100 Milliarden-Reserve: BRICS wenden sich vom IWF ab


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Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) wenden sich vom IWF ab, da sich dieser in westlicher Hand befindet und sich in erster Linie auf die Euro-Rettung konzentriert. „Im Notfall gibt es wenig Hoffnung auf Unterstützung“, sagte Russlands Sonderbotschafter.

brics

Nun ist es amtlich: Die BRICS-Staaten verringern ihre Abhängigkeit vom IWF. Russland hat diese Woche eine Devisenreserve in Höhe von umgerechnet 100 Milliarden Dollar. Der Pool soll die nationalen Währungen vor der Volatilität der globalen Märkte zu schützen, meldet TeleSurTV.

Russlands Sonderbotschafter Vadim Lukov sagte, dass der IWF sich in erster Linie auf die Rettung des Euro und die nationalen Währungen entwickelter Länder konzentriere. Zudem sei der IWF in den Händen der Westmächte, weshalb es in einem Notfall wenig Hoffnung auf Unterstützung gebe. „Darum ist die Währungsreserve sehr nützlich“, so der Diplomat.

Die Währungsreserve würde gewährleisten, dass sich ein Mitglied der BRICS-Staaten etwa im Falle einer Krise im Bankensystem nicht mehr an den IWF wenden müsste.

Die BRICS-Gruppe umfasst fünf der weltweit größten Entwicklungsländer: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. China stemmt mit 41 Milliarden Dollar den Löwenanteil, gefolgt von Russland, Brasilien und Indien mit jeweils 18 Milliarden Dollar. Südafrika beteiligt sich mit 5 Milliarden Dollar.

15 Kommentare

  1. Nur so läßt sich das US Verbrechersystem, welches der größte Feind der Menschheit ist, an die Kette legen.

  2. Na da kann man die BRICS nur herzlich beglückwünschen. Haben die doch längst erkannt, welch ein verbrecherisches und Menschen verachtendes Werkzeug der westl. Hochfinanz der IWF doch ist.
    Überall dort, wo der IWF seine schmutzigen Finger im Spiel hat(te) herrschen im Anschluß Hunger, Elend und bitterste Not.

    Hier ein sehr erhellendes und sehenswertes Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=GCkKxITTKYw

  3. Wenn man das weiter denkt, so läuft das auf eine (erneute) Zweiteilung des Weltfinanzsystems hinaus.
    Eigentlich war mit dem Zusammenbruch des Marxismus und der damit verbundenen Konvertibilität aller Währungen untereinander diese Trennung aufgehoben.

  4. @Kuno: Das westliche Finanzsystem der Finanzeliten lebt vom Raub. Gibt es nichts mehr zu rauben, geht es unter, wie weiland das Römische Imperium. Es werden also keine zwei Finanzsysteme konkurrierend nebeneinander existierend auf Dauer übrigbleiben. Der Westen wird sich anpassen (man könnte auch sagen, wieder zu den Anfängen zurückkehren) und zusammenarbeiten mit BRICS, wenn es überleben will.

  5. Bedaure nein, moessingen.
    Denn es gibt nur eine Weltwirtschaft und im Grunde sollte es auch nur eine Weltfinanzwirtschaft geben.
    Gegenseitige absprachen gibt es schon lange.
    Ich habe auch noch nie behauptet, dass der Dollar vor dem Ende steht. Wenn das so wäre, dann bastelten FED und Administration an einem neuen Dollar. Aber nein, die basteln an einem neuen Weltfinanzsystem! Ich bin mir auch nicht sicher, ob die hier konkurrierende Asiatische Entwicklungsbank wirklich andere Wege gehen wird. Denn alle Probleme sind global und sollten daher global gelöst werden.
    Auf Dauer wird sich eine „Weltzentralbank“ nicht vermeiden oder umgehen lassen.
    Ich würde auch nicht unterschreiben wollen, dass unser Wirtschaftssystem auf „Raub“ begründet wäre.
    Es gibt Ungerechtigkeiten, die gibt es aber auch zwischen den Menschen und sogar in der Familie.
    für mich zählt, dass nach dem Zusammenbruch der einzigen existiert habenden Alternative 1990, sich unser Wirtschatssystem als das überlegene herausgestellt hat.
    Weitere Alternativen gibt es nicht.
    Übrigens war auch das nationalsozialistische „Wirtschaftsmodell“ nicht anders konstruiert.
    Hjalmar Schacht pflegte Kritikern, die seine Amtsübernahme unter Hitler 1933 kritisierten zu antworten: „es gibt keine nationalsozialistische Wirtschaftspolitik!“.
    Wie auch immer; halten wir fest: es gibt jetzt und in überschaubarer Zukunft keine Alternative.
    Auch die Ukrainekrise wird sich irgendwann beruhigen und wenn jetzt jeder von uns Schlaftabletten nimmt und in 10 Jahren wieder aufwacht, wird er festellen.
    Die FED ist die neue Weltzentralbank und Deutschland existiert nur noch auf dem Papier.

  6. Nun, wünschen kann man sich Vieles, aber der Blick auf die Realität sollte ungetrübt bleiben. Das westliche Finanzsystem ist hoffmungslos bankrott und außer „Gelddrucken“ passiert nicht mehr viel. Das ist die innere Logik für die neu begonnene Konfrontation mit dem Osten, die schnell „heiß“ werden kann. Obama wurde wohl gerade deshalb auch höchstpersönlich auf dem letzten ASEAN-Gipfel vom chinesischen Präsidenten zu einem Strategiewechsel aufgefordert/eingeladen. Bisher haben schon viele europäische und asiatische Nationen zugesagt. Die viel besagte WIN-WIN-Strategie der BRICS soll nicht nur die ohnehin dem Untergang geweihte westliche Finanzpolitik des sinnlosen Gelddruckens weichen, sie ist auch die einzige friedliche Alternative zu Choas und Konfrontation. Und ich bleibe dabei, eine friedliche Koexistenz zweier so verschiedener Finanz- und Wirtschaftspolitiken geht auf Dauer eh nicht. Und die Abstimmung der Völker hat bereits jetzt ein ganz klares Votum für den Neustart erbracht. Den Rest, den Sie da schreiben, nehme ich Ihnen so nicht ab, dass glauben Sie ja selbst nicht. Russland und China werden ihr Knie vor niemanden mehr beugen. Wir sehen bereits das Ende der monopolaren Welt und das ist gut so!

