Bilanz 2011: 6,3 Billionen Dollar an den Börsen vernichtet


von

Fast 6,3 Billionen Dollar wurden im vergangenen Jahr 2011 an den globalen Aktienmärkten ausgelöscht. Das Kapital an den weltweiten Börsen sank um 12,1% auf 45,7 Billionen Dollar, wie Bloomberg berichtet. Zudem beendete der Euro das Jahr als die schwächste Leitwährung der Welt.

Der Euro schwankte stark über das Jahr betrachtet und fiel vergangenen Freitag auf ein 10-Jahres-Tief zum japanischen Yen. Auch zum Dollar ist der Euro fast wieder auf das 1-Jahres-Tief gefallen. „Zu Beginn des Jahres waren die Anleger optimistisch, doch gelangten sie zunehmend in den Griff der Verschuldung der westlichen Welt“, sagte Navtej Nandra, internationaler Leiter der Vermögensverwaltung von Morgan Stanley.

Weltweit sanken die wichtigen Aktienindizes. Der S&P500 hielt sein Niveau, während der FTSE 100 um 5,5% fiel. Der Eurofirst 300 europäischer Blue-Chip-Unternehmen büßte 11% ein und der MSCI Emerging Markets Index  verlor sogar ein Fünftel seines Wertes, trotz des starken Wachstums der chinesischen Wirtschaft. Asiatische Aktienmärkte wurden besonders hart getroffen. So verlor der japanische Nikkei-Index im Jahr 2011 stolze 17,3%, der Hang Seng Index aus Hong Kong fiel um 20% und der Shanghai Composite um 22%.



Trotz der Bemühungen seitens der Politik zur Stützung der Eurozone erwarten Analysten nichts Gutes für das Jahr 2012, da sich fundamental nichts geändert hat und Europa weiterhin mit der beispiellosen Krise kämpft. Einer der größten bevorstehenden Tests für die Eurozone sind einem Bericht der Financial Times Staats- und Bankanleihen in Höhe von Hunderten Milliarden Euros, die im ersten Quartal 2012 fällig werden. Desweiteren stehen zahlreiche Länder Europas vor gewaltigen Refinanzierungskosten, so die Zeitung weiter. Trotz zahlreicher Gipfeltreffen und verschiedener Maßnahmen habe es Europa nicht geschafft, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

Mehr als 457 Milliarden Euro müssen Länder der Eurozone im ersten Quartal 2012 an Halter von Staatsanleihen zurückzahlen, wie die Citigroup berechnet hat. Allein auf Italien fallen fast 113 Milliarden Euro. „Die Märkte würden gerne glauben, dass diese Probleme schnell gelöst werden, doch wird dies wohl noch einige Zeit dauern“, sagte Philip Poole von HSBC Asset Management. „Die Anleiherenditen werden hoch bleiben, bis geklärt ist, wie tief Eurozone in der Rezession steckt und ob die Sparmaßnahmen vollständig umgesetzt werden.“

Anfang Dezember hat die Europäische Zentralbank 489 Milliarden Euro an mindestens 500 Banken verliehen. Einige Investoren befürchten neben Euro- und Dollarkrise, dass Chinas Wirtschaft vor einem „hard landing“ stehen könnte, was eine weitere große Gefahr für die Weltwirtschaft darstellt.

4 Kommentare

  1. ESCOOBANK vernichtete im Kampf mit dem SYSTEM 6,3 Billionen US-Dollar.
    Auch die Währunegn $ und € entwerteten bis zu 13,77 %(im Vergleich zu Gold)

  2. „Bilanz 2011: 6,3 Billionen Dollar an den Börsen vernichtet“
    ——
    Die Börsianer können das verkraften.
    Sie wurden nur ein wenig erleichtert.
    Wer mitdachte, der hat gehandelt und ist raus aus allen Papieren.
    Dem Rest , der Verbliebenen war das eben eine Lektion.
    Sie sind immer noch im Rausch des -„HÖHER SCHNELLER WEITER“. Aber- wo soll es denn hin? Bis zum Himmel? Das hat auch der Turmbau zu Babel nicht geschafft.
    Liebe Verlierer, Kopf hoch und anfangen zu denken – dafür haben wir schließlich den Kopf.

  3. Na und? Ist doch alles nur Buchgeld. Von mir aus kann man sämtliche Aktien, Derivate und den anderen Spekulationsdreck abschaffen und rein auf eine Ressourcenökonomie bauen. Alles andere ist Betrug.

  4. ist alles relativ, wer zum Höchstkurs gekeuft hat ist erstmal doof und außerdem ist sein Geld nicht weg, es hat nur jemand anderes.
    Wer vorher gekauft hat und nicht beim Höchstkurs verkauft hat ist auch doof und außerdem hat er in dem Sinne nichts verloren, er hat nur ungefähr soviel wie vor über einem Jahr.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.