An diesem Tag
22.01.1905: Massaker am „Blutsonntag“ in Russland


von

Am 22. Januar 1905 fand in Russland das Massaker am „Blutsonntag“ statt, als der Zar das Feuer auf demonstrierende Arbeiter eröffnen ließ. Hunderte starben und wurden verletzt.

Blutsonntag in Russland
Blutsonntag in Russland, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1905 fand in Russland das Massaker am Blutsonntag statt, als sich das Land kurz vor einer Niederlage im Krieg gegen Japan befand. Das zaristische Russland war von tiefer innerer Unzufriedenheit geprägt, die schließlich in St. Petersburg in eine blutige Gewaltorgie ausartete.

Unter Romanov Zar Nikolaus II, der im Jahr 1894 den Thron bestiegen hatte, war Russland korrupter geworden als je zuvor. Geplagt von der Angst, dass seine Linie nicht fortgeführt würde, geriet Nicholas unter den Einfluss windiger Personen wie Grigory Rasputin.

Russlands imperialistische Interessen in der Mandschurei um die Jahrhundertwende führten zum Russisch-Japanischen Krieg, der im Februar 1904 begann. Unterdessen sammelten revolutionäre Führer, allen voran der verbannte Wladimir Lenin, Kräfte der sozialistischen Rebellion, die auf den Sturz des Zaren abzielten.

Um Unterstützung für den unpopulären Krieg gegen Japan zu gewinnen, ließ die russische Regierung im November 1904 eine Konferenz der Regionalregierungen in St. Petersburg zu. Die Forderungen nach Reformen auf diesem Kongress blieben unerfüllt und radikale sozialistische Gruppen entschieden sich für eine andere Richtung.

Blutsonntag am 22. Januar

Am 22. Januar 1905 marschierte eine Gruppe von Arbeitern unter der Führung des radikalen Priesters Georgij Apollonowitsch Gapon zum Winterpalast des Zaren in St. Petersburg, um ihre Forderungen zu stellen. Imperiale Truppen eröffneten das Feuer auf die Demonstranten und töteten und verwundeten Hunderte.

Die Opferzahlen reichen von 130 bis 1000. Streiks und Unruhen brachen in empörter Reaktion auf das Massaker im ganzen Land aus, auf die Nicholas reagierte, indem er versprach, auf Reformen hinzuarbeiten. Er verfasste sein Oktobermanifest mit vielen Zugeständnissen, die er aber nicht einhielt.

Die innere Spannung in Russland wuchs im Laufe des nächsten Jahrzehnts weiter, da die Regierung keine Bereitschaft zeigte, ihre Repressalien gegenüber der russischen Bevölkerung tatsächlich einzustellen.

Radikale sozialistische Gruppen, einschließlich Lenins Bolschewiki, wurden stärker und näherten sich ihren revolutionären Zielen immer weiter an. Die Situation spitzte sich im Ersten Weltkrieg weiter zu, als sich die Ressourcen Russlands dem Ende neigten.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.