  7. Ich glaube auch, dass die Zeit der Weltherrschaft der USA (um das mal ganz klar zu benennen) sich dem Ende zuneigt.
    China könnte an dessen Stelle treten.
    Aber China ist ein taumelnder Riese, die Finanzen sind am Ende. Eine Blase folgt der nächsten. Prof. Chi Ming, erklärte letztens im Phoenix Kanal (war aber so ähnlich schon bekannt), dass die frisch gebauten Geisterstädte in China (alle am Markt vorbei gebaut!) neue Geisterstädte dazugesellt werden, weil die Baukonkunktur weiterlaufen müsse, weil sonst die Blase platze. Also: Um zu verhindern dass die Immobilienblase in China platzt, sorgt die Regierung dafür, dass diese immer weiter anschwillt.
    Wir reden hier also nicht vom „westlichen“ Wirtschafts- und Finanzsystem. Wir reden vom Weltfinanzsystem.
    Und auch, wenn das noch nicht bis zum Internet vorgedrungen sein sollte: die USA arbeiten bereits an einem neuen Weltfinanzsystem.
    Und früher oder später werden wir alle „überrascht“ werden von den weltweit bekannt gegebenen Beschlüssen.
    Alle Probleme dieser Welt sind lösbar. Die Kubakrise war nicht weniger gefährlich wie die Ukrainekrise.
    Und ob hier China, Indien, Russland mit im Boot sind, kann man bezweifeln. Aber wir wissen es nicht. Bezahlen muss das ohnehin die Bevölkerung, denn ein Wertverlust ist immer damit verbunden. Anders geht es nicht.
    Zwar ist die Staatsverschuldung Chinas und Russlands kleiner wie die der westlichen Staaten. Aber die innere Verschuldung, die Zunahme der Geisterstädte in China, die gesamte instabile Situation Chinas, trotz hohem Wirtschaftswachstum (oder gerade deshalb), könnte auch Peking an die Seite einer künftigen Weltzentralbank zwingen.
    Das betrifft einen möglichen Kniefall in politischen Dingen nicht, das ist wieder was anderes. Da werden die USA zurückstecken müssen. Aber das kann auch noch eine Weile dauern. Zuvorderst rüstet Japan auf und begehrt eigene Atomwaffen. Probleme über Probleme!
    Und dennoch wird die Welt daran nicht zugrunde gehen.
    Ich empfehle nicht, sich heute, wegen dieser Probleme, die alle schon mal früher da waren, aufzuhängen.
    Die Erde dreht sich immer weiter.

  8. Sie wiederholen sich! Fest steht dagegen, dass niemand auf Dauer und in Frieden mit einem hungrigen Kannibalen unter einem Dach leben kann. Und das genau ist das heutige angloamerikanische Finanzsystem, ungefähr seit der Zeit Nixons, als dieser den Dollar durch die Abkopplung vom Gold schnell zu einer internationalen Spekulationswaffe verkommen ließ. Soviel nur zu Ihrer vorherigen Behauptung, das System sei erfolgreich gewesen – die MAFIA war/ist es auch… Nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion zeigten die MACHER dann ihr wahres Gesicht und hatten viel Zeit ihre Weltherrschaftspläne in trockene Tücher zu bringen. Nun stehen Sie mit ihrem völlig ruinierten Finanzsystem am Abgrund und es heißt: „rien ne va plus“! Letztlich bleiben noch zwei Optionen: Krieg oder Zusammenarbeit zum GARANTIERTEN GEGENSEITIGEN ÜBERLEBEN der Menschheit. Ihre Analysen des Istzustandes ist den Bedingungen einer anderen Zeitrechnung entlehnt. Machen Sie einmal ein update!

  9. muss @moessingen recht geben, man kann doch nicht jedes verdammte thema auf 1933 projizieren, das interessiert doch keine sau!

  10. @tonfa: „verdammtes Thema“…“1933″…“interessiert doch keine sau!“
    Muss schon sagen, tiefen-psychologisch sehr geschickt.

  11. Beziehungsweise das war von mir eine kleine Anmerkung am Rande.
    Weil ich über die entsprechende Literatur verfüge.
    Es war kein Thema hier und sollte auch keins sein.

  12. @kuno: Nein, nicht verlesen, wohl eher ein sehr geschickt vorgetragenes, vergiftetes Lob. Aber wenn Sie „beziehungsweise“ schreiben, dann dürfen Sie gerne auch den Bezug nennen.

  13. @ rotepmal
    Üblicherweise duzen wir uns hier.
    Welcher Bezug? Na, ganz klar der Bezug auf meine weiter oben stehende Replik.
    Da habe ich dann notiert … beziehungsweise. Hätte auch … oder… heißen können.
    Semantisches Problem gelöst?

  14. Na ja, Semantik ist die Bedeutungslehre oder die Theorie oder Wissenschaft von der Bedeutung der Zeichen. Sie sollten da aber Ihre Begrifflichkeit überprüfen. Und da ich zunächst auf @tonfa reagierte, habe ich nicht sofort den BEZUG verstanden. Jetzt ist es aber klar, danke.

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