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WM 2010: Achtelfinale (Zwischenbilanz)

Endlich ist die Vorrunde der Fußballweltmeisterschaft überstanden. Jetzt geht es an das Eingemachte – Zeit für Gegenfrage.com eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen:

Bis auf die künstliche kreierte Stimmung in Deutschland kommt wohl nirgendwo so richtig WM-Feeling auf.

Die WM 2010 ist weniger eine normale Weltmeisterschaft zu denen Fans aus allen Lagern anreisen und zusammen Fußball zelebrieren, sondern eher eine WM in einem abgeschlossenen Land wo die weltweiten Stars im Schaufenster spielen, ähnlich der Junta-WM 1978 in Argentinien.

Die Stimmung ist auf Grund fehlender Fans und der unmusikalischen Ader der Einheimischen richtig schlecht und kaum auszuhalten – das kann ein Grund sein, weshalb viele Teams sehr demotiviert auftreten, es die torungefährlichste WM seit 1990 ist und weshalb wir schon mittlerweile sieben 0:0’s gesehen haben.

Sportlich gibt es jedoch dann einige Überraschungen

Wer hätte gedacht, dass sich Uruguay und die USA als Gruppensieger durchsetzen und die Italiener ihre wahre Stärke zeigen. Italien war 2006 auch nicht besser als bei dieser WM, aber hat endlich mal für ihr Spiel die verdiente Quittung bekommen.

Der Fußballgott spendiert einem nicht immer unberechtigte Elfmeter oder Abseitstore in der Nachspielzeit.

Positive Überraschungen waren vor Allem die südamerikanischen Mannschaften Chile, Paraguay und Uruguay die sich überragend als echte Mannschaften präsentierten. Überhaupt haben alle amerikanischen Mannschaften außer Honduras das Achtelfinale erreicht.

Wie bereits vor der WM im Teamcheck berichtet ist die Befürchtung eingetreten, dass die Franzosen kein Team formen konnten. Die Frage wer aber dort welche Verantwortung für was hat, stellen sich die französischen Medien allerdings scheinbar nicht. Unaufhörlich wird auf die „Deserteure“ eingeprügelt – kein Wort mehr über den peinlichsten Trainer der Welt Raymond Domenech, dem man die Inkompetenz schon im Gesicht ansieht.

Die Argentinier um Startrainer Maradona sind bislang die stärkste Mannschaft im Turnier und weiterhin Nummer 1 Favorit auf den Titel. Diese Offensive wird auch gegen Mexiko morgen abend nicht zu stoppen sein.

In England schrieb die Presse nach dem Feststehen des Duells Deutschland – England von einem Aufeinandertreffen „der alten Feinde“ und holten wieder einmal die alte Kriegsmetaphorik hinter dem Ofen hervor.

Wir bleiben ruhig und werden sie demütigen – wie immer wenn es um was geht.

Siehe auch hier:
Englische Presse eröffnet schon mal die Schlacht gegen den Erzrivalen Deutschland

Hier noch einmal die Partien im Überblick:

Sa 26.06. 16:00 Port Elizabeth Uruguay  -  Südkorea 2:1 (1:0)
Sa 26.06. 20:30 Rustenburg USA  -  Ghana -:- (-:-)
So 27.06. 16:00 Bloemfontein Deutschland  -  England -:- (-:-)
So 27.06. 20:30 Johannesburg Argentinien  -  Mexiko -:- (-:-)
Mo 28.06. 16:00 Durban Niederlande  -  Slowakei -:- (-:-)
Mo 28.06. 20:30 Johannesburg Brasilien  -  Chile -:- (-:-)
Di 29.06. 16:00 Pretoria Paraguay  -  Japan -:- (-:-)

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2 Antworten zu "WM 2010: Achtelfinale (Zwischenbilanz)"

  1. Bürgender sagt:

    Wir werden sehen, ob “wir” sie demütigen. Vielleicht verlieren “sie” ja auch gegen England? :-)

    Ich freue mich aufs Spiel, Bier und Steaks stehen schon bereit. Solche Spiele will man ja eigentlich auch nur sehen bei solchen Veranstaltungen. Dazu gehört dann auch die traditionelle Alliiertenhetze von den Briten. Oder?

  2. Tommyfriend sagt:

    Der schräge Humor der Briten sorgt bei uns immer für Irritationen. Unsere politisch korrekten Zuckungen und Gekränktheiten als Folge einer halbherzigen Entnazifizierung interessieren da niemanden. Sobald man ein bischen mitspielt, hat man direkt Freunde für’s Leben. Die Wahrnehmung der 1940er ist auf der Insel halt eine Andere. Während man die moralische Katastrophe auf deutschem Boden am liebsten verdrängen und vergessen möchte, ist es bei den Briten eher andersrum. Es war ihre beste Zeit. Man muss es nicht übertreiben, aber auch wir sollten dazu stehen. Es ist schliesslich geschichtliche Realität und lässt sich durch Verleugnung nicht ungeschehen machen.

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