An diesem Tag
14.02.1946: Bank of England wird verstaatlicht


von

Am 14. Februar 1946 wurde die Bank of England verstaatlicht. Alle Aktien der Notenbank gingen damit in öffentliche Hand über.

Bank of England 1946
Bank of England 1946, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1946 verstaatlichte die britische Regierung die Bank of England (BoE). Die Nachkriegs-Labour-Regierung sollte eine der bedeutendsten des 20. Jahrhunderts sein. Neben der Errichtung des National Health Service (NHS) war auch die Verstaatlichung der Notenbank einer der entscheidenden Schritte.

Bereits in den Jahren zuvor hatte sich die BoE aus kommerziellen Geschäften verabschiedet und ging eher einer behördlichen Funktion nach, schreibt Information Britain. Bereits seit 1920 hatte der amtierende Gouverneur Montagu Norman die Organisation überwacht.

Am 14. Februar 1946 verabschiedete die Regierung den Bank of England Act 1946, der am 01. März in Kraft trat. Alle Aktien der BoE ging in öffentliches Eigentum über, um „die Beziehungen zwischen dem Schatzamt, der BoE und anderen Banken zu regeln“.

Mit dieser Aktion wurde die Bank of England, die 1694 ironischerweise vom Schotten William Paterson gegründet wurde, um der Regierung Geld zu leihen, zur rechten Hand der Regierung. In mancherlei Hinsicht war die Bank bereits zuvor eine quasi-staatliche Einrichtung gewesen, da sie in England und Wales das Monopol über die Ausgabe von Banknoten innehatte.

Im Mai 1997 beschloss die britische Regierung (ebenfalls Labour) der „Old Lady of Threadneedle Street“ die Möglichkeit zu geben, die Zinssätze in Großbritannien festzulegen und dieses Privileg wieder aus politischen Händen zu entfernen.

Rothschild

BoE-Gründer William Paterson sagte einst: „Die Bank profitiert von den Zinsen auf alle Gelder, die sie aus dem Nichts schafft“. Bis 1946 war die Bank of England eine private Bank, die Geld aus dem Nichts erzeugte und dem englischen Staat gegen Zinsen lieh.

Im Zuge der Schlacht von Waterloo, durch die die Rothschild-Familie über Insider-Handel und Streuung von Falschmeldungen zu gigantischem Reichtum kam, erhielt der Bankier Nathan Rothschild die Kontrolle über die BoE. Zwar hatte er dort keine offizielle Position, versorgte die Notenbank aber mit Geld und hielt sie liquide.

Da Rothschild damit die Mehrheit der englischen Anleihen kontrollierte, konnte er den Preis und damit das Angebot der englischen Währung bestimmen, was ihm eine große Macht über die Finanzen des Landes gab, schreibt Dark Politricks.

„Es ist mir egal, welche Marionette auf dem Thron von England sitzt, um das Imperium zu regieren. Der Mann, der die britische Geldmenge kontrolliert, kontrolliert das Britische Imperium, und ich kontrolliere die britische Geldmenge“, soll Nathan Rothschild dereinst gesagt haben.

Bis 1946

Die BoE wurde bis 1946 privat weiter betrieben. Da die Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch pleite war, hatte sie nicht genügend Geld, um alle Aktionäre auszuzahlen. Stattdessen gab man ihnen Staatsaktien.

Obwohl die Regierung jetzt selbst Geld aus Bankgewinnen verdiente, mussten sie Zinsen auf neue Aktien zahlen, die sie ausgegeben hatten, um die Aktien zu bezahlen, die sie überhaupt nicht zurückkaufen konnten.

Im Jahr 1977 gründete die Bank eine hundertprozentige Tochtergesellschaft namens BANK OF ENGLAND NOMINEES LIMITED, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Diese hält anonym „im Namen bestimmter Kunden“ Wertpapiere, heißt es. Darunter beispielsweise das britische Königshaus. Seit 2010 wurden jedoch keine Transaktionen mehr durchgeführt, schreibt Prosperity UK.

Obwohl die Bank of England heute in Staatsbesitz ist, ist es wichtig zu beachten, dass bis zu 97 Prozent der britischen Geldmenge in Form von verzinslichen Krediten, die von den großen Geschäftsbanken geschaffen wurden, privat kontrolliert wird.

BoE verliert an Bedeutung

Die BoE selbst hält nur noch sehr wenige Staatsanleihen, die Gewinne der Bank stammen hauptsächlich aus der Ausgabe von Münzen und Banknoten. Demnach hat die Notenbank im Laufe der Jahre an Umfang und Bedeutung verloren und fungiert heute hauptsächlich als Aufsichtsbehörde.

Seit 1997 besteht ihre Hauptrolle in erster Linie darin, die Inflation und den nationalen Basiszinssatz zu kontrollieren.

Quellenangaben anzeigen
informationbritain, darkpolitricks, prosperityuk



Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.