US-Staatsschulden wachsen so schnell wie nie zuvor


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Der August 2016 ist mit einem Defizit von 151,5 Milliarden Dollar einer der schlechtesten Monate der US-Geschichte. Und das trotz den Tatsachen, dass die Finanzkrise längst vorbei ist und wir uns in der friedlichsten Ära der Menschheitsgeschichte befinden.

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New York Stock Exchange, USA, Bild: Gegenfrage.com

Vor ein paar Tagen überschritt die offizielle Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten 19,5 Billionen US-Dollar. Diese haben sich in den vergangenen 240 Jahren angesammelt, ungefähr die Hälfte davon hat der 44. US-Präsident Barack Obama in seinen beiden Amtszeiten allein aufgetürmt. Nicht nur die Summe selbst ist rekordverdächtig, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der sie wächst.

Im laufenden Geschäftsjahr, das in wenigen Tagen endet, wuchsen die Schulden um weitere 1,36 Billionen Dollar – auf Jahressicht der dritthöchste Wert in der Geschichte der USA. Platz 1 und 2 belegten die Jahre 2010 und 2011. Allein im vergangenen Monat stieg die Staatsverschuldung um weitere 151,5 Milliarden Dollar, damit geht der August 2016 als Rekordmonat in die bisherige Geschichte der USA ein, wenn man von einigen Verzerrungen durch diverse Querelen um die Anhebung der Schuldengrenze absieht, schreibt Sovereignman.com.

Mit anderen Worten wachsen die Schulden aktuell schneller als jemals zuvor, und das trotz der angeblichen Tatsache, dass die Finanzkrise endlich vorbei ist und sich die Welt an der friedlichsten Ära der Menschheitsgeschichte erlaben darf, sagte jedenfalls Obama im April während eines Besuchs in Hannover.

Trotz all dieser guten Nachrichten wachsen die Schulden immer schneller. Warum? Eine friedliche und harmonische Welt in völligem Einklang und eine prosperierende Wirtschaft sind normalerweise nicht so teuer, was ist es also dann?

Quellen: soverignman, statista

3 Kommentare

  1. „Und das trotz den Tatsachen, dass die Finanzkrise längst vorbei ist und wir uns in der friedlichsten Ära der Menschheitsgeschichte befinden.“

    Haben Sie da den Ironie-Button vergessen. Beides könnte wohl nicht weiter von der Realität entfernt sein…

  2. Die EZB und mit dieser (fast) alle europäischen Staaten haben doch schon den Euro für wertlos erklärt, da kommt es auf den Dollar auch nicht mehr drauf an. Nachdem Russland und der Iran ihre Geschäfte demnächst nicht mehr in Euro oder Dollar abwickeln werden, ist der Dollar bald keine Weltreservewährung mehr.
    Das bedeutet: die USA müssten ihr exorbitantes Rüstungsprogramm bald selbst bezahlen. Das ist eine ganz neue Erfahrung für die US Regierung. Sollte Donald jedoch Präsident werden, wird dieser lieber Geschäfte mit Russland machen und Merkel muss vergeblich auf neue Befehle aus Washington warten.

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