Bank Run in Griechenland, bald in ganz Europa?


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Aufgrund der Gerüchte eines bevorstehenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone ziehen die Griechen im Rekordtempo ihre Guthaben von heimischen Banken ab, was den griechischen Bankensektor an den Rande des Zusammenbruchs führt. Verlässt das kleine Land die Eurozone, könnten Spanien, Italien und Portugal rasch folgen.

Die Einführung des Euro war ein dramatischer Fehler und eine Gefahr für den Frieden in Europa. Die Verantwortlichen sollten in jedem Falle ihre gerechte Strafe erhalten, falls es in unserem rechtlichen Rahmen überhaupt eine gerechte Strafe für ein solches Verbrechen an der gesamten Einwohnerschaft mehrerer Staaten gibt.

Doch nun haben wir den Salat, und die logische Konsequenz ist eine kaputte Wirtschaft, zerstörte Schicksale, Entwertung von Sparguthaben und aufkeimender Unfrieden zwischen den Völkern. Die Deutschen merken bislang nicht viel davon, aber die Rechnung wird kommen. Für jeden von uns.

Seit dem 6. Mai sind die Bankeinlagen aus Griechenland um 700 Millionen Euro zurückgegangen – für ein so kleines Land ein katastrophaler Wert. Durch die Gerüchte eines bevorstehenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone ziehen zahlreiche Bürger ihre letzten Reserven von den heimischen Banken ab, was das griechische Bankensystem derzeit an den Rande des Zusammenbruchs führt.

Die Griechen denken ganz richtig: denn verlässt Griechenland die Eurozone und führt eine eigene Währung ein, dann wird diese stark abwerten, vielleicht wird es sogar eine Hyperinflation geben, bevor die Regierung letztendlich ihren Bankrott erklärt. Geschätzt wird, dass die Wiedereinführung der Drachme eine unmittelbare Abwertung von 50% nach sich ziehen würde.

Doch gibt es noch einen weiteren Effekt: Durch die „Entlastung“ im Falle eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion würde der Euro wahrscheinlich – wenn auch nur kurzfristig – aufwerten und somit die Wirtschaft der anderen Staaten in Bedrängnis bringen. Insbesondere Spanien, Portugal und Italien könnten einem Austritt aus der Eurozone dann rasch folgen. Denken wir noch etwas weiter, könnte somit ein Bank Run in ganz Südeuropa die Folge sein. Durch den enormen Vertrauensverlust wäre ein Abverkauf spanischer, italienischer und portugiesischer Staatsanleihen die Konsequenz, wie Ökonomen befürchten.

Aber vielleicht sieht der Autor einfach wieder zu schwarz, wie man es ihm seit 2005 ständig versucht einzureden. Lassen wir uns einfach weiter überraschen.

9 Kommentare

  1. vielleicht ist das alles ja sogar eine art dritter weltkrieg, da die krise in europa auf jeden fall den vereinigten staaten nützt, ihre vorherrschaft in der welt zu bewahren. was ja auch der ausschließliche grund für weltkrieg 1 + 2 war.

  2. Der Autor sieht das schon richtig, aber vermutlich hat es kein infiltriertes Oekonomiestudium abgeschlossen, denn nur Idioten und jene glauben an ewiges Wirtschaftswachstum, auf einem Planet mit begrenzten Resoucen! Obschon, wenn man alte Kredite mit neuen ausgleicht, dann kann das schon funktionieren, bis die Gelddruckermaschinen 24h laufen … danach muss man einfach neue bestellen und der Bürgende bürgt mit dem Bürger 😉

  3. Pensionskasse, Aktienfond, Bausparer, alles weg.
    Wer den Banken und Politlügnern noch traut, braucht sich nachher nicht beklagen.

  4. Gegenfrage Du siehst es schon richtig,

    immer öfter kommt es mir vor das wir in einem Zirkus sind rings herum lauter schreiende Affen.

  5. Viel mehr als schreien, aufklären, warnen und „boykotieren“ der Grossfirmen kann ein einzelner Affe, eingesperrt im Getriebe, leider auch nicht, oder?!

  6. Ludwig, die Ressourcen mögen endlich sein. Ideen für erfolgreiche Produkte dagegen nie! Der Markt findet immer die richtigen „Rezepte“, wenn man ihn nur lässt. Das solltest Du doch wissen, wenn Du einen solch großen Namen trägst.

  7. Nach Kontrdiew oder wie der gefolterte Risse hiess, mag das korrekt sein, sofern die gloorreichen Ideen nicht aus Produkte/Rezepte nicht aus Resourcen bestehen, wie der Ipad (REE, Selyene Erden). CO2 Steuern wären sicher sowas, oder eine Atem-Steuer, oder sonst eine Pipi-Steuer…MC Kinsey, KPMG oder Ernst & Young würden dabei sicher gerne Beraten helfen…aber stimmt schon, etwas optimieren kann man immer irgendwie auf Kosten der kleinen nilligen Arbeitnehmer, nur bitte ja nicht auf Kosten der billigen, einfallslosen Manager-Kaste.

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