90% aller US-Amerikaner sind heute ärmer als 1987


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Laut einer neuen Studie sind heute 9 von 10 US-Amerikanern ärmer als im Jahr 1989. Die „untere“ Hälfte aller US-Bürger besitzt nur 1 Prozent allen Vermögens, gleichzeitig werden die „oberen“ fünf Prozent in den Vereinigten Staaten immer wohlhabender.

Man sleeping on Canadian sidewalk
von The Blackbird (Jay Black)Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Ein Großteil der Amerikaner büßt immer mehr an Wohlstand ein. Laut neuen Daten des National Bureau of Economic Research (NBER) sind heute 90 Prozent aller US-Amerikaner ärmer als im Jahr 1987.

„Die neue, harte Realität ist, dass die unteren 90 Prozent aller Haushalte heute ärmer sind, als im Jahr 1987“, schreibt der Washington Post Wonkblog. „Es waren verlorene 25 Jahre für die unteren 90 Prozent, aber auch verlorene 15 Jahre für weitere neun Prozent.“ Dies ist korrekt: Insgesamt sind die unteren 99 Prozent ärmer als im Jahr 1998. Auch Janet Yellen, derzeitige Vorsitzende der Federal Reserve, sagte auf der Boston Economic Conference am 17.10.2014 passend dazu, dass im Jahr 1989 fünf Prozent der amerikanischen Bevölkerung 54 Prozent allen Reichtums besaßen. Bis 2010 sei dieser Wert auf 61 Prozent gestiegen und bis 2013 sogar auf 63 Prozent, so Yellen weiter.

Die ärmeren 50 Prozent aller US-Bürger besaßen vor 25 Jahren drei Prozent allen Vermögens, heute nur noch ein Prozent. Diese 50 Prozent entsprechen 62 Millionen Haushalten, die durchschnittlich nur über ein Vermögen von 11.000 Dollar verfügen, inflationsbereinigt nur noch halb so viel wie im Jahr 1989. Ein Viertel dieser Familien hat keinerlei Rücklagen und/oder Schulden.

6 Kommentare

  1. Das dürfte vor Allem daran liegen, dass die USA so extrem hoch verschuldet sind und die Verschuldung immer galoppierender ansteigt.
    Friedrich August von Hayek schreibt in seinem Buch „Der Weg zur Knechtschaft“ sinngemäß, das Unsozialste, was ein Staat tun könne, sei Schulden zu machen.
    Der Grund: die Kredite dafür können nur Menschen geben, die mehr Geld zur Verfügung haben, als sie für ihren Lebensunterhalt benötigen. Weil der Staat dafür aber Zinsen und Zinseszinsen zahlen muss, die er als Steuern besonders bei der Mittelschicht einzieht, bewirken Staatsschulden immer (!) eine dauerhafte Umverteilung von unten nach oben. D. h. eine Verarmung der Mittelschicht und wachsende Vermögen bei den Reichen.
    Um diese Binsenwahrheit zu erkennen, muss man kein Ökonom sein.

  2. Wenn in einem Staat, die Regierung nur noch im Sinne von den oberen 5 Prozent agiert, astronomische Schuldenberge anhäuft, einen militärisch-industriellen Komplex sondergleichen aufbaut und Konsum auf Pump als die einzige „Religion“ verkauft, dann muss man sich nicht wundern wenn eine Verarmung der mittleren und unteren Gesellschaftsschichten zu beobachten ist.

    Beruhigend: diese Finanzsysteme, Schuldensysteme für die 95%, Gewinnsysteme für die 5%, brechen mit mathematischer Genauigkeit irgendwann zusammen.
    Beunruhigend dabei: in einer globalisierten Welt wird das nicht regional begrenzt passieren, sondern der Strudel, die Sogwirkungen welche beim Kollabieren der USA ausgehen, werden große Schockwellen durch die Realwirtschaft des gesamten Planeten treiben.

    Beruhigend: die USA Bevölkerung wird irgendwann die Lügen der eigenen Regierung nicht mehr glauben, Terror nicht als die wirkliche Gefahr erkennen und dann hoffentlich aufstehen.
    Beunruhigend dabei: die 300 Mio. Waffen im Privatbesitz in der USA sind nichts gegen den hochgerüsteten amerikanischen Polizei-Staat mit seinen Überwachungsmöglichkeiten.

    Und wir in Deutschland bezeichnen die USA als „traditionellen“ Partner, wobei es zur Zeit keinen Konflikt auf der Erde gibt, wo die USA NICHT ihre Finger im Spiel haben. Krieg ist die einzige Möglichkeit welche der amerikanischen Regierung übrigbleibt um den Dollar zu retten. Das ist auch der Grund für die Medienpropaganda und Hetze gegen Russland.

    Hoffentlich implodiert das Dollar-Finanzwesen recht bald.
    Beunruhigend: wir werden ALLE davon betroffen sein!
    Beruhigend dabei: besser als ein Atomkrieg.

  3. Wer baute das siebentorige Theben ?

    die „einfachen Römer“ haben gelacht als die Goten Rom erobert haben. Stell Dir vor es ist Krieg und niemand macht mit. Das „einfache “ Volk kann doch nur gewinnen, wenn die „Eliten “ handlungsunfähig sind. Das ist ja auch mein Disput mit dem „Möchtegernmonarchisten“ Michael Winkler. Ohne eine Obrigkeit haben trotzdem Menschen gelebt. Die Archäologen weinen das es aus dem 6/7 Jhrdt. wenig Zeitzeugen gibt.
    Das ist schon schwer zu verstehen, die Römer waren alle erschlagen und die Germanen wußten noch nicht die Eroberten richtig auszubeuten. Für die Bauern und Handwerker war dies die schönste Zeit ihres Lebens.

    Alles ist relativ drei Haare auf dem Kopf sind relativ wenig, drei Haare in der Suppe sind relativ viel!

  4. das ist ok so!
    das system wird sich dank seiner impliziten Bedingungen selbst erledigen! Eine Bedingung ist die Vermögensakkumulation i. V. mit Armut. Die VSA haben bald fertig und es hat nie jemand behauptet, das ginge ohne Blutvergießen. Es hofft nur jeder, dass er nicht zu den Blutenden gehört und macht daher weiter mit; ein Ritt auf dem Vulkan.

  5. Das liegt auch an der Einwanderung.

    1. Statistik
    Wenn mehr arme Menschen einwandern wirkt sich das auf die statistische Vermögensverteilung aus. Es gibt so automatisch mehr Menschen mit niedrigem Einkommen, was aber erst einmal nichts über die Aufstiegsmöglichkeiten in einem Land aussagt.

    2. Wettbewerb
    Wettbewerb durch günstigere Arbeitskräfte hat natürlich Auswirkungen auf das Einkommen der Menschen vor Ort. Illegale bezahlen zudem oft keine Sozialabgaben und unterlaufen den Mindestlohn.

    3. Sozial- und andere Kosten
    Die Reichen zahlen weniger Steuern als die Mittelklasse, da man Kapital nicht so gut besteuern kann und sie bessere Berater und Lobbyisten haben. Die Mittelklasse und Armen bezahlen also die Kosten von Armutsmigration.

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