"Amerikanischer Frühling": Brooklyn Bridge lahmgelegt


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Tausende von Demonstranten, die seit einigen Tagen in der Nähe der Wall Street ihre Zelte aufgeschlagen haben, blockierten die Straßen und legten so unter anderem die Brooklyn Bridge lahm. Mindestens 700 Menschen wurden festgenommen, darunter auch ein Reporter der New York Times. Der Zusammenstoß zwischen NYPD und Tausenden Demonstranten brachte den gesamten Verkehr auf der New Yorker Brooklyn Bridge zum erliegen. Als sich die Demonstranten auf die Brooklyn Bridge begaben, wurde diese von der Polizei von beiden Seiten abgeriegelt und gestürmt, um Demonstranten gezielt verhaften zu können. Die Demonstranten entgegneten den Einsatzkräften mit Parolen wie „Die ganze Welt schaut zu“, „Schämt euch“ oder „Dies ist ein friedlicher Protest“. Angeblich seien auch Polizeiknüppel und Tränengas eingesetzt worden, wie verschiedene Medien berichten. Laut einer Korrespondentin des Nachrichtensenders RT sei es unmöglich gewesen, die Anzahl der Polizisten vor Ort zu schätzen. Während der Zusammenstöße seien die Polizisten allerdings sehr schnell gewalttätig geworden, wie der Nachrichtensender PressTV berichtet.

„Occupy Wall Street“ ist das Motto einer Gruppe Amerikaner, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation, des Bankwesens, Profitgier, der sozialen Ungerechtigkeit, der Arbeitslosigkeit und der Politik in den USA frustriert sind. Gleich zu Beginn der Proteste vor zwei Wochen berichteten Medien über die Niederschlagung der Proteste durch das NYPD. Der Konflikt schaukelt sich immer weiter hoch und endet immer häufiger in handfesten Konfrontationen. Die Proteste werden von prominenten Regierungskritikern wie Michael Moore und Schauspielerin Susan Sarandon unterstützt, aber auch von Gewerkschaften und der United Federation of Teachers (UFT). Die Transport Workers Union (TWU) , welche insgesamt 43’000 Mitglieder zählt, sprach den Demonstranten ebenfalls ihre Solidarität aus.

Einige der Demonstranten sagten in Interviews, dass die Idee, die wichtigsten Finanzzentren der USA zu besetzen, den gleichen Ursprung hätten, wie die Volksaufstände in den vergangenen Monaten im Nahen Osten und Nordafrika. Ein Demonstrant beschrieb die Proteste als eine amerikanische Version der ägyptischen Übernahme des Tahrir-Platzes in Kairo, die dort zur Revolution und anschließend zum Zusammenbruch der Regierung geführt hatte, was in westlichen Medien unter dem Schlagwort „Arabischer Frühling“ berichtet wurde. Sehen wir hier den Beginn eines „Amerikanischen Frühlings“?

httpv://www.youtube.com/watch?v=o_1bYVMwg8k



3 Kommentare

  1. der widerstand der usa-banditen wird weitaus heftiger und blutiger ausfallen als der in arabien. ich hoffe trotzdem auf einen erfolg der bürgerbewegung.

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