Burn Pits: Pentagon vergiftete hunderte US-Soldaten im Irak


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Laut dem neuen Buch eines US-Sergeants wurden im Irak hunderte Soldaten durch sogenannte Burn Pits (Verbrennungsgruben) vergiftet. Darin wurden Reifen, Batterien, Pestizide, medizinische Abfälle oder auch Leichen verbrannt.

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The Burn Pits, Bild: Amazon

Das US-Unternehmen Halliburton vergiftete im Auftrag der US-Regierung hunderte US-Soldaten im Irak. Dies geht aus Enthüllungen des ehemaligen Marine- und Army-Sergeants Joseph Hickman hervor, die er im Buch „The Burn Pits: The Poisoning of America’s Soldiers („Die Verbrennungsgruben: Die Vergiftung der Soldaten Amerikas“) öffentlich machte.

Demnach waren fast 1.000 Soldaten und örtliche Zivilisten giftigem Qualm aus Verbrennungsgruben ausgesetzt. Halliburton betrieb rund 250 dieser Burn Pits, die zum 40 Milliarden Dollar-Gewinn des Konzerns während des Irak-Kriegs beigetragen haben. Damaliger Vize-Präsident der Vereinigten Staaten war Dick Cheney. Zuvor war er der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens.

Wahrscheinlich wurde durch diese Beziehungen im Irakkrieg riesige Aufträge gegen horrende Kosten ermöglicht. In den oben genannten Burn Pits wurde alle mögliche verbrannt: Reifen, Lithium-Batterien, Asbest-Isolierung, Pestizid-Container, Styropor, Metalle, Farben, Kunststoff, medizinische Abfälle und sogar menschliche Leichen.

Das US-Militär darf die Umwelt nämlich hemmungslos zerstören: Bekanntermaßen ist das Pentagon der größte Umweltverschmutzer der Welt. Soldaten kehrten mit Atemwegserkrankungen nach Hause zurück. Die Veterans Administration (VA) verweigerte notwendige Behandlungen. Einige bekamen Krebs, viele bekamen Kinder mit Behinderungen.

Krebs, Geburtsfehler

Auch Beau Biden, Sohn des ehemaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden, starb nach seinem Militärdienst im Irak an einem Hirntumor. Er war in der Nähe einer der Burn Pits stationiert. Salon interviewte Autor Joseph Hickman. Dieser sagte, dass das US-Verteidigungsministerium alles dafür tut, um die Zusammenhänge zu vertuschen oder herunterzuspielen.

Joint Base Balad, die größte US-Basis im Irak, hatte eine dieser Verbrennungsgruben. Im Sommer 2008 wurden dort 147 Tonnen Abfälle pro Tag verbrannt. Die Army Times veröffentlichte damals einen kritischen Bericht darüber.

Burn Pits wurden als „vorübergehende Maßnahme“ zur Abfallentsorgung eingeführt. Doch wurden erst nach mehreren Jahren andere Methoden eingesetzt. Allerdings werden Burn Pits laut einem Bericht von Stars and Stripes aus dem Jahr 2016 weiterhin eingesetzt.

>> Hier geht’s zum Buch von Joseph Hickman: Klick

Quellenangaben anzeigen
yournewswire, freethoughtproject, stripesmilitarytimes, wikipedia

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