"Zentralbank der Zentralbanken" warnt vor neuem Crash


Schweiz/Wirtschaft

Die „Zentralbank der Zentralbanken“ warnt vor einem weiteren, Lehman-artigen Crash. Denn die Weltwirtschaft ist heute anfälliger für eine Finanzkrise, als sie es im Jahr 2007 war. Zudem sind die Schulden heute viel höher als damals, zusätzlich sind nun auch die Schwellenländer global stärker involviert.

Zentralbank der Zentralbanken: BIZ
Bild: Wikipedia, David Croll, CC BY-SA 3.0

Jaime Caruana, Chef der in Basel ansässigen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, auch „Zentralbank der Zentralbanken“ genannt, äußerte sich gegenüber dem britischen Telegraph, dass Anleger „in ihrer unersättlichen Jagd nach Rendite“ heute das Risiko einer Straffung der Geldpolitik ignorierten.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Das internationale System sei heute in vielerlei Hinsicht fragiler als im Vorfeld der Lehman-Krise. Die Schuldenquote in den Industrieländern sei seither um 20 Prozentpunkte auf 275% des BIP gestiegen. Die Credit-Spreads seien auf „hauchdünne Niveaus“ gefallen. Unternehmen würden sich viel Geld leihen, um ihre eigenen Aktien zurückzukaufen. Beunruhigend sei außerdem, dass in Schwellenländern wie China, Brasilien oder die Türkei im Zuge des Quantitative Easing-Programms private Kreditbooms stattgefunden hätten.

Die BIZ warnte in ihrem Jahresbericht vor zwei Wochen vor „euphorischen Aktienmärkten“. Die Volatilität sei auf ein historisches Tief gesunken. Etwa europäische Aktien seien im vergangenen Jahr ohne jegliches Wirtschaftswachstum um 15% gestiegen. Die andauernden geldpolitischen Impulse in den USA, Europa und Japan hätten zu Verzerrungen auch im Rest der Welt geführt. Die aufstrebenden Mächte Asiens seien heute nicht mehr in der Lage „wie eine Brandschneise“ zu agieren, wie zur Zeit des Lehman-Crashs, sondern stellten inzwischen selbst eine Gefahr dar.

3 Comments

  1. Witzig, wie die Banker dem unbedarften Volk immer wieder suggerieren möchten, die Krise sei vorbei und es käme evtl. erneut zum Crash.
    Also nochmal für alle, die immer noch hinterm Mond leben. Der Crash ist nicht vorbei, er hält noch an. Lehmann war nur der witzige Anfang des Zusammenbruchs, den alle normal denkenden Menschen bereits seit Jahren sehnlichst erwarten.

  2. Da gibt es in Deutschland so ein schönes grausiges Märchen von einem glüchenden Pfennig der einem alle Wünsche erfült, jedoch bis zum bitteren Ende immer an einen neuen „Dummen“ weitergereicht werden muß. Den letzten holt der Teufel und das ist unangenehm.
    Die Banker der Wall Street haben dieses Märchen in die reale Welt importiert. Aus den teuren US Arbeiter in den Fabriken wurden Finanzdienstleister, Versicherungskaufleute und Bankberater. Die Arbeit machten nun die billigen Tagellöhner in Japan, Korea und dann in China. Bezahlt wurden die Tagelöhner mit Schuldscheinen,die man Staatsanleihen, Rentenpapiere, ABS, TRO usw. nannte. Wichtig war nur immer neue Trottel zu finden die den wertlosen Kram als Schatz bereit waren irgendwo zu deponieren. Damit die Trottel nicht auf die Idee kamen mit dem Schrott einkaufen zu gehen wurde ihnen sugeriert sie bräuchten dieses als Währungsreserven. So kam es das im Inland (USA) nur knapp 50 Mrd. $ rumschwirrten und im „Ausland“ der etwas höhere Rest. Damit der Schwindel auch wirklich funktionierte durfte alle nur in Dollar handeln und die eigene Währung verrechnen. Wer da nicht mitspielen wollte (Sadam, Gadafi u,a.) der bekam die ganz große Keule serviert.
    Jetzt wollen die „BRICS“ da nicht nmehr mitspielen, Putin verhandelt mit den BRICS in Brasilien über die Gründung einer eigenen Bank. Ich denke jetzt ist es Zeit geworden mit dem großen Knall zu rechnen. Freiwllig ging der „große Bruder“ noch nie zurück in Gottes eigenem Land.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen