Syrien, Irak: 70 Prozent mehr tote Zivilisten durch US-Luftangriffe

Die Anzahl der getöteten Zivilisten in Syrien und im Irak durch US-Luftangriffe ist im Jahr 2016 im Vergleich zu 2015 um etwa 70 Prozent gestiegen. Dies ergab eine Auswertung der britischen Airwars Group. Diese Zahl werde sich 2017 wahrscheinlich noch weiter erhöhen.

syrien irak zivilisten

Zivilisten, Flaggen Syriens, USA, Türkei, Russland, Saudi-Arabien, Iran, Großbritannien

Laut neuen Zahlen der in Großbritannien ansässigen Airwars Group hat sich in Syrien und im Irak die Anzahl der Opfer durch US-Luftangriffe im Jahr 2016 im Vergleich zu 2015 um 70 Prozent erhöht. Mindestens 1.237 Zivilpersonen fielen den Bombardierungen im Jahr 2015 zum Opfer.

Dabei handelt es sich um die niedrigste Schätzung. Im Jahr 2016 belief sich die niedrigste Schätzung auf 2.104 Zivilpersonen bei 17.145 Luftangriffen. Mit möglicher hoher Dunkelziffer. Chris Woods, Direktor von Airwars, schrieb in einer Email an Telesur:

Werbung

„Im Jahr 2016 ging die Koalition mit tausenden Luftangriffen auf besetzte Städte in eine starke Offensive gegen die Terrorgruppe. Mit Millionen irakischer und syrischer Zivilisten, die noch immer in den vom IS besetzten Gebieten gefangen sind, wird sich die Zahl der getöteten Zivilisten im Jahr 2017 wahrscheinlich noch weiter erhöhen, etwa durch Angriffe auf Mosul und Raqqa.“

Ein Anstieg der Zahl der Verletzten wurde in al Shadadi, Manbij und Raqqa in Syrien und in Falludscha, Ramadi und Mosul im Irak gemeldet. Airwars zählt auch die Anzahl der getöteten Zivilisten durch russische Luftangriffe. Hier wurden zwischen 01. Mai und 21. Dezember 2016 rund 1.000 getötete Zivilisten erfasst.

Quellenangaben anzeigen
telesur

Werbung

1 Antwort

  1. Wassermann sagt:

    Sie kamen als Helden und gehen als Schänder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.