440 Hz-Kammerton – Musikstandard oder Verschwörung?


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Was hat es mit der 440 Hz-Standardisierung von Kammerton A auf sich? Handelt es sich dabei um einen harmlosen Standard? Oder doch um eine Art militärischen Angriff auf die Bevölkerungen dieser Welt?

440 Hertz
440 Hertz, Bild: Gegenfrage.com

Regierungen und verschiedene Sicherheitsorganisationen haben in der Vergangenheit Musik dafür genutzt, um Menschen zu kontrollieren. Angeblich wird die gesamte Musik des Westens, die auf der Standard-Tonleiter basiert, sowohl für das Steuern von Menschenmengen als auch für die Gedankenkontrolle verwendet. Überraschend wäre das nicht, hält man sich MKULTRA und ähnliches vor Augen.

Dies jedenfalls glauben nicht wenige Menschen, die die 432 Hz-Frequenz unterstützen. Darunter fanden sich in der Vergangenheit auch bekanntere Namen wie Brian T. Collins, Giuseppe Verdi, Paul Hindemith und Raimund Schwedeler.



Kammerton A

Musikalische Darbietungen auf der ganzen Welt erforderten eine Art Standardisierung. Bereits 1885 erklärte die Musikkommission der italienischen Regierung, dass alle Instrumente und Orchester eine Stimmgabel verwenden sollten, die mit exakt 440 Hz vibrierte.

Zu dieser Zeit lag der Standard zumeist bei 435 Hz und in Frankreich bei 432 Hz. Im Jahr 1917 unterstützte die American Federation of Musicians die Italiener. Weitere Unterstützung gab es in den 1940er-Jahren.

Im Jahr 1953 wurde ein weltweites Abkommen unterzeichnet. Die Unterzeichner erklärten, dass das mittlere „A“ auf dem Klavier auf genau 440 Hz gestimmt wird. Diese Frequenz wurde zur Standard-ISO-16-Referenz für das Stimmen aller Musikinstrumente, basierend auf der chromatischen Tonleiter.

Dieser Tonstandard wird heute allgemein akzeptiert, weshalb ein Piano in Toronto genau so klingt wie ein Piano in China. Seltsamerweise kann niemand mit Sicherheit sagen, warum diese Frequenz überhaupt gewählt wurde.

432 Hertz

Viele Kritiker des 440 Hz-Standards bezeichnen diesen als unnatürlich. Eine „natürlichere“ Frequenz für das mittlere „A“ sei 438 Hz. Andere glauben, dass das korrekte mittlere „A“ bei 432 Hz liegt (auch bekannt als Verdis A), weil es „den reinen mathematischen Grundton der Natur“ widerspiegelt und mathematisch mit den Mustern des Universums übereinstimmt.

Diese Tonhöhe könne mit allem verbunden werden, einschließlich der Konstruktion der Großen Pyramide. Außerdem resoniert 432 Hz mit 8 Hz (der Schumann-Resonanz), dem dokumentierten elektromagnetischen Grundschlag der Erde.

Die Forschung besagt, dass Musik in 432 Hz leichter zu hören ist, heller, klarer klingt und mehr inhärente Dynamik enthält. Dies hat zur Folge, dass Musik mit diesem Tuning nicht bei höheren Lautstärken gespielt werden muss und somit das Risiko von Gehörschäden reduziert wird.

Die radikaleren unter den Kritikern bestehen darauf, dass die wahre Frequenz bei 528 Hz liegt. Es handle sich um eine „digitale biholographische Niederschlagskristallisation [und] wundersame Manifestation der Tauchfrequenzschwingungen“, was auch immer das bedeuten mag.

Musik und Manipulation

Hier kommt die Verschwörung ins Spiel. Es wird gesagt, dass die Rockefeller-Stiftung ein Interesse daran hatte, sicherzustellen, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 1935 den 440-Hz-Standard als Teil eines „Krieges gegen das Bewusstsein“ einführten, um „musikalische Kontrolle“ auszuüben.

Diese Theorie geht sogar soweit anzunehmen, dass das Stimmen unserer Musik auf 440 Hz einen militärischen Zweck hat. Angeblich führt Standardisierung zu größerer Aggression, psychosozialer Agitation und emotionaler Not in den Bevölkerungen.

Selbst Propagandaminister Joseph Goebbels beharrte angeblich auf der Einführung des 440 Hz-Standards in Deutschland, weil er glaubte, dass Menschen auf spezifische Weise denken und fühlen und sie Gefangene eines gesteuerten Bewusstseins sind.

Diese destruktiven Frequenzen, so heißt es, führen zu Störungen, Disharmonie und Uneinigkeit. Zusätzlich stimulieren sie das steuernde Organ des Körpers – das Gehirn – in disharmonische Resonanz. Die Folge: Krankheit und Krieg.

Chakren

Lieder, die auf 440 Hz gestimmt sind, arbeiten am dritten Ajna Chakra (dem „Denken“), während 432 Hz das Herzchakra (das „Gefühl“) stimuliert. Daher steigert die 432 Hz-Musik die spirituelle Entwicklung des Zuhörers. Sie kann sogar heilende Eigenschaften haben.

Es gibt zahlreiche Organisationen, die sich für einen universellen Wechsel auf 432 Hz einsetzen, aber das würde bedeuten, weltweite Standards zu ändern. Ganz zu schweigen von der Konstruktion und Neustimmung von Millionen von Musikinstrumenten. Es wird darum höchstwahrscheinlich keine Änderung des Standards geben.

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globalnews

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