Bolivien eröffnet „anti-imperialistische“ Militärschule


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Um der „US-imperialistischen Präsenz in Entwicklungsländern“ entgegenzuwirken, hat Bolivien eine Militärschule eröffnet. Die Schule soll als Gegenstück zur berüchtigten US School of the Americas in Georgia fungieren. Die Angst vor einem wachsenden Einfluss der USA in Lateinamerika ist nicht unberechtigt, da Washington das Budget für Militäroperationen in der Region seit 2007 verdreifacht hat.

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Info, Gegenfrage.com

Boliviens Präsident Evo Morales hat eine neue Militärschule eröffnet, in der die Soldaten auf eine wachsende „US-imperialistische Präsenz in Entwicklungsländern“ vorbereitet werden sollen. In entsprechenden Kursen geht es unter anderem um die Geopolitik, natürliche Ressourcen und die bolivianischen Sozialstrukturen. Die neue Schule, die in Santa Cruz im Osten Boliviens eröffnet und benannt nach dem ehemaligen Präsidenten Juan Jose Torres benannt wurde, wird zunächst von 100 Soldaten besucht.

Morales, selbst Sozialist und erster indigener Präsident Boliviens, ist ein scharfer Kritiker des US-Imperialismus in Lateinamerika und auf der ganzen Welt. „Imperien“, sagte er während der Eröffnungszeremonie vor zwei Wochen, „zeigen einen kulturellen Rassismus, weil sie nicht an eine Volkssouveränität der Menschen glauben.“ Die bolivianische Militärakademie wird als Gegenstück zur berüchtigten US School of the Americas (heute: Western Hemisphere Institute for Security Cooperation) in Georgia dienen, wo Tausende Soldaten aus mit den USA verbündeten lateinamerikanischen Ländern ausgebildet wurden. Laut Guardian sagte er Morales diesbezüglich: „Lehrt das Imperium [die USA] in seinen Militärschulen die Weltherrschaft, so werden wir an dieser Schule lernen, wie wir uns aus der imperialistischen Unterdrückung befreien können.“

Die US-Schule steht mit der Errichtung südamerikanischer Militärdiktaturen und der Unterdrückung breiter Bevölkerungsschichten in Verbindung. Die Sorge um den wachsenden Einfluss der USA in der Region ist nicht unbegründet. wie TeleSur meldet, haben die USA ihr Budget für Operationen in Lateinamerika zwischen 2007 und 2014 verdreifacht.



„Die anti-imperialistische Schule Akademie soll  das Leben erhalten, anders als die School of the Americas, wo Militärs gehirngewaschen werden und anschließend glauben, dass wir ihr Feind sind. Es wird rechtmäßig und normal Menschen zu töten.“, sagte der bolivianische Verteidigungsminister Reymi Ferreira im staatlichen Fernsehen. Er fügte hinzu, dass die militärische Ausbildung eine „anti-imperialistische Doktrin“ fördern will, um den Soldaten dabei zu helfen, die wichtigsten Bedrohungen für die nationale Souveränität des Landes zu identifizieren.

Seit seiner Wahl im Jahr 2005 hat der bolivianische Präsident Evo Morales mehrere Initiativen umgesetzt, um die nationale und regionale Souveränität zu schützen. Auch Soldaten aus verbündeten Ländern, darunter Venezuela, Nicaragua und Kuba, sollen Zugang zur Militärakademie erhalten.

Quellen: guardian, telesur, spiegel, telesur

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