Zahl ziviler Opfer in Afghanistan auf Rekordhoch – SIGAR


Afghanistan/Militär/USA

Die Anzahl der getöteten Zivilisten in Afghanistan ist im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Ganze 11.418 Zivilisten kamen im Jahr 2016 ums Leben.

Afghanistan Krieg Kosten
Afghanistan Krieg Kosten, E Pluribus Unum, Bild: Gegenfrage.com

Seit 16 Jahren tobt der Krieg gegen Afghanistan. Damit handelt es sich um den längsten Krieg der US-Geschichte. Laut aktuellen Daten des Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR) ist die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan im vergangenen Jahr extrem angestiegen. Ganze 11.418 Zivilisten kamen im vergangenen Jahr ums Leben.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Angriffe von Rebellengruppen in der Region, einschließlich der Taliban, haben im vergangenen Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007 ihr höchstes Niveau erreicht, so SIGAR weiter. „Ein gefährlicher und hartnäckiger Aufstand kontrolliert oder übt einen Einfluss auf Flächen aus, die von etwa einem Drittel der afghanischen Bevölkerung bewohnt werden.“

„Hohe Opferzahlen und Kompetenzlücken schränken die Effizienz afghanischer Soldaten und der Polizei ein. Die Opiumproduktion befinden sich in der Nähe des Rekordniveaus.“

Im Februar sagte US-General Joch W. Nicholson, der Afghanistankrieg sei eine unfreiwillige „Pattsituation“. Denn auch unter den von den USA ausgebildeten Sicherheitskräften gebe es „hohe Opferzahlen“. Zudem ließen seit 2002 über 2.400 US-Soldaten ihr Leben, 20.000 wurden verletzt. Die afghanischen Verluste waren jedoch die höchsten von allen.

Ausufernde Kosten

Der Krieg in Afghanistan kostete bis jetzt laut Schätzungen ungefähr eine Billion Dollar. Insgesamt 32,3 Milliarden Dollar flossen bisher in den Wiederaufbau der Infrastruktur. Weitere 11 Milliarden Dollar ließen sich die USA die Waffenlieferungen an die afghanische Armee kosten.

Darunter Kommunikationsausrüstung, Angriffs- und Überwachungsflugzeuge und verschiedene Fahrzeuge. Allein im vergangenen Jahr gaben die USA mindestens 48 Millionen Dollar aus, um die afghanische Armee mit Munition zu beliefern.

Gleichzeitig fehlen den USA Gelder für die eigene Infrastruktur und Sozialprogramme, was zu heftigen Protesten führt. Das Watson Instutute der Brown University schrieb im September, dass die US-Regierung sogar 4,8 Billionen Dollar für die Kriege in Afghanistan, Pakistan und Irak ausgegeben hat.

Kritik an der US-Regierung

Diese Summe belaste viele andere Ausgaben, die der US-Wirtschaft und vielen anderen Sektoren vorenthalten wurden. Zudem seien die gegenwärtigen Kriege komplett mit Schulden finanziert worden. Dadurch hätten sich das US-Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung erhöht. Bis 2053, so das Institut, werden die US-Steuerzahler 7,9 Billionen Dollar für Zinszahlungen berappen müssen.

„Obwohl die Militärausgaben Arbeitsplätze schaffen, könnten die Ausgaben in anderen Bereichen wie der Gesundheitsversorgung mehr Arbeitsplätze schaffen. Darüber hinaus, während Investitionen in militärische Infrastruktur wuchsen, stiegen Investitionen in anderen, nichtmilitärischen Bereichen, wie der öffentlichen Infrastruktur, wie Straßen und Schulen, nicht gleichermaßen an.“

Quellenangaben anzeigen
bloomberg, watsoninstitute, sputnik, sputnik

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Trump hat den Franzosen wegen des letzten Terroranschlages kondoliert.
Was hat er den Hinterbliebenen der etwa 30.000 Menschen erzählt (*90 am Tag*) die in dem Land erschossen werden, in dem er Präsident ist?
Was würde Trump in die Kamera sagen, wenn in China (hochgerechnet) etwa 300 Menschen *täglich* erschossen würden?
Was würde Trump sagen, wenn in China (hochgerechnet) im letzten Jahr über 3.000 Menschen von der Polizei erschossen worden wären?
Heruntergerechnet wären das in Deutschland etwa 200 Tote durch Polizeigewalt jährlich.
Nur Zahlen?
Das ist der aktuelle Zustand in einem Land, in dem es seit seiner Gründung vor 239 Jahren, nur 17 Jahre gab, indem es keinen Krieg geführt hat, und heute seine Gegner per fliegendem Schafott in anderen Ländern hinrichten lässt.
Das ist das Land, das anderen Ländern in der Welt die Demokratie erklären und zurechtbomben will, aber gleichzeitig mehr Verbrechen in der Welt begeht, als die Nazis die dafür in Nürnberg gehängt wurden.
Und der Anführer dieser Nation stellt sich nun hin und kondoliert den Hinterbliebenen der Attentatsopfer, die es ohne die verbrecherische Politik seiner eignen Nation nicht geben würde.
Unsere Bundeskanzlerin schüttelt dem Präsidenten dieser Nation die Hände und stellt in Deutschland die Mittel zur Verfügung, dass diese Verbrechen weiter ihre Verbrechen in die Welt tragen können.
Und da jagt die deutsche Polizei rumänische Hütchenspieler, die in den Fußgängerzonen Passanten um einige Euro betrügen.

Viele Grüße
H. J. Weber

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