11’420 Kinder in Syrien getötet – Oxford Research Group


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Laut einer neuen Studie sind in Syrien seit Beginn der Unruhen im Jahr 2011 mehr als 11’000 Kinder ums Leben gekommen, die meisten davon durch explosive Waffen und Handfeuerwaffen. Einige von ihnen, darunter auch Kleinkinder, wurden sogar gefoltert und gezielt hingerichtet. Wer dafür verantwortlich ist, wird nicht direkt gesagt.

Syrien, Damaskus
Bildquelle: Wikipedia

Seit Beginn der Unruhen in Syrien sind laut einer Studie der britischen Denkfabrik Oxford Research Group bis heute 11’420 Kinder zwischen 0 und 17 Jahren ums Leben gekommen. Die Studie mit dem Titel “Stolen Futures: The hidden toll of child casualties in Syria” legte offen, dass 70 Prozent der Kinder durch „explosive Waffen“ gestorben seien, mehr als ein Viertel durch den Einsatz von Handfeuerwaffen.

764 Kinder seien gezielt hingerichtet und 389 von Heckenschützen erschossen worden, heißt es. 112 Kinder seien gefoltert worden, darunter sogar Kleinkinder, so der Bericht weiter. Ein Drittel der getöteten Kinder seien Mädchen gewesen, die häufigsten Opfer gezielter Tötungen waren der Untersuchung zufolge Jungen zwischen 13 und 17 Jahren. „Die von uns analysierten Daten zeigen auf, dass Bomben und Kugeln allein die Leben von 10’000 syrischen Kindern in den 30 Monaten des Krieges beendet haben … Die Welt sollte im Interesse syrischer Kinder ein viel größeres Interesse an einem Ende des Konflikts zeigen.“

Der Bericht nennt keinen Verantwortlichen für die Tötungen der Kinder und appelliert an alle Seiten, nicht gegen Zivilisten vorzugehen. Die Verfasser der Studie schlagen jedoch vor, Bewaffnete darin zu trainieren, Zivilisten und Kinder nicht in Gefahr zu bringen. Es darf angenommen werden, dass die syrischen Soldaten ein solches Training bereits hinter sich haben.



Die Unruhen in Syrien begannen im März 2011 infolge einer Nahrungsmittelkrise. Bis Ende 2010 hatten sich nach einer massiven Ausweitung der Dollar- und Euro-Geldmenge die Preise für Getreide in schlagartig verdoppelt, was Proteste in vielen nordafrikanischen und arabischen Ländern auslöste. Die Krise in Syrien findet bis heute kein Ende, da die westliche Wertegemeinschaft ausländische Kampftruppen ausbildet, illegal ins Land schleust und mit Waffenlieferungen sowie Geldmitteln unterstützt.

Zehntausende ausländische Kämpfer aus über 80 Ländern, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Staaten und europäische Länder, kämpfen in Syrien im von westlichen Medien als „Bürgerkrieg“ bezeichneten Krieg gegen die Regierung. Die syrische Bevölkerung steht laut verschiedenen Berichten mehrheitlich hinter Präsident Bashar al-Assad.

  • Studie als PDF (1,3 MB)

16 Kommentare

  1. Um der getürkten Berichterstattung durch die Mainstreammedien entgegenzuwirken, sollte sich jeder vorort über die Vorgänge in Syrien informieren. Ein ausgezeichnetes Medium hierfür ist syrianfreepress. Auch wenn hier teilweise Regierungspropaganda mit hereinspielt, bietet dieses Medium sehr gute Einblicke in das Geschehen und man erkennt, was für ein dreckiges Spiel die „westliche Wertegemeinschaft“ mit dem syrischen Volk spielt. Am besten newsletter bestellen, um auf dem laufenden zu sein.

  2. @roxsi – Hier bei Gegenfrage im Tagesticker verlinkt ein Artikel, der die
    (beabsichtigt)falsche Berichterstattung der Qualitätslügenmedien zum Thema Syrien aufzeigt. Ich stelle den Link hier rein, weil im Tagesticker Rotation ist, also der Link ggf. später dort nicht mehr ist.

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/11/26/ein-paar-anmerkungen-zur-aktuellen-syrienberichterstattung-der-frankfurter-rundschau/#more-8940

    gruß kw

    Hinweis :
    Mit dem Google Suchbegriff : children killed in syria
    kommt ihr zu diversen Artikeln zum obigen Thema

    Ich bekam Info, dass es auf YouTube Filme gibt, wo ein (angeblicher) FSA
    Terrorist im Besitz des allerneuesten Modells des britischen Scharfschützengewehres ist. Bedeutet für mich, dass (wie in Lybien seinerzeit auch) britische Special Forces undercover tätig sind.

    Des Weiteren soll es bei YouTube kurze Filme geben, wo gezeigt wird, dass die Terroristen Scharfschützen haben, welche gezielt Zivilisten abschießen.
    Aber auch das ist ja nichts Neues, das gab es schon vor sehr langer Zeit
    in Beirut im Bürgerkrieg, das gab es in Sarajevo und anderswo, so auch wieder in Tripolis 2012.

  3. Ich wohne im einem viertel bei Damaskus, am 2.01.2013 überlebte mein Sohn, 13 Jahre einer Mörserrakete, die den Tod seines Freundes, 11 Jahre forderte. Der tägliche Beschuss von Mörserraketen, die die islamistischen Todesschwadronen abfeuern brachten seit Beginn der Krise Tausenden von Opfern und Verletzten.. Die Mainstreammedien bezeichnen die Al Qaida Terroristen, die von Fienden Syrien politisch und logistisch unterstützen, als -Demokratie Kämpfer…
    Unter dem Ruf ALLAH AKBAR schicken verbreiten den Tod gegen alle Syrer und syrische arabische Armee muss sich Landesweit entfalten, um diese Todesschwadronen herauszujagen… Sie verstecken sich in den Vierteln der Doerfer und Städten, die sie erobern, so müssen dann die Bevölkerung davor flüchten, was die hohe Anzahl der Flüchtlinge auf Millionen steigen lässt.
    Die USA, EU, Türkei und Golfdiktaturen müssen sofort die Waffen und einschleusen der Terroristen stoppen..

  4. @kaiser
    es handelt sich nicht um „Merkeltanische Reichspropaganda“, es handelt sich um die usraelische Propagandafront Merkeltanien!
    …..
    Mit den (mißbrauchten) Leichenbergen von Dresden und anderen dt.Städten haben wir ja auch so unsere propagandistischen Erfahrungen!

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