USA: Polizei, Gefängnisse bekämpfen Cannabis-Legalisierung

Staatliche und private Gefängnisse sowie die Polizei, aber auch die Pharma- und Alkoholindustrie stemmen sich gegen eine mögliche Legalisierung von Cannabis in Kalifornien. Dabei geht es allen ausschließlich um Geld.

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Graskrümel

Polizei und Gefängnisse im US-Bundesstaat Kalifornien wehren sich vehement gegen die mögliche Legalisierung von Cannabis. Grund dafür sind jedoch nicht Bedenken eventueller gesundheitlicher Folgen in der Bevölkerung durch die Einnahme von Marihuana, sondern der Verlust profitabler Geldquellen für die Strafverfolgung.

Etwa im Zuge des Cannabis Eradication Program der DEA erhalten die Ermittler und Behörden große Summen. Allein für die Ermittlungen aufgrund von Cannabis-Delikten erhielten Kaliforniens Strafverfolger 181,4 Milliarden Dollar zwischen 2002 und 2012. Auch kalifornische Gefängnisse sträuben sich gegen die mögliche Legalisierung, da der hohe Zustrom an Insassen für hohe Einnahmen sowie für sichere Arbeitsplätze vieler Wächter und Gefängnisverwaltungen sorgt.

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Doch nicht nur die Polizei und private und staatliche Gefängnisse wehren sich dagegen. Auch Pharmaunternehmen und die Alkoholindustrie versuchen Cannabis illegal zu halten und unterstützen entsprechende Gegenbewegungen. Kaliforniens Bürger können voraussichtlich im November über eine Legalisierung von Cannabis abstimmen, meldete die Los Angeles Times Anfang des Monats.

Seit den Siebzigern hat sich die Zahl der Gefangenen auf mehr als eineinhalb Millionen Menschen verfünffacht, etwa jeder zehnte Häftling „sitzt“ wegen Marihuana, viele von ihnen sind gewaltlose Kleindealer. Zwischen 1995 und 2003 nahm die Anzahl der wegen Drogendelikten Inhaftierten in den USA um 49 % zu.

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