Bolivien: Präsident Morales lässt US Aid Agency ausweisen


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Das amerikanische Ministerium für Entwicklungshilfe, auch als die „United States Agency for International Development“ (kurz „USAID“) , ist, wie bekannt wurde am Donnerstag auf Geheiß des bolivianischen Präsidenten Evo Morales des Landes verwiesen worden. Der US-Behörde werden seitens der bolivianischen Regierung Unterwanderungsversuche vorgeworfen.

Evo Morales, Wikipedia, Autor: Pierre Coudouy
Boliviens Präsident Evo Morales,
Wikipedia, Autor: Pierre Coudouy

Bereits am Mittwoch hatte Präsident Morales behauptet, dass die USAID in „politische Interferenzen in Bauernverbänden und anderen sozialen Organisationen“ involviert sei. „Niemals mehr, niemals mehr die USAID, die unsere Anführer benutzt und manipuliert“, ließ der erste indigene Präsident Lateinamerikas bei den 1.Mai Feierlichkeiten verlauten. Eine Aussage des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und aktuellen Außenministers der Vereinigten Staaten von Amerika John Kerry, nach der „die westliche Hemisphäre unser (Anm. d. Red. der USA) Hinterhof“ ist, war der Ausweisung der USAID vorangegangen. Morales bezeichnete diese Aussage als „kritisch für uns“.

Bolivien hatte seit der Wahl Evo Morales zum Präsidenten immer wieder mit Abspaltungsbemühungen der reichen Oberschicht in der Region Santa Cruz zu kämpfen. Dies und die blutige Vergangenheit Südamerikas, erst unter kolonialer, dann unter amerikanischer Vorherrschaft, ließen bei vielen Südamerikanern die Alarmglocken klingeln als die Aussage des US-Außenministers bekannt wurde. Bereits im Jahre 2008 hatte die Morales Administration für Aufsehen gesorgt, als sie den US-Botschafter des Landes verwies und ihm Unterstützung der Opposition vorwarf.

Die United States Agency for International Development koordiniert die Entwicklungshilfen und Programme der US-Regierung. In der Außenpolitik der Vereinigten Staaten ist die USAID für die Bereiche Wirtschaftswachstum, Landwirtschaft, Handel, Gesundheitspolitik, sowie Demokratie zuständig.

Die USAID war bereits im September 2012 in die Schlagzeilen geraten. Damals teilte das russische Außenministerium die Ausweisung der US-Behörde mit, unter der Begründung, sich in innenpolitische Belange eingemischt zu haben. Unter Anderem war die Finanzierung von Oppositionsparteien und versuchte Einflussnahme bei den Präsidentschafts- und Dumawahlen in Russland einer der Vorwürfe.

3 Kommentare

  1. @ Imex, ja!

    und es werden immer mehr, die den Ami herausfordern und ihm helfen, sich zu verzetteln und damit das Prinzip divide et impera sehr geschickt gegen das Imperium anwenden, was ich persönlich für sehr gut halte. Je mehr Brennpunkte es auf der Welt gibt, in denen der Weltpolizist sich fangen läßt, umso schneller wird er müde und verarmt dabei. Aufpassen müssen wir nur, dass wir mit solchen aktionen nicht den Patriotismus der segelohrenbimboliebhaber herausfordern, aber das klappt bisher ganz gut. Syrien wird sich aus diesem grund nicht gegen israels krieg wehren dürfen, doch vieleicht schafft es die hammas ein paar denkzettel zu verteilen.

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