussteigen"


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Deutschland bereite sich darauf vor die Währungsunion zu verlassen, sagte Philippa Malmgren, die frühere Wirtschaftsberaterin des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. „Meine Ansicht ist, dass sich Deutschland aus der Währungsunion zurückziehen wird“, wie sie laut einem Bericht des Portals Moneynews auf einer Investorenkonferenz in London bemerkte. „Die Entscheidung wurde seitens der Regierung bereits getroffen. Das Verlassen der Währungsunion ist durchaus möglich und ich denke, dass die Druckereien bereits die alte D-Mark drucken.“ Malmgren, Mitbegründerin von Principalis Asset Management, räumte ein, dass ein Austritt aus der Eurozone ein radikaler Schritt sei und dazu führen werde, dass deutsche Exporte dadurch stark belastet würden. Doch fügte sie hinzu, dass die deutsche Industrie stark genug sei, um dies zu verkraften.

Länder, die in der Vergangenheit Währungsunionen verlassen hätten, seien in der Regel die größeren, wohlhabenderen und demokratischeren Länder gewesen. Malmgren sagte voraus, dass weitere Länder der Eurozone pleite gehen und tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft stattfinden würden. „Es ist wichtig, die Öffentlichkeit darauf vorzubereiten und mit dieser Situation richtig umzugehen.“ Malmgren ist mit ihrer düsteren Prognose nicht die einzige, die die Probleme in der Eurozone als schwere Bedrohung betrachtet.

„Der Euro steht kurz vor seinem hässlichen Ende“, sagte Stefan Homburg, Leiter des Institut für Öffentliche Finanzen, laut der britischen Zeitung The Telegraph. „Ein Zusammenbruch der Währungsunion erscheint jetzt unausweichlich.“ Auch die Irische Zentralbank drucke bereits seine alte Währung für den Fall, dass das Land beschließt, die Eurozone zu verlassen, wie Moneynews weiter berichtet. Zumindest mache das Gerücht in Dublin die Runde, wie Alan McQuaid, Chefvolkswirt bei Bloxham Stockbrokers in einem Gastbeitrag in der britischen Zeitung The Guardian schrieb. Er sei nicht sicher, ob das Gerücht wahr ist. Aber er hoffe, dass Irland Notfallpläne hat für den Fall, dass der Euro zerfällt.

Zahlen & Fakten

  1. 90 Prozent der deutschen Bürger glauben, dass die Schuldenkrise mit immer größeren Rettungsschirmen nicht gelöst werden kann
  2. Die griechische Staatsverschuldung erreicht laut Prognosen nächstes Jahr 172% des BIP
  3. Das griechische Defizit beträgt Ende des Jahres voraussichtlich 9%
  4. Barclays rechnet mit einem Rückgang von 5,7% des griechischen BIP in diesem Jahr
  5. Seit Mai 2010 kaufte die EZB Staatsanleihen im Gesamtwert von 115,5 Milliarden Euro
  6. Europäische Bankaktien fallen im Sinkflug, ähnlich wie 2008
  7. Laut der griechischen Regierung gibt es nur noch Liquidität, um diesen Monat zu überstehen
  8. Geht Griechenland pleite, könnte Portugal unmittelbar danach ebenfalls pleite gehen
  9. Griechenland, Spanien, Portugal, Irland und Italien schulden dem Rest der Welt insgesamt 3 Billionen Euro

1 Kommentar

  1. Der Tag an dem der Euro und die EUdssr abgeschafft werden, ist ein Feiertag !
    Das ist dann das Ende der neuen Supra Nationalsozialisten !

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