Afghanistan: Opium-Produktion auf Rekordniveau


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Seit die USA Afghanistan erobert haben, hat sich dort die Heroinproduktion ver-40-facht, die Opium-Anbauflächen ver-26-facht und die Anzahl der Heroinabhängigen hat sich verzehnfacht. Ein Großteil der legalen Opium-Exporte wird von der westlichen Pharmaindustrie bezogen.

Die Opium-Produktion in Afghanistan ist laut einer Untersuchung von SIGAR (Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction) auf neue Rekordhöhen gestiegen, auf einer Fläche von über 200.000 Hektar wird nun Opium angebaut (Original-Bericht hier, PDF, knapp 8MB).

Die Anbauflächen haben sich demnach nicht nur enorm vergrößert, sondern auch die Anzahl der Heroinabhängigen im Land hat sich von 130.000 auf 1,3 Millionen in den vergangenen neun Jahren verzehnfacht. Seit dem Beginn des “Krieg gegen den Terror” der USA im Jahr 2001 hat sich die Heroinproduktion in Afghanistan laut Viktor Ivanov, dem Leiter der russischen Drogenbekämpfungsbehörde, um das 40-fache erhöht.

Die Taliban-Regierung hatte den Opiumanbau im Jahr 2000 verboten, was bis 2001 zu einem Rückgang von 94 Prozent der Exporte führte. Nach dem Überfall durch die USA ab dem 07. Oktober 2001 hatten sich Afghanistans Anbauflächen von 7’600 Hektar im Jahr 2001 auf 131’000 Hektar im Jahr 2004 vergrößert. Im Jahr 2001 wurden nur noch 185 Tonnen Opium produziert, 2006 hatte sich die Produktion auf 6’100 Tonnen ver-33-facht. Afghanistan war rasch wieder der größte Rohopiumlieferant der Welt, verfügte im Jahr 2012 laut UNO über 154’000 Hektar und heute bereits über 200’000 Hektar Anbauflächen.

Etwa 90 Prozent aller illegalen Opiate weltweit stammen aus Afghanistan, ein Teil davon wird in Afghanistan selbst von Erwachsenen wie auch von Kindern konsumiert. Etwa acht Prozent aller Erwachsenen sind drogenabhängig (Quelle: NIDO, 12/2013 – 01/2014, S.46).

Fast 95% der legalen Opium-Exporte Afghanistans werden Berichten zufolge von der westlichen Pharmaindustrie bezogen. Opium findet seinen Einsatz in Schmerzmitteln, auch in Medikamenten gegen Schlaflosigkeit, Durchfall, Halsgeschwüre, Bronchialerkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden sind die Bestandteile enthalten.

3 Kommentare

  1. Unter den Taliban war der Opiumanbau verboten. Die Bundeswehr durfte dann nicht mal Mohnfelder abbrennen.
    Sollte das Opium der eigentliche Grund für die US-/CIA-Invasion gewesen sein?

  2. @Martin1 – Gut erkannt, bzw. bekannt siehe hier :

    https://www.gegenfrage.com/nordkorea-usa-sind-schlimmste-menschenrechtsverletzer/

    meinen Kommentar an @Wärna

    Die Medien Gehirnwäsche hat bewirkt, dass es genau andersrum gedreht wird. Da wimmelt es in den Foren von den pösen Taliban mit ihrem pösen Opium.

    Nein liebe BILD Leser, genau so war es NICHT!
    Die Taliban haben die Opium Felder abgebrannt, und darum werden diese
    Felder (auch vom Geld deutscher Steuerzahler) von den Besatzern rund um die
    Uhr bewacht. Und wenn die Nato Vasallen weg sind, dann kehrt wieder Ruhe
    ein, oder das was diese Leute unter Ruhe verstehen. Es ist nicht unser Problem! Die Einmischung in die Innenpolitik anderer Länder muss aufhören.
    Andere Kulturkreise, andere Welten. Demokratie nach US Vorbild NEIN DANKE.
    Die McDonaldisierung der Welt muss gestoppt werden. Wie mans macht haben die Afghanen bewiesen, und das nicht das erste Mal. Der US General Patton,
    der Einzige der Militärhistorik drauf hatte, der hätte sicher von dem Ausflug nach Afghanistan abgeraten. Außer Spesen (mal wieder) nix gewesen.

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