Bernanke: Wallstreet-Bosse sollten ins Gefängnis


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Der ehemalige Fed-Chef Ben Bernanke sagte leider mit sieben Jahren Verspätung in einem Interview, dass einige Wallstreet-Vorstände für ihre Rolle bei der großen Finanzkrise ab 2008 ins Gefängnis gesteckt werden müssten.

Ben Bernanke testifying“ by US Gov. – Licensed under Public Domain via Commons.

Der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve, Ben „Heli-Ben“ Bernanke, der die USA bis 2014 durch die Krise führte, sagte, dass die Vorstände der größten Wallstreet-Banken für das Auslösen der schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression strafrechtlich verfolgt werden müssten.

Im Interview mit USA Today kritisierte Bernanke das US-Justizministerium für die Verfolgung von Unternehmen, statt von Einzelpersonen, die an der Spitze riesiger amerikanischer Konzerne sitzen. „Offensichtlich alles, was schief ging oder illegal war, geschah auf die Anweisung von Einzelpersonen, nicht durch die Firmen selbst“, so Bernanke. „Ich würde es darum bevorzugen, die Verantwortlichen selbst zu untersuchen.“

Einige Wallstreet-Größen sollten für ihre Rolle in der großen Finanzkrise, die im Jahr 2008 begann, ins Gefängnis gesteckt werden, so der ehemalige Fed-Chef. Bernanke lehnte es jedoch ab, konkrete Namen zu nennen.

Bernanke war von 2006 bis 2014 der Vorsitzende der Federal Reserve. Anschließend stieg er bei Brookings Institutions ein, einem einflussreichen Thinktank, der seit seiner Gründung vor knapp 100 Jahren großen Einfluss auf die Politik der Vereinigten Staaten ausübt.

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