Bank of England: Geld ist nur ein Schuldschein


von

Was zahllose Blogger und freie Journalisten seit Jahren melden, ist nun endlich keine Verschwörungstheorie mehr: Mit ungewohnt deutlichen Worten beschreiben Analysten und Ökonomen der Bank of England in einem mehrteiligen Artikel das heutige Schuldgeldsystem.

Bank of England, Bildquelle: Wikipedia
(c) Adrian Pingstone, Lizenz: public domain

Henry Ford, einer der größten Unternehmer seiner Zeit, sagte in den 1930er Jahren: „Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.“ Die Bank of England lässt es scheinbar drauf ankommen und erklärt mit erstaunlich deutlichen Worten, dass Geld von Geschäftsbanken geschöpft wird und nicht mehr ist als nur ein Schuldschein, der auf Vertrauen basiert.

„Heutiges Geld ist eine Art spezieller Schuldschein, da jeder in der Wirtschaft darauf vertraut, dass er von anderen Menschen im Austausch für Waren und Dienstleistungen akzeptiert wird. Es gibt drei Haupttypen des Geldes: Währung, Bankguthaben und Zentralbankreserven. Dabei handelt es sich jeweils um einen Schuldschein des einen Sektors zum anderen. Das meiste Geld in der modernen Wirtschaft existiert in Form von Bankeinlagen, die von den Geschäftsbanken selbst geschaffen werden.“

Die Geldmenge in der Wirtschaft hängt letztlich von der Geldpolitik der Zentralbank ab. In normalen Zeiten wird dies durch die Festlegung der Zinssätze geregelt. Die Zentralbank kann auch die Geldmenge aber auch direkt durch den Kauf von Vermögenswerten oder durch ‚Quantitative Easing‘ beeinflussen.“

httpv://www.youtube.com/watch?v=ziTE32hiWdk

Zu den Videos und Artikeln:

Kommentar dazu:

8 Kommentare

  1. Die Deutsche Bundesbank stellt den Vorgang der Geldschöpfung ebenso dar.

    Geld und Geldpolitik – Schülerbuch für die Sekundarstufe II

    http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Schule_und_Bildung/Unterrichtsmaterialien/Sekundarstufe_2/sekundarstufe_2.html

    „In der Regel gewährt die Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit und schreibt ihm den entsprechenden Betrag auf dessen Girokonto als Sichteinlage gut. Wird einem Kunden ein Kredit über 1.000 Euro gewährt (z. B. Laufzeit 5 Jahre, 5 % p.a.), erhöht sich die Sichteinlage des Kunden auf seinem Girokonto um 1.000 Euro. Es ist Buchgeld entstanden oder es wurden 1.000 Euro Buchgeld geschaffen: Die Buchgeldschöpfung ist also ein Buchungsvorgang. Alternativ kann die Geschäftsbank dem Kunden einen Vermögenswert abkaufen und den Zahlbetrag gutschreiben. Der Kunde kann den gutgeschriebenen Betrag für Überweisungen nutzen oder auch in bar abheben.“

    Quelle: Geld und Geldpolitik – Schülerbuch für die Sekundarstufe II,
    Seite 72

  2. Falsch:
    „dass Geld von Geschäftsbanken geschöpft wird …“
    Richtig:
    dass Geld von ZENTRALbanken geschöpft wird …“
    Grund:
    Die Geschäftsbanken verlangen in der Regel 100 % Sicherheiten (Grundschulden, Hypotheken, …),
    die Europäische Zentralbank z. B. aber nur 1 % Sicherheiten (Teildeckungssystem, Fractional Reserve System).
    99 % der Geldschöpfung der EZB sind daher ungedecktes Falschgeld.
    Wenn Sie das auch so tun würden, dann würden Sie wegen Geldfälschung im Café Viereck einsitzen.

  3. @Markus Bechtel
    Nein, es sind die Geschäftsbanken. Diese nehmen z.B. 1.000 Euro Guthaben von deinem Sparkonto, hinterlegen diese als Sicherheit bei der Zentralbank und erhalten (bis zu) 99.000 gedruckte Euros zurück, die sie gegen Zinsen weiter verleihen. Bezahlt der Kreditnehmer die 99.000 Euro + Zinsen zurück, verschwinden die 99.000 Euro wieder, nicht aber die Zinsen. Bei 5% Zinsen p.a. „verdient“ die Bank durch deine 1.000 Euro Guthaben also rund 5.000 Euro pro Jahr. Das ist die Geldschöpfung.

    Die Zentralbank ist nur das Mittel zum Zweck, gegründet von Geschäftsbanken aus ebenjenem Grund.

  4. Gedrucktes und gemünztes Geld stellt nach Bundesbankangaben nur maximal 9% der zirkulierenden Währung da.

    Kredite von Geschäftsbanken an Verbraucher haben garnichts mit den Reserven der Bank zu tun, da die Banken selber die ausgleichende Verbindlichkeit für solche Kredite halten. Warum? Weil der vom Verbraucher privat unterschriebene Kreditantrag selber die Bank autorisiert, den Kredit auf der öffentlichen Seite als Schuld zu schaffen, und zwar als Schuld der Bank selber. Der Verbraucher entbindet dann die Bank von der Haftung, indem er zusätzlich einen Darlehensvertrag unterschreibt. Die Bank hat sich somit eine regelmässige Zahlung des Verbrauchers gesichert, der in der Regel dafür Schweißarbeit leisten muß, und kann noch dazu ihre ausgleichende Verbindlichkeit (der Anspruch des Kreditnehmers gegen die Bank) einbehalten. Die Bank bekommt also die Arbeitsleistung umsonst, vermeidet ihre ausgleichende Verbindlichkeit und hat selber nichts riskiert und geleistet. Hier muß wirklich mal auf das Prinzip der doppelten Buchführung geachtet werde, wonach die Werte aller Transaktionen immer auf null stehen müssen und zwar täglich.

    Zentralbanken haften in der Regel nur für das Bargeld und nicht für das Kreditgeld, was bei weitem häufiger ist,ls das Bargeld.

    Verbraucherschulden bei Banken sind keine echten Schulden. Es sind reine Vertragsschulden aufgrund des Darlehensvertrages, der, substantiel betrachtet, nichts weiter ist, als ein Geschenk an die Bank.

  5. @ Bürgender
    Hört sich ja schlüssig an.Nur von wo kommen die nicht mit kreierten oder
    geschöpften Zinsen?Wenn du und ich,keine Euros drucken dürfen.Und die wachsen doch expotientiell.

  6. Ich bin Mitglied im deutschen Freiwirtschaftsbund nach Hermann Benjes, Michael Musil und Silvio Gesell!

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.